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Attische Demokratie Referat

Inhaltsverzeichnis

Folgend ein Referat zur Attischen Demokratie und ihrer Geschichte, respektive die Ideen zur Demokratie von Solon über Kleisthenes bis Perikles mit Zeittafel und ÜBersicht als Zeitstrahl sozusagen. Los gehts mit dem Referat zur Attischen Demokratie, das wirklich mühevoll und gut durchdacht ausgearbeitet wurde:

(wer übrigens noch weitere Informationen zur attischen Demokratie haben möchte und sich vor allem für den Peleponnesischen Krieg interessiert, weil etwa als Referat benötigt, der klickt einfahc die Verlinkung an).

1. Solon

1.1 Historischer Hintergrund:

  • weitere allgemeine Ereignisse dieser Zeit schildern, darstellen was für ein Zeitgeist herrschte,etc. vomallgemeinen ins spezielle gehen und dann das eigentliche referat einleiten zur demokratie solons etc. weiter geht es:
  • - Überbevölkerung, versiegende Kolonisation = wachsende innere Unruhen im 6. Jhd. v. Chr. (bürgerkriegsähnliche Zustände)
  • - wirtschaftliche und soziale Konflikte zwischen Adel und Bauern
  • - Solon wurde 594 v. Chr. zum Regierungsbeamten gewählt
  • - sollte Konflikte schlichten, führte deshalb Reformen durch:
  • (hier vielleicht noch einmal eigenhändig untergliedern?!)

1.2 Auf wirtschaftlicher Ebene:

  • wichtige ökonomischen Etappen hin zur Attischen Demokratie (in jedem Referat erwähnenswert!)
  • ordnete Aufhebung aller bestehender Hypotheken- und Geldschulden an 
  • verbot die Schuldknechtschaft (Zahlungsunfähige konnten nun von ihren Gläubigern nicht mehr an Grund und Boden gebunden oder als Sklaver verkauft werden)
  • alle bereits verkauften Sklaven und Schuldknechte erhielten ihre Bürgerrechte zurück
  • keine Bodenreform; Solon legte nur Höchstgrenze für Grundbesitz fest; machte freie Bauern zu Lohnarbeitern (Theten)
  • Reform des Münz-, Maß- und Gewichtssystems (Übergang v. Natural- zu Geldwirtschaft); trug 1. zur Verringerung der Schuldenlast bei und machte 2. Die athenische Wirtschaft konkurrenzfähiger = Wirtschaftsaufschwung

1.3 Auf politischer Ebene:

  • gestand allen männlichen, volljährigen Vollbürgern Athens gleiche politische Rechte zu; hatten gleiches Stimmrecht; durften an Volksversammlung teilnehmen; hatten Wahlrecht für Gerichte, Beamte und den Rat der 400
  • Kernstück v. Solons Verfassung war Neueinteilung der Bürgerschaft in 4 Vermögensklassen; Zuordnung politischer Rechte zu einzelnen Klassen:

    • 1. Klasse: 500-Scheffler – bestand aus Adligen (nur sie konnten zu Regierungsbeamten gewählt werden) = Vormachtstellung blieb erhalten (gleichzeitig aber durch Kontrolle der Gerichte u. freie Wahlmöglichkeit der Volksversammlung eingeschränkt)
    • 2. Und 3. Klasse: 300 u. 200-Scheffler – niedere Beamte (per Los bestimmt)
    • 4. Klasse: grundbesitzlosen Freien (Theten) – waren nur zum Volksgericht und zur Volksversammlung zugelassen; hatten jedoch Wahl- u. Stimmrecht = bedeutender Schritt in Richtung Demokratie
  • richtete Gegengewicht zum Areopag ein = Rat der 400 (übernahm schließlich pol. Funktionen des Areopags)
  • Staatsform der Timokratie (Herrschaft der Vermögenden); Solon bezeichnete sie als „Eunomia“ (gute gesetzliche Ordnung; Idealvorstellung), aber das sind wichtige Säulen hin zur attischen Demokratie !
  • Solon forderte v. Bürgern, dem Allgemeinwohl zu dienen = keine Einsicht:
    Adel unzufrieden: verliert an Macht; Bürger unzufrieden: wirtschaftl. nicht abgesichert = Staatsform scheiterte = Mitte 6. Jhd. v. Chr. wieder Konflikt zwischen Adel und Kleinbauern
    - obwohl Regierungsform scheiterte: Solon galt als Begründer d. athenischen Demokratie (zentraler Gedanke seiner Reform: Volk mehr Mitspracherecht und mehr Meinungsfreiheit)

2. Kleisthenes

2.1 Historischer Hintergrund:

  • - in archaischer Zeit gehörte jeder Grieche einem Stamm (Phyle) an
  • - Phylen wurden von Adel geführt; nur durch Interessen d. Adels organisiert
  • - Solon hatte diese Struktur nicht verändert
  • - Kleisthenes durch Unterstützung d. Volkes = erhält besondere Vollmachten = führt Verfassungsreform durch
  • Im Mittelpunkt: Entmachtung des Adels
  • setzt alte Phylenordnung außer Kraft
  • ordnet Zusammengehörigkeit in Athen neu (teilte Staatsgebiet in 10 territoriale Phylen ein, setzten sich aus je 3 Bezirken zusammen: 1 im Küstengebiet, 1 im Binnenland, 1 in Stadt; alle Phylen gleichberechtigt
  • Rat der 400 erhöht auf 500 (jede Phyle schickt 50 Vertreter)
  • führt Scherbengericht ein (allzu mächtige Personen, die Gefahr für Staat darstellen konnten, wurden bei Mehrheit für 10 Jahre aus Athen verbannt; jedoch auch Missbrauch)
  • alle Einrichtungen Solons (auch Zensusklassen) blieben erhalten; Volksversammlung behielt Rechte zur Gesetzesverabschiedung, Beamtenwahl u. Vertragsschlüsse = hatte somit Schwergewicht d. politischen Entscheidungen)
  • führte Wahlrecht ein = Einfluss der Bürger gestärkt (konnte wählen: Regierungs- u. einen Oberbeamten, sowie 1 Stratege je Phyle/ konnten losen: 50 Vertreter pro Phyle für Rat der 500 u. 600 Richter = 6000 Richter)
  • Sklaven, Halbfreie und Fremde waren noch politisch rechtlos

3. Perikles

3.1 Historischer Hintergrund de Perikles und der Attischen Demokratie:

  • - Perser hatten weite Teile in Kleinasien erobert, auch Griechenverbände = jedoch Vernachlässigung und Einmischung in Handel u. Wirtschaft
  • - Aufstand der Griechen 500 v. Chr. in Stadt Milet, jedoch schwach, nur Unterstützung v. Athen u.Eretria, lediglich Besetzung v. Zypern = wird bald darauf von Persern zurück erobert
  • - 492 v. Chr. = Perserkönig erklärt Athen wegen Eingreifen in Aufstand den Krieg
  • - Ephialtes gründete mit anderen Griechenstädten in Kleinasien d. Attischen Seebund
  • - Ephialtes hatte Areopag fast vollständig entmachtet = nach Tod Perikles übernahm pol. Führung in Athen

3.2 Innenpolitik

  • - geprägt von Weiterentwicklung d. demokratischen Strukturen d. Polis
  • - setzte durch, dass allen Bürgern alle Ämter offen standen
  • - keine andere Autorität als Volksversammlung
  • - alle Beamten waren gegenüber Volk rechenschaftspflichtig
  • - 450 v. Chr. neues Bürgerrechtsgesetz (Bürgerrecht nur für Vollbürger)
  • - führte Tagegelder für Geschworene, Ratsherren u. Teilnehmer v. Festspielen ein (negativ: Volk bewirbt sich um gewinnbringende Ämter, nicht um verantwortungsvolle)
  • - versuchte Vollbeschäftigung für Volk in Athen zu erreichen (zur materiellen Absicherung u. Anbindung d. Volkes) = stellte Flotte auf, befehligte große Bauprogramme
  • è alles aus Kasse d. Attischen Seebundes finanziert (nach Athen überführt)
  • - Grundsätze seiner Demokratie: keine Ämter-Häufung, niemals dasselbe Amt zweimal (außer Strategen), ständige Kontrolle der Beamten, Amtsdauer immer nur 1 Jahr
  • - Perikles selbst Stratege, ließ sich jedes Jahr wieder wählen, große Unabhängigkeit, festigte seine Macht
  • - Starke Kritik an Finanzpolitik; Perikles ließ Kritiker verbannen
  • - Geschichtsschreiber Thukydides: Herrschaft dem Namen nach eine Demokratie, in Wahrheit Alleinherrschaft Perikles‘
  • - Opposition gegen Perikles erstarkt = führt Prozesse gegen Personen in seinem Umfeld

3.3 Außenpolitik:

  • - zunächst geprägt v. Endphase d. Perserkriege (geführt v. Athen + Attischem Bund gegen Sparta + Peloponnesischem Bund)
  • - Sparta verabschiedet sich aus Krieg = Perikles schließt 448 v. Chr. Kalliasfrieden mit Persien
  • - P. hält Rüstungsstand hoch u. beginnt Krieg mit Sparta wegen dessen Vormachtstellung in Griechenland
  • - 445 v. Chr. schloss 30-jährigen Frieden mit Sparta = stellte Gleichgewicht zw. Mächten her
  • - P. konzentriert sich nun auf Festigung Attikas
  • - 433 v. Chr. P. schließt Bündnis mit neutralem Korfu = Bedrohung für Seewege Korinths (Korinth Mitglied d. Peloponnesischen Bundes) = wendet sich an Sparta u. setzt Kriegsbeschluss gegen Athen durch
  • - 431 v. Chr. = Beginn d. Peloponnesischen Krieges
  • - Perikles starb 429 v. Chr.
  • - 421 v. Chr. Nikiasfriede, wird nicht eingehalten
  • - nach Perikles‘ Tod übernahmen Volksführer (Demagogen) Macht in Athen = Einleitung des Niedergangs Griechenlands
  • - Athen ergibt sich 404 v. Chr.; Abschaffung d. Demokratie
  • - Sparta errichtet oligarchische Herrschaft der „Dreißig“
  • - 403 v. Chr. = Athener richten sich gegen Sparta, stürzen Regierung u. richten Demokratie wieder ein

= heißt „daraus folgt“

Update: Die Quellen zu diesem zeitstrahl-förmigen Beitrag "Demokratie von Solon über Kleisthenes bis Perikles" bzw dem Referat zur Attischen Demokratie setzen sich vielschichtig zusammen; einfach mit diesem vorhandenem Material arbeiten und abgleichen (Wiki und so weiter ruhig verwenden).

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4.8 / 5 Sternen (4 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2013
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 05.08.16

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  • h schrieb am 03.10.2013:

    Ist Themistokles kein Teil der Demokratieentwicklung in Athen?

  • T. schrieb am 26.11.2011:

    Danke, du hast mich im Klausurenstress gerettet! =)

  • wiessner schrieb am 22.08.2011:

    die seite is voll cok güzel alla

  • R. schrieb am 23.05.2011:

    Ein Verbesserungsvorschlag: Schreibt doch bitte noch dazu, wie oft (Abstand der Jahre) gewählt wurde. Könnte mir, aber auch anderen Personen hilfreich sein. Danke!

  • Luke schrieb am 12.05.2011:

    Gibt es auch Quellen? Das Referat hat mir sehr geholfen, aber Quellen sind in Geschichte einfach unerlässlich!

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