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Geschichte der DDR - Zusammenfassung

Inhaltsverzeichnis

Lieber Nutzer, folgend eine wahrlich umfangreiche Zusammenfassung der DDR Geschichte. Doch bitte beachtet unbedingt, dass der Text nicht wissenschaftlich wertneutral gehalten ist, sondern wie fast alle SChriften über die "DDR" deutliche Züge der prokapitalistischen, seichter: der bürgerlichen, Schulbuchgeschichtsschreibung enthält. Der Autor hat es selbst nie anders gelernt, denn wer  schreibt Geschichte? Genau: der Sieger. Das darf man nie vergessen und sollte in jedem "DDR-Referat" ruhig Erwähnung finden. In 100 Jahren wird die DDR-Autokratie nicht weniger Missfallen auslösen, wohl maber facettenreicher betrachtet werden.

1961 - 1970 Stabilisierung des SED- Regimes

Durch den Bau der Mauer und der Schließung der Grenze 1961 konnte die Bevölkerung nicht mehr vor der SED- Herrschaft fliehen. Sie mussten sich fügen und wenn sie fliehen wollten liefen sie Gefahr, an der Grenze erschossen zu erden. Die KPdSU führte mit Billigung der SED eine weitere Phase der Entstalinisierung durch, während die SED mit ideologischen Kampagnen versuchte, die Bevölkerung von der Richtigkeit ihrer ideologischen Thesen zu überzeugen. Das "Nationale Dokument" beinhaltete den Vorschlag zur deutschen Einheit auf sozialistischer Grundlage. Doch die Situation ließ keine Verwirklichung zu.
Am 6. Parteitag der SED im Januar 1963 formulierte die SED erstmals ein Programm, in dem die Entscheidung über eine klassenlose Gesellschaft und die Erziehung eines neuen Menschen (nach Marx / Lenin), sowie die Beseitigung des Kapitalismus und der Errichtung des Sozialismus enthalten waren.
Neben diesen Zielen wollte die SED eine Steigerung an Arbeitsproduktivität erzielen. Um die Wirtschaft zu beleben wurden jüngere Wirtschaftsfunktionäre in Politbüros gewählt, doch das ganze System war schuld an mangelnder Funktionstüchtigkeit der sozialistischen Wirtschaft.
Die SED weitete ihren Machtanspruch aus und Blockparteien mussten das Regime unterstützen. Die SED leitete das gesamte gesellschaftliche Leben der Republik. Partei und Staat schmolzen immer mehr zusammen.

Wirtschaftsreform NÖSPL (Neue Ökonomisches System der Planung und Leitung)

Im Juni 1963 begann die erste Reform (NÖSPL = Neue Ökonomisches System der Planung und Leitung). Im Zentrum stand die Schaffung eines "Systems der ökonomischen Hebel". Alles (z.B. Preise, Gewinne, Kredite oder Löhne) sollte aufeinander abgestimmt werden. Perspektivpläne sollten für 5 bis 7 Jahre im Voraus ausgearbeitet werden und die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) sollte die Vorgaben der Pläne in den eigenen Wirtschaftsbereichen umsetzen. Daraus folgte eine leichte Verbesserung des Lebensstandards, doch die Furcht der SED vor in Fragestellung ihrer ideologischen Vorherrschaft durch Technokraten führte bald zur Beendigung des Reformansatzes.
Ende 1965 erfolgte die zweite Form der Reform. Wesentliche Elemente der Dezentralisierung und Eigenverantwortlichkeit wurden zugunsten der zentralistischen Leitung durch die kommunistische Partei aufgegeben

Wehrpflicht, Militär und Volkskammerwahlen

Im Januar 1962 wurde die Wehrpflicht eingeführt. Die SED behielt die Führung und verstärkte die ideologische Erziehung der Soldaten und Offizieren.
Nach Absprache mit der Kirchenleitung wurde auch "Wehrersatzdienst" eingeführt, der durch "Baueinheiten" abgeleistet werden musste. Diese Leute mussten mit Schikanen und beruflichen Nachteilen rechnen.
Die auf Oktober 1963 verschobenen Volkskammerwahlen ergaben Ergebnisse der Nationalen Front von 99,95 % der öffentlichen Wahlen. Die SED und die Massenorganisationen erhielten mehr Sitze  weniger Sitze für die Blockparteien. Der Staatsrat bestand weiterhin aus Ulbricht und neuer Volksbildungsminister wurde Margot Honecker.
In den 60er Jahren erfolgte ein Ausbau der inneren Struktur der DDR. Die Bevölkerung konnte nicht fliehen, deshalb arrangierten sie sich mit der SED.
Ulbricht wollte Vaterfigur darstellen und versuchte mit der Lösung "Die Republik braucht alle; Alle brauchen die Republik" eine Verbesserung des Verhältnisses zur Bevölkerung zu erreichen.
Eine 1964 erlassene Amnestie enthielt z.B. das Familiengesetzbuch, dass die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau klar definierte. Hintergrund dieser Gleichberechtigung war: Gleiches Recht zur Arbeit. Es gab keine Emanzipation.

Jugend, Kultur, Bildung und Sport

Auch ein Jugendgesetz wurde erlassen zusätzlich zum neuen Kommunalwahlrecht. Die Bevölkerung bekam das Gefühl der Mitverantwortung ohne, dass jemals das Machtmonopol der SED in Gefahr war.
Kulturpolitik: Die von der SED geförderten Schriftsteller durften ihre Werke veröffentlichen. Gegnern des SED- Regimes wurde es verboten und mache bekamen sogar Berufsverbot.
Das Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem verpflichtete die Schulen zur kommunistischen Erziehung der Schüler. Es wurde verstärkt Marxismus und Leninismus in Staatsbürgerkunde unterrichtet.
Ulbricht hielt viel von Sport und deshalb wurde speziell der Nachwuchs im Breitensport gefördert. Die DDR wollte ihr internationales Image durch gute Leistungssportler verbessern. Bei den olympischen Spielen 1965 in Mexiko stellte die DDR ihre eigene Mannschaft und belegte den dritten Platz in der Gesamtwertung.
Während die DDR in der ersten Hälfte der 60er Jahren außenpolitisch isoliert war, wurden 1964 erste außenpolitische Beziehungen zwischen der DDR und der UdSSR geknüpft. Der erste Erfolg stellte sich mit dem Besuch Ulbrichts im pro- sowjetisch orientierten Ägypten ein. Diese erweiterten sich von nun an.

Deutsch-deutsche Beziehungen

Erste politische Kontakte zwischen beiden deutschen Staaten erfolgten 1963. Es wurde ein "Passierscheinabkommen" getroffen, so dass West- Berliner ihre Verwandtschaft an Weihnachten besuchen konnten. 1964 durften Rentner nach Westen reisen.
Der Vorschlag der SED Zeitungen aus dem Westen im Osten zu verkaufen (z.B. Die Zeit; oder Die Süddeutsche Zeitung) dafür aber im Gegenzug im Westen verbotene kommunistische Blätter zu vertreiben, scheiterte am Einspruch der Bundesregierung.
Auch ein Redneraustausch zwischen SPD und SED 1966 kam nicht zustande, da die SED sich vor offenen Diskussionen mit westlichen Demokraten fürchtete.
Nach der Bildung der großen Koalition aus CDU/CSU und SPD ende1966, zog sich die SED zunächst zurück und scheute vor der flexibleren Deutschlandpolitik des Westens.

Neue Ökonomische System (NÖS)

1967 beschloss die SED, dass das Neue Ökonomische System (NÖS) weiterentwickelt werden solle und da die Bevölkerung nach wie vor unzufrieden war, führte die Justizministerin Hilde Benjamin das Strafgesetzbuch ein. Das politische Strafrecht wurde erheblich verschärft und bei Widerständen gegen das Regime konnte jetzt sogar die Todesstrafe auferlegt werden.

1968 wurde durch öffentlich 94,5 % per Volksentscheid die neue Verfassung der DDR angenommen. Doch dieses Wahlergebnis hatte nichts mit der tatsächlichen Meinung der Bevölkerung zu tun.
In der Verfassung ließ die SED ihren Führungsanspruch festschreiben. Auch die Blockpolitik und die zentrale Planwirtschaft wurden festgeschrieben. Meinungs-, Versammlungs- und Organisationsfreiheit wurde nur denen zugestanden, die das SED- Regime anerkannten. Die neue Verfassung war nun Ausdruck des totalitären Systems.
Es kam immer wieder zum Aufbegehren der Menschen im Ostblock gegen die kommunistische Diktatur. Reformpolitiker stellten sich an die Spitze von Demokratisierungs-Bewegungen und kämpften im " Prager Frühling" für Freiheit und Demokratie. Die SED bezeichnete dies als " Konterrevolution " und ging hart gegen die Anhänger vor.
1968 überfielen sowjetische Einheiten des Warschauer Vertrages die Tschechoslowakei und beendeten gewaltsam den Reformprozess.
Trotz aller Probleme hatte sich die Wirtschaft der DDR gut entwickelt. Die Produktion von Rohrstahl, die Erzeugung von Elektroenergie und die Konsumgüterproduktion stiegen an. Hinderlicher wurde allerdings die enge Zusammenarbeit mit der UdSSR. Ulbricht war der Meinung, dass sich die DDR und die UdSSR auf dem gleichen Entwicklungsstand befand. Damit hatte die UdSSR ihre Führungsrolle kurzfristig verloren und Ulbricht, der das System in der DDR als "hochindustrialisierte Gesellschaft" bezeichnete, setzte das "Modell DDR" den anderen Ostblockstaaten als Vorbild.
Die sowjetische Regierung beobachtete Ulbrichts Deutschlandpolitik mit wachsendem Argwohn. In Bonn regierte die sozial- liberale Koalition SPD und FDP unter Bundeskanzler Willy Brand, der eine Entspannung der innerdeutschen Beziehungen wünschte. Ulbricht war völlig dagegen und forderte völlige völkerrechtliche Anerkennung.
Es erfolgten die sogenannten Ostverträge zwischen der BRD, der UdSSR und Polen. Wieder sperrte sich Ulbricht. Seine ideologischen Ansprüche und die sich darin ausdrückende Selbstüberschätzung veranlasste die UdSSR Ulbricht abzusetzen.

1971 bis 1989 Die Ära Honecker

Nachfolger Ulbrichts war 1971 Erich Honecker. Ulbrichts ideologische Abweichungen wurden widerlegt und der UdSSR wurde die Führerrolle wieder zugestanden.
Auf dem 8. Parteitag der SED, der unter dem Motto der "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik" stand, wurde beschlossen, den Bürgern soziale Verbesserungen in Aussicht zu stellen. Honecker erhöhte Löhne bzw. Rente und trieb verstärkt den Wohnungsbau voran.
Hatte Ulbricht den Ausbau der Industrie betont, so betonte Honecker die Verbesserung der sozialen Verhältnisse in der Bevölkerung.

Verfassungsänderung

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1974 wurde die Verfassung in wesentlichen Punkten geändert. Eine Wiedervereinigung Deutschlands war nun schier unmöglich. Nach Artikel 6 war die DDR nun für immer mit der UdSSR verbunden. Bürger sollten stärker in das System eingebunden werden, doch die Bevölkerung, die weiterhin gegen das SED- Regime war, ließ sich kaum täuschen. Auch die Enteignungspolitik setzte Honecker fort.
Alle Bau- und Industriebetriebe wurden verstaatlicht. Nur im Handel und Handwerk gab es noch private Unternehmer. In der Landwirtschaft wurden immer fünf bis sechs landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften zu großen Kooperativen zusammen geschlossen. Die Industrieproduktion stieg an und auch das Durchschnittseinkommen erhöhte sich. Der Lebensstandard stieg langsam an.
Obwohl sich die DDR Wirtschaft günstig entwickelte, konnte sie mit der BRD nicht mithalten und so nahm die wirtschaftliche Abhängigkeit der DDR von der UdSSR weiter zu.
Alle Ostblockstaaten wurden aufgefordert, mehr gegenseitig zu exportieren und so musste die DDR ihren Westhandel einschränken. Dadurch gingen wichtige Einnahmen verloren.
Nach dem Führungswechsel im Osten kamen die Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten in Bewegung:
- Dez.1971 Transitabkommen über Berlin
- Mai 1972 Verkehrsvertrag
- Dez.1972 Vertrag über Grundlagen der Beziehung Voraussetzung für:
- Sep. 1973 Aufnahme beider Staaten in die UNO

Es erfolgte eine Herstellung diplomatischer Beziehungen der DDR mit fast allen Staaten der Welt. 1978 war die DDR von 123 Regierungen völkerrechtlich anerkannt.
Auch die DDR beteiligte sich an der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) und unterzeichnete 1975 die "Schlussakte von Helsinki". Es waren Menschenrechte und Grundfreiheiten in ihr enthalten.
In der DDR forderten die Menschen Freizügigkeit und stellten mehr Ausreiseanträge, da die Diskussion über Menschenrechtsverletzung durch das SED- Regime aufkam.

9. Parteitag der SED

Der 9. Parteitag der SED 1976 beschloss ein neues Parteiprogramm, welches die führende Rolle der SED in allen Bereichen der Gesellschaft unterstrich. Ebenfalls wurde die Anerkennung der UdSSR unterstrichen, die Verbesserung der Lebenslage der Bevölkerung und der Effektivität der Wirtschaft als Ziel gesetzt.
Honecker nannte sich "Generalsekretär". Die Bevölkerung war unzufrieden, dennoch brachten die Wahlen zur Volkskammer 1976 das für eine Diktatur übliche Ergebnis von 99,86 %.
Honecker wurde Vorsitzender des Staatsrates und des nationalen Verteidigungsrates. Damit hielt er alle Fäden der Macht in seiner Hand.
Dem Parteitag folgte eine Phase des wirtschaftlichen Niedergangs und der Stagnation.
Es kam zu Versorgungsengpässen und die Bevölkerung drückte ihre Unzufriedenheit in Passivität und Rückzug in die privaten Bereiche aus.

Widerstand und Opposition

Die ganze Zeit über gab es passiven Widerstand der Bevölkerung gegen das Regime.
Aktive Opposition gegen das Regime zu üben, sahen die Meisten als nicht effektiv, denn es endete im Gefängnis. 1976 stieg die Zahl der Ausreiseanträge sprunghaft an. Aktive Oppositionelle wurden ausgebürgert oder verhaftet. Die SED verschärfte das Strafrecht gegenüber "Staatsfeindlicher Hetze". Die Unsicherheit der SED führte zur Verschlechterung der Beziehungen zur BRD. Die DDR erhöhte 1980 den Zwangsumtausch von DM in Mark der DDR bei Besuchen von Westdeutschen in der DDR.

Trennung der evangelischen Kirche

Auf Grund der neuen Verfassung 1968 musste die evangelische Kirche von der bislang gesamtdeutschen Kirche trennen und einen eigenen Bund der evangelischen Kirche in der DDR gründen. Die 1978 sogenannte "Kirche in Sozialismus" vereinbarte Grundsätze ihres Verhältnisses zur SED. Doch von freier Religionsausübung konnte keine Rede sein. Christen wurden nachteilig behandelt. Die Kirche protestierte jedoch gegen die Einführung von "Wehrerziehung" in der Schule. Die katholische Kirche, welche geringe Bürgerzahlen in der DDR hatte, blieb gesamtdeutsch organisiert. In der DDR wurde vom Vatikan "Apostolische Administratoren" eingesetzt.


Die Lage der DDR verschlechterte sich zusehends. Trotzdem änderte die SED nichts in ihrem Regime.

Machtwechsel in der BRD von SPD/FDP zu CDU,CSU und FDP. Die BRD gab Milliardenkredite an die DDR ab. Die DDR baute ihre Selbstschussanlagen ab. Außerdem erlaubte die DDR mehr Ausreisen aus dem Osten. Dadurch wurde der Druck auf die Innenpolitik gemindert.
In der BRD gewöhnte man sich an die Existenz der beiden Staaten, doch die Regierung rückte nicht von dem Prinzip der Wiederherstellung der deutschen Einheit ab, obwohl Honecker die volle Anerkennung der DDR als eigenen Staat forderte.

Die DDR in den 80er Jahren

Partei:

Die SED beherrschte alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Es waren keine demokratischen Strukturen in Sicht und demokratische Oppositionen wurden verboten. Es durfte keinerlei Kritik ausgeübt werden. Gegner wurden inhaftiert und mussten von der BRD freigekauft werden.
Die SED beanspruchte alle Macht in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Ziel war die Beseitigung der wirtschaftlichen und politischen Strukturen der westlichen Demokratie. Jede politische Opposition wurde von der SED mit Hilfe der Justiz und der Polizei zerschlagen. Viele Bürger wurden Mitglieder in der SED, ohne an die Partei zu glauben, nur um einen persönlichen Vorteil daraus zu ziehen (z.B. beruflicher Aufstieg). Alles wurde unter Kontrolle gehalten und keiner konnte in der Partei aufsteigen, ohne Absegnung von Oben.
Blockparteien (CDU, LDPD, NDPD, DBD) und Massenorganisationen waren in der Ära Honeckers Instrumente der SED. Sie sollten bei der Verwirklichung der Politik helfen und unsichere Völkergruppen in die Politik der SED einbeziehen.
Es erfolgte die Gründung der "Freien Deutschen Jugend" (FDJ). Eine normale schulische Ausbildung und eine berufliche Zukunft waren ohne die Mitgliedschaft in der FDJ kaum möglich.
Alle Parteien und Massenorganisationen unterstanden direkt der SED und waren im Verband als "Nationale Front" zusammengeschlossen.

Staat:

Staat und SED waren untrennbar miteinander verbunden. Der Staat unterstand der Partei und wurde als Hauptinstrument auf dem Weg zum Kommunismus bezeichnet. Es gab keine Gewaltenteilung. Vor jeder staatlichen Entscheidung stand die Entscheidung der SED. Honecker war Generalsekretär der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR.
Die Volkskammer war laut Verfassung das zentrale "Parlament", das heißt oberstes staatliches Machtorgan.  dadurch wurde die Gewaltenteilung aufgehoben. Die SED war ausführendes Organ der Volkskammer.
Der Staatsrat war kollektives Staatsoberhaupt und wurde von der Volkskammer auf fünf Jahre gewählt. Ob man es glaubt, oder nicht, die SED bestimmte die Zusammensetzung.
Der Ministerrat wurde ebenfalls von der Volkskammer auf fünf Jahre gewählt und unterlag der Führung der Partei.

Rechtssystem und Staatsorgane:

In der DDR gab es kein unabhängiges Rechtssystem. Die SED setzte das Recht als Mittel zur Durchsetzung der Macht in allen öffentlichen Bereichen ein. Auch die Gerichte unterstanden der SED. Neben der Staatsanwaltschaft und den Gerichten musste auch das Ministerium für Staatsicherheit (MfS) für den Erhalt der sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung sorgen. Es verfügte über einen perfekten Kontrollapparat durch die Anleitung der SED. Das Spitzelsystem sammelte Informationen über die Mehrzahl der Bürger. Kritische Bürger hatten Grund, das MfS zu fürchten, denn es öffnete Briefe, hörte Telefongespräche mit und führte sogar Psychoterror aus. Die "Stasi" war wohl wichtigstes Instrument zur Sicherung der SED- Diktatur.
Wirtschaft:
Die SED hatte folgende Prinzipien: Sie wollte das gesellschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln unter ihre Verfügung stellen, die zentrale Leitung von Produktion und Verteilung an sich nehmen, sie wollte eine umfassende Funktion der Partei und des Staates in der Wirtschaft, eine Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik: "Wie wir heute arbeiten, so werden wir morgen leben", eine geringe Selbstständigkeit der Betriebe und den Vorrang des Exports vor der Eigenversorgung der Bevölkerung.

Die Industrie war der wichtigste Wirtschaftsbereich. Folgende Industriezweige bestimmten die wirtschaftliche Situation:
- die auf Braunkohle basierende Energiewirtschaft
- die chemische Industrie
- der Maschinenbau
- die Elektrotechnik

Die Politik und die Wirtschaft waren im totalitären System auf das engste verknüpft. Die SED war Entscheidungsträger beider Bereiche und der Außenhandel war durch staatliche Organisationen zentral gelenkt. Oberstes Ziel war die Erfüllung der Pläne.

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4.3 / 5 Sternen (6 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 13. Klasse
  • Erstellt: 2013
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 02.08.16

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  • svenja schrieb am 30.06.2011:

    Also ich fande das referat sehr informativ und es hat mir sehr geholfen bei meinem referat über das Thema. Daumen hoch!

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