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Gründung des Deutschen Reiches 1871 Zusammenfassung (Referat)

Inhaltsverzeichnis

Folgend ein Referat als Zusammenfassung der Gründung des Deutschen Reiches 1871, wobei Bismarck eine herausragende Rolle spielte.

Das deutsche Reich wurde am 18. Januar 1871 durch die Vereinigung von unabhängigen Fürstentümern und der Proklamation Wilhelms I. zum Deutschen Kaiser, gegründet. Die wesentlichen Ursachen für die Reichsgründung waren:

Die Märzrevolution 1848

Die Revolution von 1848 wird auch Märzrevolution genannt. Sie fing am 27. Februar in Offenburg an. Die hauptsächliche Ursache für diese Revolution waren die Februar Ereignisse in Frankreich. Am 28.2.1848 beanspruchte Heinrich von Gagern den Antrag zur Berufung einer Nationalrepräsentation und „Erneuerung des Bundesoberhauptes. Der Staatskanzler Fürst Metternich trat am 13.3.1848 zurück, wodurch sein System in die Brüche ging. Durch den Einzug von militärischen Truppen in die Hauptstadt Preußen begann der Bürgerkrieg. In dem Glauben diesen Bürgerkrieg zu beenden schrieb Friedrich Wilhelm . in der Nacht zum 19. März eine Proklamation an die Bürger.

Er zog die Truppen ab und war nach den Worten von Otto von Bismarck „in der Gewalt der Aufständischen“. (Handbuch der Deutschen Geschichte a.a.O. S.143 oben) Am 19.3.1848 verneigte er sich vor den Toten Revolutionskämpfern und ritt anschließend mit einer schwarz - rot – goldenen Armbinde umher. Am 18. Mai wurde eine deutsche Nationalversammlung (Parlament) in Frankfurt/Main (in der Paulskirche) eröffnet. Die Nationalversammlung erstellte einen neuen Verfassungsentwurf, und wollte den preußischen König zum Kaiser wählen. Dieser lehnte jedoch ab, da er nicht vom Volk gekrönt werden wollte, sondern von Gottes Gnade. In Lörrach begann am 21. September der zweite badische Aufstand mit Ausrufung der Republik, durch Gustav von Struve verursacht, und endete am 25. September. Dieser Aufstand brach jedoch schnell zusammen und die Revolution war gescheitert. Jedoch wurde durch die Revolution eine Reichsverfassung (28.3.1849) erstellt, die bis heute im politischen Programm geblieben ist und niemals ihr historische Bewährungsprobe abgelegt hat.

Der Deutsch-Österreichische Krieg von 1866

Österreich wollte sich nicht zu einem Reich zusammenschließen, in dem Preußen als Oberhaupt galt. Bismarck wollte im konkreten und politischen Zusammenhang einen Stoß gegen die einheitliche Staatspersönlichkeit Österreichs führen. Österreich, das von seinem Gegner bedrängt wurde, wollte mit militärischen Maßnahmen kämpfen, wodurch es sich jedoch politisch in die Hände der Gegner arbeitete. Es wurde dann noch ein letzter Vermittlungsversuch gestartet, wodurch Preußen, Österreich und eine Nationalvertretung zusammen regieren sollten. Jedoch wollte Österreich die Erbfolge in Holstein dem Urteil des Bundes unterwerfen. Preußen weigerte sich dagegen und aus der Meinungsverschiedenheit entstand ein Krieg.

Dieser Krieg war rechtlich ein Akt der Bundesexekution gegen ein Glied des deutschen Bundes (es war der letzte Krieg dieser Art), aber auch eine Phase des deutschen Nationalkrieges. Am Ende ging der Sieg an Preußen, das sie militärisch überlegen waren. Anschließend wurde der Deutsche Bund aufgelöst. Am 18.8.1867 begann die Gründung des Norddeutschen Bundes, der bis 1870/71 bestand. Der Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes war Bismarck. Der Bund erstellte eine Verfassung, die am 17.3.1867 von der verbündeten Regierung angenommen wurde und am 1.7. 1867 in Kraft getreten ist.

Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71

Der Auslöser für den Deutsch-Französischen Krieg war die Kandidatur des Prinzen Leopold von Hohenzollern, der ein entfernter Verwandter des preußischen Königs Wilhelm I. war. Frankreich drohte Preußen mit einem Krieg, wenn Leopold seine Kandidatur nicht zurück nähme, da das spanisch-preußische Bündnis das europäische Kräftegleichgewicht stören würde. Auf Wilhelms Bitte verzichtete Leopold am 12.7.1870 auf die spanische Thronkandidatur. Der Herzog von Gramont forderte von Wilhelm I., um Preußen zu demütigen ein persönliches Entschuldigungsschreiben an Napoleon . und die Garantie dafür, dass die Hohenzollern auch in Zukunft auf den spanischen Thron Verzichten. Wilhelm lehnte diese Forderung jedoch ab und ließ Bismarck die französische Forderung und die preußische Ablehnung veröffentlichen, welches eine Kriegserklärung Frankreichs provoziert hatte.

Der Krieg wurde am 19.7.1870 von Frankreich an Preußen erklärt. Frankreich besaß nur etwa 200.000 Soldaten, die deutschen Staaten dagegen konnten 400.000 Männer mobilisieren. Das erste Gefecht gewannen am 2. August die Franzosen. In zwei weiteren Schlachten bei Weißenburg, Wörth und Spichern, gewannen jedoch die deutschen Truppen. Die Entscheidungsschlacht des Krieges war am 1.9.1870 bei Sedan. Dabei verlor Frankreich und Kaiser Napoleon . wurde mit 83.000 Mann gefangen genommen. Am 4. September 1870 wurde die französische Republik ausgerufen, aber noch im September kapitulierte auch Strassburg und die Franzosen verloren somit auch ihre letzte Hoffnung. Anschließend wurde auch Paris belagert und am 19. Januar sah sich die Stadt gezwungen eine Kapitulationsverhandlung aufzunehmen.

Am 18. Januar wurde der preußische König Wilhelm . im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles zum deutschen Kaiser gekrönt. Dadurch wurde der Höhepunkt der Bemühungen Bismarcks um die Einigung Deutschlands (Reichsgründung) erreicht. Am 10. Mai 1871 wurde in Frankfurt am Main der Krieg zwischen Frankreich und Deutschland formell beendet.
Am 16.4.1871 trat die Reichsverfassung in Kraft. Diese sagte aus, dass das Reich ein konstitutionell-monarchischer Bund aus 22 Einzelstaaten und drei freien Städten war.

Dank des Deutsch-Französischen Krieges wurde die Einigung Deutschlands unter der preußischen Führung vollendet.

Quellennachweise des Referats:
1.) „Reichsgründung“ Microsoft Encarta Enzyklopädie 2001. 1993-2000 Microsoft Corporation
2.) Gebhardt, Handbuch der Deutschen Geschichte 3, 9.Auflage, herausgegeben von Herbert Grundmann, Union Verlag Stuttgart, S.99 bis S.220

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4.3 / 5 Sternen (8 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2003
  • Note: 2
  • Aktualisiert: 21.08.16

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  • Klara schrieb am 02.03.2013:

    Also ich kann mit Gechichte so gar nix anfangen...(8.te Klasse) Aber diesen Text finde ich sehr verständlich und sehr gut erklärt und gegliedert.Die 2 habt ihr euch verdient!

  • Lina schrieb am 09.11.2011:

    Also ich finde das sehr gut!
    Es ist schön geschrieben und sehr verständlich und es hilft mir sehr für meine Arbeit, die ich morgen schreibe (8. Klasse).
    Was ich allerdings ein bisschen schade finde, ist, dass das mit den verschiedenen Revulotionen -> insbesondere französische- und industrielle Revolution nicht geschriebrn ist!
    Sonst aber SPITZENKLASSE ?

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