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Empedokles Referat

Inhaltsverzeichnis

Liebe Schüler, folgend findet ihr ein Empedokles Referat vor. Es wird sein Leben als kurze Biographie vorgestellt und ebenso seine Naturphilosophie dargestellt. Los gehts mit dem Vortrag:

Empedokles von Agrigent - Biographie und Lebenslauf

Empedokles, Begründer der mechanischen Weltauffassung, wurde 483 in Akragas (Sizilien) geboren und starb ca. 423, angeblich durch einen Sprung in den Krater des Ätna, mit dem er die Einheit mit den Elementen erreichen wollte. Er stammt aus einer vornehmen Familie, war Schüler des Parmenides und Bewunderer der Phytagoräer. Er war ein glänzender Redner und daher führender Politiker, der sich für die Demokratie einsetzte. Zwei bedeutende Werke in Hexametern gehen auf ihn zurück, "Das Sühnelied" und "Über die Natur".

I. Die (Natur-)Philosophie des Empedokles:

Die Philosophie des Empedokles verbindet Lehren der Eleaten und Heraklits mit eigenen, besonders naturphilosophischen Gedanken:

Empedokles übernahm von den Eleaten die These, dass es etwas auf der Welt geben muß, was ewig und unvergänglich ist, dass vorher nicht Gewesenes unmöglich werden und Seiendes unmöglich vergehen kann.

Das sog. Sein, die Materie, hat bleibenden Bestand. Empedokles hielt also anders als Heraklit an der qualitativen Unveränderlichkeit des Seins fest. Es gibt nicht nur ein Sein, sondern mehrere voneinander getrennte Seins-Einheiten, die aus kleinen gleichartigen Teilchen bestehen. Die Materie wechselt zwar ihre Form, ist aber hinsichtlich ihrer Qualität unveränderlich (Gesetz von der Erhaltung des Stoffes). Das Werden entsteht, indem als Kraft die Bewegung auf das Sein wirkt.

Die vier (4) Grundstoffe:

Parmenides und Heraklit gingen jeweils von der Existenz eines Grundstoffes aus, wobei Parmenides auf die Vernunft vertrauend sagte, dass sich nichts verändern kann, Heraklit dagegen in Vertrauen auf die Sinneswahrnehmungen, dass sich alles verändert. Diesen krassen Gegensatz der Philosophie bzw. zwischen Vernunft und Sinnen löste Empedokles, indem er die Existenz mehrerer Grundstoffe voraussetzte. Diese sind zwar unveränderlich (Parmenides), ändern aber andauernd ihre Anordnung (Heraklit).

Empedokles sprach von vier Grundstoffen, die jeder für sich schon einmal von anderen Philosophen genannt worden sind:

Wasser (Thales von Milet), feucht und kalt
Feuer (Heraklit), trocken und warm
Luft (Anaximenes), feucht und warm
Erde (Xenophanes), trocken und kalt

Die Welt kann nicht aus einem Grundstoff bestehen, da kein Grundstoff allein z.B. einen "Rosenbusch" bilden kann, sei vielmehr aus Mischung und Kombination der vier Elemente aufgebaut, die ineinander übergehen. So wird z.B. Wasser zu Luft indem das Feuchte bleibt und das Kalte sich ins Warme wandelt.

Was wir Entstehen nennen ist Verbindung, was wir Vergehen nennen ist Trennung von Stoffen. Die große Vielfältigkeit der Welt kommt durch eben diese Trennung und Verbindung zustande. Es ändert sich also nichts, es ordnet sich nur immer wieder neu an. Die verschiedenen zufällig kombinierten Stoffe besitzen unterschiedliche Affinitäten zueinander wobei sich vor allem Gleiches gern zu Gleichem gesellt (z.B. Wasser zu Wein, aber nicht zu Öl). Dieses Zusammenwirken von Gleichem mit Gleichem spielt vor allem auch bei der Sinneswahrnehmung eine große Rolle. Z.B. unser Auge, das wie alles andere auch aus den vier Grundstoffen besteht, nimmt die Umwelt war, indem die aus Feuer bestehenden Teile das Feuer, die aus Luft bestehenden Teile die Luft usw. erkennen.

Die Bewegung wird durch den Prozeß der Trennung und Verbindung, dieser wiederum durch zwei Kräfte ausgelöst, nämlich Liebe ( jilia ) und Haß ( neixoV ). Die Liebe entspricht dabei der Vereinigung der Elemente, der Haß der Trennung, beide stehen in ständigem Wechsel zueinander.

Empedokles unterscheidet also zwischen der Materie und den sie bewegenden Kräften.

Die Qualität der Epochen der Erdgeschichte und der Entwicklungsperioden des Kosmos richtet sich nach dem jeweilig bestehenden Verhältnis zwischen Haß und Liebe. Dieses Verhältnis kann dabei in zwei Extremformen existieren:

Form ( sjairoV - Kugelförmiger Anfangszustand der Welt): Die Elemente sind in der Mitte der Welt harmonisch und völlig gemischt, da die Liebe die absolute Übermacht hat.
Form (Endzustand, später als akosmia bezeichnet): Die Alleinherrschaft des Hasses hat eine komplette Trennung der Elemente bewirkt.

II. Die Biologie des Empedokles "über die Natur":

Die Welt ist entstanden, indem sich zuerst durch die Kraft der Sonne Zufallsformen gebildet haben

Menschen und Tiere waren erst unförmige Klumpen, die allmählich in ihrem Lebenskampf die für das Überleben notwendigen Glieder entwickelt haben.

Die zweckmäßigen Organismen haben sich durchgesetzt, andere starben aus (Parallele zur heutigen Evolutionslehre).

III. Die Physiologie des Empedokles:

Von den wahrgenommenen Objekten lösen sich Substanzabsonderungen ab, die dann in die Poren des jeweiligen Sinnesorgans eindringen, falls sie hineinpassen (Farben z.B. sind erkennbar, da sie in die Poren des Auges passen)

In gleicher Weise gelangen bei den Geruchs- und Geschmacksempfindungen kleinste Teilchen des Gegenstandes, den wir riechen oder schmecken, in Mund oder Nase

Grundsatz: Alles Gegenständliche wird durch Gleichartiges in unseren Sinnesorganen aufgenommen (s.o.).

Das Denkvermögen steckt im Blut, dort sind die Elemente am stärksten gemischt. Wo sich das meiste Blut aufhält, findet das Denken statt. Je feiner und dichter die Elemente im Körper verteilt sind, desto intelligenter ist ein Mensch.

Was geschieht nach dem Tod?

Es gibt ein Leben nach dem Tod, wobei die, die gemordet oder Meineid geleistet haben, dazu gezwungen werden, in rastloser Furcht den Weg durch verschiedene Pflanzen-, Tier- oder Menschenkörper anzutreten. Die besten Seelen jedoch wandern in die Körper von Wahrsagern, Dichtern und Fürsten.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2007
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 17.07.16

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