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Referat zur Uhr

Inhaltsverzeichnis

Referat "Die Uhr" über die Geschichte der Uhr (Chronometer) etc. Der Vortrag geht nun los:

Entwicklung des Chronometers, der Uhr
Schon seit dem Bestehen der Menschheit, hat der Mensch versucht, eine Zeiteinteilung zu finden, nach der sich z.B. immer wiederkehrende Aufgaben auf einen bestimmten Zeitpunkt genauer festlegen lassen. Bereits der Urmensch konnte anhand der Wanderung unseres Planeten im Weltall, der Wanderung der Erde um die Sonne und der Wanderung des Mondes, das Jahr in Jahreszeiten einteilen. Der genaue Zeitpunkt der Erfindung einer Uhr läßt sich somit nur sehr ungenau bestimmen, doch aufgrund von archäologischen Funden ist bewiesen, dass bereits am Ende der letzten Eiszeit, also ca. vor 10 bis 12 Millionen Jahren, die Menschen Versuche mit Schatten gemacht hatten und somit die erste Sonnenuhr erfunden worden war.
Bis ins späte Mittelalter hinein reichte diese noch ziemlich ungenau Zeitbestimmung durch Sonnenuhren vollkommen aus. Durch die Entwicklung unseres Gesellschaftssystems und der Beginnenden Entwicklung der Wissenschaft (Astrologie) wurde es jedoch nötig, dass Ende des 13. Jh. eine Methode der Zeitbestimmung erforderlich wurde, die den Tag in genauere Schritte einteilte. Trotz der beginnenden Entwicklung von Chronometern zu Beginn des 14. Jh. fanden jedoch Sand-, Öl- und Wasseruhren bis weit ins 17. Jh. hinein Verwendung.

Bereits 350 v. Chr. hatte Aristoteles das Prinzip von Räderuhren beschrieben, doch erst zu Beginn des 14. Jh. wurde die erste Uhr nach diesem Prinzip entwickelt. Ihre Technik war noch sehr primitiv und die Uhren aus dieser Zeit waren auch noch viel zu groß für den normalen Hausgebrauch, doch immerhin war der erste Schritt in Richtung neuer Zeitmessung getan. Mitte des 14. Jh. kam die gotische Stuhluhr auf, deren Uhren genaugenommen "Kirchenuhren für den Zimmergebrauch" waren. Die Weiterentwicklung wurde vor allem vom Verlangen nach "schönerer Wohnkultur" und genauerer Zeitbestimmung vorangetrieben. Durch neue Techniken und Materialien wurde im nächsten Jahrhundert viel an dieser "altehrwürdigen" Struktur verbessert, wodurch vor allem ein besserer Gebrauchswert der Uhr erzielt wurde. Wieder 100 Jahre später erfolgte dann der "große Sprung" auf neue Grundformen, was besonders der Entdeckung der Pendeltechnik zu verdanken ist, welche die Ungenauigkeit der Uhren auf rund 10 min pro Tag schrumpfen ließ. Bereits seit dem 15. Jh. arbeitete man an der Entwicklung von Schlagwerken und Weckern, letztere schafften den Durchbruch allerdings erst im 18. Jh..

Die gotische Wohnraumuhr
Die erste brauchbare Uhrform war die gotische Wohnraumuhr, die im 14. Jh. entwickelt wurde. Die Uhr war zu dieser Zeit noch ein rein Zweckbestimmtes "Gerät" mit offenem Räderwerk und allerhöchstens einem bemalten Zifferblatt als Verschönerung.
Die Bezeichnung Stuhluhr verdankt dieser Chronometer seiner Bauweise. Er "sitzt" auf einer Konsole, die zur Vergrößerung der Fallhöhe der Gewichte nötig war (Zweckmäßigkeit). Mitte des 15. Jh. wurden diesen Uhren zusätzlich Schlagwerke eingebaut.
Ende des 15. Jh. wurde die gotische Stuhluhr zur gotischen Eisenuhr weiterentwickelt. Diese wurde bis etwa 1640 beibehalten und war meist im Prismenstil gebaut und mit typischen gotischen Details ausgerüstet.
Diese Uhren wurden zu Beginn von Schmieden, später dann von Schlossern gefertigt. Später bildete sich ein eigener Handwerkszweig.

Rennaissance-uhren
Um etwa 1500 entstanden die ersten Rennaissanceuhren. Sie stellen eine Weiterentwicklung der Eisenuhren dar, die sich jedoch vor allem durch eine bessere Technik auszeichnen. Die häufigste Form dieser Uhren sind die Tisch- und Dosenuhren, die meist eine übereinander angeordnete Technik vorweisen und somit wie ein Etagenwerk aussehen. Seit der Mitte des 16. Jh. wurden diese Uhren mit Messing, Gravuren und Vergoldungen verziert.
Die sogenannten Türmchenuhren waren auch die ersten Uhren, die in einer, wenn auch geringen, Serienfertigung produziert wurden. Hier konnte jetzt erstmals auch persönliche Phantasien in das Aussehen der Uhr eingebracht werden.

Die Uhren des 16. und 17. Jh. sind bestechend schöne Schmuckstücke.
Der 30-jährige-Krieg ließ die beginnende Uhrenindustrie wieder zum Erliegen kommen was vor allem eine Stagnation der Entwicklung bedeutete.
Mitte des 17. Jh. entwickelte sich in England der Typ der Stutzuhr (bracket clock) und der Typ der Bodenstanduhr (long case clock), im typisch nüchternen englischen "Laternenstil".
Eine Spezifizierung dieses Typs stellen die italienischen und niederländischen Ausführungen dieser Uhr dar. In den italienischen Stutzuhren waren meist Kerzen untergebracht, die die Uhr nachts zum Leuchten brachten (Nachtlichtuhren), die niederländischen Uhren hatten meist mit Samt hinterlegte Zifferblätter.
Diese Uhren waren meist auch reicher verziert, als die englischen des gleichen Typs. In einige ihrer Art wurde bereits ein Mondphasenanzeiger integriert.
Ende des 17. Jh. entstand in England die klassische Bodenstanduhr. Ihr Pendel mußte mit einem großen Kasten geschützt werden, da die Ungenauigkeiten der Uhren jetzt nicht mehr durch schlechte Technik sondern meist durch äußere Einflüsse hervorgerufen wurden. Durch die sehr gute Zweckmäßigkeit dieser Uhr erfreute sie sich bald großer Beliebtheit.

Pendulen
Mitte des 17. Jh., unter dem Einfluß Ludwigs XIV. entwickelte sich in Frankreich die Pendulenuhr. Sie weist zwar kaum technische Veränderungen zur ihren Vorgängern auf, doch rein äußerlich sind sie bis heute fast unbezahlbare Schönheiten geblieben (viele werden auch noch heute gebaut (Kaminuhren)).

Teller- und Rahmenuhren
Die Entwicklung der Wanduhren in Süddeutschland (etwa zur selben Zeit wie Pendulen) brachte eine gewisse Kontinuität in die Uhrmacherei. Diese Uhren hatten meist ein kurzes Vorder- oder Hinterpendel und waren weniger fein gearbeitet als die Rennaissanceuhren. Sie waren meist mit Kupfer- oder Silberblech, oft auch nur mit Metall verziert, stellten aber dennoch eine gewisse Schönheit dar.
Mitte des 19. Jh. entstanden in Frankreich die sogenannten Rahmenuhren, die, in einfacher Ausführung, nur Telleruhren mit Holzgehäuse waren, oder, in teurer Ausführung, z.B. in ein Ölgemälde eingebaut wurden.
Eine Besonderheit der einfachen Rahmenuhren stellen die englischen "Act of Parliament" Uhren dar. Ein 1797 erlassenes Gesetz belegte alle üblichen Bodenstanduhren mit einer Steuer. Um diese Steuer zu umgehen, beute man anspruchslosere, steuerfreie Wanduhren.
Die typischen Schwarzwalduhren gehören ebenfalls in diese Zeit. Die ersten Uhren dieser Art waren Holzräderwerke mit Stundenziffernblättern, einem Schlagwerk auf Glasglocken und meist sogar schon einem Wecker, die wahrscheinlich von schwarzwälder Bauern gebaut wurden. Der heute für diese Uhren charakteristische Kuckuck kam erst später hinzu.

Taschenuhren
Den Begriff "Taschenuhr" gibt es erst seit dem 17. Jh. Die erste bekannte Taschenuhr ist jedoch schon auf einem Gemälde des 15. Jh. zu sehen. Für den Bau dieser kleinen technischen Meisterleistungen waren keine neuen Techniken notwendig, man benötigte nur einen Uhrmacher mit viel Erfahrung und handwerklichem Geschick. Das "Nürnberger Ei" von 1512 ist die erste, noch vorhandene Taschenuhr. In der Zeit von 1521 bis 1525 verschenkte die Stadt Nürnberg als wertvolles Geschenk insgesamt 7 Stück dieser Uhren an hochrangige Persönlichkeiten.

Armbanduhren
Die heutigen Armbanduhren, die fast jeder als täglichen Begleiter an seinem Handgelenk trägt, waren erst nach der Entdeckung der Funktionen des Quarzes vor rund 100 Jahren denkbar. Die erste Quarzuhr war jedoch so groß wie ein Wohnzimmerschrank. Erst durch die Raumfahrt, für die man besonders leistungsfähige Uhren benötigte, entwickelte man Quarzuhren der heutigen Größe. Die heutige Technik, durch die das Innenleben einer modernen Armbanduhr auf die Größe eines 2-Mark-Stück geschrumpft ist, erlaubt sogar die Entwicklung neuer Uhren nach der Schönheit und nicht mehr nach der Zweckmäßigkeit.

Atomuhren
Durch die Kernphysik ist es in unserer Zeit sogar möglich geworden, Uhren zu konstruieren, die in 1 000 000 Jahren nur 1 Sekunde von der wirklichen Zeit abweichen. Die Messung der Zeit auf Billionstel Sekunden genau wird z.B. bei chemischen oder physikalischen Versuchen oder der Raumfahrt benötigt.

Das war die Geschichte der Uhr, die alles wesentliche hervorgehoben hat.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2012
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 17.08.16

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