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Die Sieben Weltwunder der Antike Referat

Inhaltsverzeichnis

Das folgende Referat zu den Sieben Weltwundern der Antike umfasst neben einer Auflistung der Weltwunder auch detaillierte Angaben zu deren Hintergrund. Die Bilder und Münzen der Sieben Weltwunder der Antike können leicht über die Google-Bildersuche gefunden werden. Oft auch werden "die Sieben Weltwunder der Antike" als alte Weltwunder bezeichnet - die neuen sind ja vor einigen Jahren neu "gewählt" worden.

Liste der "Sieben Weltwunder der Antike":

- Die Pyramiden von Gise (wahlweise auch Gizeh oder Giseh, mehrere Schreibweisen hierzu sind zulässig)
- Die Hängenden Gärten von Babylon
- Der Artemistempel
- Das Kultbild des Zeus zu Olympia
- Das Mausoleum von Halikarnaß
- Der Koloß von Rodoß
- Der Pharos von Alexandria

Zwischenzeitliche Weltwunder:

- Stadtmauer von Babylon
- Die Memnonskolosse
- Das ägyptische Theben
- Der Palast des Kyros
- Der Hörneraltar von Delos
- Das römische Kapitol
- Das Koloseum
- Der kaiserliche Zeustempel zu Kyzikos
- Hagia Sophia in Konstantinopel
- Die Arche Noah
- Der Tempel Salomos

Endgültig wurden die Weltwunder erst in der Renaissance- und Barockzeit.

Warum "sieben" Weltwunder?

Aus der Antike kannte man:

- Die Sieben Weisen
- Die Selben gegen Theben

Aus der Bibel kannte man:

- Die sieben Schöpfungstage
- Die sieben fetten und die sieben mageren Jahre

Die Pyramiden von Gizeh

Herodot, den man auch als Vater der Geschichtsschreibung bezeichnet und dem wir die ersten Überlieferungen von den Pyramiden zu verdanken haben, machte um ca. 460 v. Chr. eine Reise nach Ägypten, Mesopotamien, Persien, Phönizien und Italien. Für Herodot waren die Pyramiden neben Babylon die bedeutendste Sehenswürdigkeit, denn ihn beeindrucken die Dimensionen und der Aufwand der betrieben wurde um diese Bauwerke entstehen zu lassen. Allein für die Cheopspyramide wurden zwischen 100000 und 360000 Arbeitskräfte benötigt, für die man allein 1600 Talente Silber (= 105000000 Schilling) nur für Verpflegung ausgab. Was Herodot noch beeindruckte war die Exaktheit mit der man arbeitete.
Die Amerikaner glaubten sogar, dass beim Erbauen der Pyramiden Außerirdische geholfen hätten.
Schatzsucher und Steinräuber zerstörten im laufe der Jahre mehr als sie erbeuten konnten und somit zerstörten sie etwas was nie wie rekonstruieren kann, nämlich Geschichte.
Auch Geheimnisse zum Beispiel durch Rechenbeispiele verbergen diese Pyramiden, so errechnete man das Jahr 4004 v. Chr. welches Erzbischof Ussher von Armogh 1650 zum Schöpfungsjahr der Welt erklärte. Auch Voraussagen wurden gemacht:

- Menschheitsschlacht von dem Weltende
- Ersten Weltkrieg

Bereits Napoleon erforschte mit dem französischen Heer um 1798 die Pyramiden. Der Brite William F. Petrie erforschte 1880- 1883 die Maße, Maßverhältnisse und astronomische Bezüge mit selbstgebauten Meßinstrumenten. 1925 wurden dann mit moderneren Meßgeräten die Pyramiden noch einmal vermessen und man konnte nur geringe Abweichungen zu den Messungen von Petrie feststellen. Im Jahr 1965 wurden zum ersten mal Computer herangezogen zur Vermessung von kosmischen Strahlen und noch nicht geöffneten Kammern.

Die Pyramiden von Gise ist das einzig vollständig erhaltene gebliebene Weltwunder!

Die hängenden Gärten von Babylon

Sie werden auch "Die hängenden Gärten der Semiramis" genannt. Semiramis war die Schwiegertochter des Assyerkönigs Salmanassar III. und sie stammte wahrscheinlich aus Medien oder Urartu dem heutigen Armenien. Verheiratet war sie mit einem assyrischen Prinzen und sie als eine Art Ausgleich zwischen zwei Nachbarn um den Frieden zu sichern.

Beschreibung des Garten:

"Von oben kommt Kanalwasser durch die Gärten herabgeflossen; die
Wege sind duftgeschängert; im Lustgarten die Wasserfälle wie
Himmelsgestirne. Granatapfelbäume, dicht behangen mit Trauben von
Früchten wie Wein, bereichern die Lüftchen, die in diesem
Vergnügungspark wehen."

Um 1700 v. Chr. machte Hammurabi, der Herr der vier Weltufer, Babylon zur glänzenden Hauptstadt (erfolgreiche Kriege, dipl. Schachzüge,...). Nach 42 jähriger Regierungszeit von Hammurabi zerfiel das Riesenreich das sich Hammurabi aufgebaut hatte und wurde danach mehrmals erobert, geplündert und zerstört. Unter Nebukadnzar begann der Wiederaufbau von der Stadt Babylon, was bei den Semiten soviel hieß wie "Gottespforte". Bald wurde Babylon zur Idealstadt mit Doppelmauern, gewaltigen Toranlagen,einem Kanal- und einem modernen Straßennetz, das Stadtbild wurde von riesigen Tempelkomplexen, einer Prozzesionsstraße und einem gewaltigem Königspalast geprägt.

Herodot rühmte Babylon als schönste Stadt der Welt.

Der Artemistempel in Ephesos

Am 21. Juli 356 v. Chr. brannte der alte Tempel nieder, der Brandstifter war ein Psychopath namens Herostratos und in der selben Nacht wurde Alexander von Makedonien, später "der Große" genannt, geboren. Darum wurde dieser Brand nicht als irgend ein Racheakt angesehen, sondern als Zeichen empfunden. Doch die Epheser begannen einen neuen Tempel zu bauen und als 331 v. Chr. Alexander der Große nach Ephesos kam, nachdem er den Persenkönig Dareios besiegte hatte, ließ er den neuen Tempel auf seine Kosten fertigstellen.

Der Tempel wurde dann der Königin Artemis geweiht die als die Beschützerin der Gebärenden, des jungen Lebens der Jagd, der Jungfrauen, der Tiere und der frischen Pflanzen galt. Artemis wurde auch mit Pfeil und Bogen dargestellt und Wasser, Quellen, Sümpfe und wäßrige Niederungen waren ihr heilig. Auch als Mitgründerin des Asylrechts wurde sie verehrt, den in einem Krieg wurde ein Seil zwischen einer Tempelsäule und Akropolis gespannt und damit eine Zone geschaffen die Artemis zur Asylzone erklärte. Später wurde diese Zone von Alexander dem Großen die Zone auf 1 Stadion (192 Meter) aus gedehnt. So wurde aus die Artemision zum sichern Platz und gleichzeitig zur Großbank (Kredite und "Beute"). Xenophon hinterlegte einmal seine Beute die gerade von einem Feldzug mitbrachte und nach einigen Jahren ließ er von diesem Geld ein kleines Heiligtum für Artemis Ephesia erbauen.

Das Kultbild des Zeus zu Olympia

Die Statue befand sich im Heratempel, welcher ca. 14,5 Meter hoch war und er war damit der höchste Tempel zu dieser Zeit auf der Peloponnes. Die Statue selbst war auf einem Thron welcher ca. 30 Fuß hoch war und darauf befand sich die Statue mit nochmals ca. 37,5 Fuß, damit hatte die ganze Statue in etwa eine Höhe von 12 Metern.
Um 168 v. Chr. kam der römische Feldherr Aemilius Paullus nach Olympia. Er war sehr beeindruckt von diesem Kultbild des Zeus und er soll große Opfer dargebracht haben und dabei gesagt haben: "Einzig Phidias habe Zeus so dargestellt wie er von Homor geschildert wurde". Phidias war der Bildhauer der Zeus nach angaben von Homer, der zur Zeit Zeus lebte, erschaffen.

Das Mausoleum von Halikarnaß

Es ist die Grabstätte von König Mausolos und seiner Gattin Artemisia. Das prächtige Mausoleum wurde mit prachtvollen Marmor und mit Bilder, welche Menschen und Pferde zeigten, ausgestattet auf den Wunsch des Königs Mausolos.

Der Architekt Vitruv schildert das Mausoleum so:

Durch die Mitte der Höhe des Halbrundes...
wurde eine sehr breite Straße geführt,
in deren Mitte das Mausoleum mit so
hervorragenden Kunstwerken geschaffen ist
dass es unter die sieben Weltwunder gezählt wird.

Der wirkliche Bauplan von Plinius sah aber so aus:

Zuerst ein rechteckiger Unterbau mit Säulenkranz und vielen Figuren,
darauf ein gestuftes Pyramidendach und als Abschluß der Wagen des
Mausolos.

Der Koloß von Rhodos

Der Koloß stellt Helios der als Sonnengott und als Inselgott von Rhodos verehrt wird dar. Die Statue war in etwa 70 Ellen hoch (= 30 Meter) und aus Erz gegossen und wurde von Lindos dem Enkel von Helios zur ehre des Sonnengottes hergestellt. Im Jahr 226 v. Chr. wurde Rhodos von einem Erdbeben erschüttert und dabei fiel die Riesenstatue um und zertrümmerte einige umliegende Häuser. Als sich der König bereiterklärte die Statue wieder zu errichten sagten die Bürger: "Was gut liegt, soll man nicht bewegen. Sein Kopf wird seit dem 4. Jahrhundert auf rhodischen Münzen geprägt. Sein Kopf wurde auch noch einmal aus Marmor hergestellt mit den für ihn typischen Gesichtszügen die auch hellenische Gesichtszüge genannt werden. Dieser Marmor Kopf ist Museum auf der Insel Rhodos in der gleichnamigen Hauptstadt, die aus den drei größten Dorfern, die von seine Enkel Lindos, Kamiros und Iolysos gut regiert wurden, gegründet.

Finanziert wurde das Weihgeschenk aus Kriegsbeuten.

Der Pharos von Alexandria

Er war ein Leuchtturm und diente nicht nur den Schiffen die vor Alexandria vor Anker gingen sondern auch zur Hafenüberwachung. Baubeginn für den Pharos war wahrscheinlich um 297 v. Chr. und Fertiggestellt wurde er um ca. 282 v. Chr.. Geplant und erbaut wurde er von Sostratos der als Freund der Könige galt. Sostratos war im 3. Jahrhundert v. Chr. von König Ptolemaius II. sannt worden um den Pharos zu planen und zu erbauen und galt auch als Stifter des Pharos. Auch sein Heimatort Knidos hatte ihm eine berühmte Wandelhalle zu verdanken. Sostratos war eigentlich von Beruf Kaufmann und machte Geschäfte in großem Stil und hatte daher die nötigen Mittel um den Pharos erbauen zu lassen. Auf der Stiftungsinschrift stand zwar der Name des Königs doch diese war nur in den Putz geschrieben und wenn einmal der Putz abfallen würde hatte Sostratos sich eine Kupferplatte mit seinem Namen anfertigen lassen, sodass einmal sein Name an der Stelle stehen würde wo früher der Name des gestanden hatte.

Der Pharos hatte seinen Standpunkt auf einem Kalkfelsen vor der Ostspitz der Insel.

Aufbau:

Quadratische Basis mit einer Seitenlänge von 30,6 Meter, an den Ecken standen Tritonenfiguren die einen Klang von sich gaben wenn ein Schiff den Hafen erreichten und zu jeder vollen Stunde, die Zeit wurde ebenfalls anhand dieser Figuren gemessen. Als nächste war auf der Basis eine runde Außenmauer mit 58 Meter Höhe auf
gesetzt und als nächste Stufe folgte ein Oklogon mit 28 Metern Höhe. Darauf befand sich ein Rundbau mit der Laterne mit ca. 7,5 Metern Höhe. Den Abschluß bildete ein Kegeldach mit einer Statue.

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4.1 / 5 Sternen (10 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2001
  • Note: 2
  • Aktualisiert: 27.07.16

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  • Hanswurst schrieb am 05.02.2015:

    Gise... das heißt Gizeh, gut recherchiert...

    ANTWORT SCHULZEUX:
    Vielen Dank für Deinen Beitrag zum Weltwunder Referat. Allerdings ist der Vorwurf der schlechten Recherche nur postwendend zurückzugeben, da schon Wikipedia schreibt:
    "Gizeh (deutsch Giseh oder Gise, auch Giza, arabisch ???????? al-Dsch?za, DMG al-??za, ägyptisches Arabisch il-G?za)". Es sind also mehrere Schreibweisen zulässig.

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