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Geschichte Israels als Zusammenfassung & Referat

Inhaltsverzeichnis

Das Leben in der Diaspora und frühes Israel

Seit beinah 2000 Jahren lebten die Juden in der Diaspora. Diaspora bedeutet Zerstreuung, welche durch Krieg und Verfolgung zustande kam. Der Ausgangspunkt der Diaspora war die Niederlage gegen die römische Besatzung um 70 nach Christus.
Seit diesem Zeitpunkt lebten die Juden also verteilt in Europa, Asien und Nordafrika, vorrangig in Polen und Russland. Immer wieder wurden die Juden Opfer von Ver-folgungen und Übergriffen. Diese Übergriffe kamen durch üble Nachreden, Neid und Vorurteile zustande. So wurden die Juden beispielsweise für die Verbreitung der schwarzen Pest verantwortlich gemacht, die Europa im Mittelalter heimsuchte. Für die von Rattenflöhen verbreitete Seuche hatte man damals keine wissenschaftliche Erklärung und so suchte man sich als Sündenbock die Juden, indem man behauptete, sie hätten die Brunnen vergiftet. Ein anderes Vorurteil war, dass die Juden Kinder entführen würden, um sie für religiöse Riten zu opfern.
Viele Juden sehnten sich angesichts solcher Zustände nach einem eigenen Staat. Hierzu wurde Palästina ausersehen. Bereits seit dem 12. Jahrhundert hatten sich immer wieder kleinere Gruppen von Juden aus religiösen Gründen in Palästina niedergelassen.

Erst im 19. Jahrhundert verstärkte sich der Zuzug durch den größer werdenden Antisemitismus in Europa, vor allem durch wiederholte Progrome in Russland. Durch das 1896 erschienene Buch „Der Judenstaat“ von Theodor Herzl und der darin vorhandenen Forderung nach einem jüdischen Staat, bekamen die bereits 1880 begonnenen Siedlungsprojekte in Palästina internationales Interesse. Daraus entstand die Zionistenbewegung deren Ziel es war, einen eigenen jüdischen Staat zu schaffen.

Ihren Besitzanspruch für Israel bzw. Palästina beziehen die Juden aus der Bibel, genauer aus dem Alten Testament, in dem Gott einen Pakt mit Abraham schließt und ihm das Land Kanaan verspricht. Die Größe dieses Landes wird allerdings auch in der Bibel nicht genau abgesteckt, mal ist es so groß wie das gesamte britische Mandatsgebiet (das heutige Syrien und Israel), mal erheblich kleiner, so dass man es von dem Berg Nebo überblicken konnte.

Die Geschichte Palästinas bis 1922

Bis 1922 war Palästina nie eine politische Einheit und hatte dementsprechend auch keine eindeutigen Grenzen.
Seit der Altsteinzeit ist Palästina besiedelt. Schon im 7. Jahrtausend vor Christus gab es dort Siedlungen mit städtischem Charakter und Befestigungsanlagen. Seit dem 3. Jahrtausend vor Christus gab es in Palästina zahlreiche Stadtstaaten, die von jüdischen Einwanderern und einer älteren, nichtjüdischen Bevölkerung bewohnt waren. Im 2. Jahrtausend vor Christus geriet Palästina in den Einflussbereich benachbarter Mächte, u.a. der Hethiter und der Ägypter. Zwischen dem 14. und 12. Jahrhundert vor Christus wanderten die Israeliten (Juden) in das Landesinnere und die Philister (indogermanisches Volk) in den Küstenstreifen ein. Die Philister und Israeliten führten immer wieder Krieg gegeneinander. Im 10. Jahrhundert vor Christus entstand das israelische Königtum, welches aber 926 vor Christus in die beiden Staaten Israel und Juda zerfiel.

Von 721 vor Christus bis zum Jahre 63 vor Christus wurde Palästina öfter von verschiedenen Mächten erobert, unter anderem von den Babylon und den Assyrern. Dann wurde Palästina als Provinz Judäa römisch. Die Römer nannten ihre Provinz aber nach der Niederringung des letzten großen jüdischen Aufstandes gegen die Besatzungsmacht in Provinz Palästina um. Die Folge des missglückten Aufstandes (Bar Kochba) um 70 nach Christus war die Diaspora, die Zerstreuung des jüdischen Volkes.

Als das römische Reich geteilt wurde ging Palästina in den Machtbereich der Byzantiner über. Im Jahre 636 wurde das Land von islamischen Arabern erobert. 1099 gründeten die christlichen Kreuzfahrer das Königreich Jerusalem, welches 1187 von Saladin, dem sultan von Syrien und Ägypten, vernichtet wurde. Seit 1517 war Palästina ein Teil des Osmanischen Reiches. Neben der überwiegend arabisch-islamischen Bevölkerung hatte das Land stets auch eine Anzahl jüdischer Bewohner. In den letzten 25 Jahren des 19. Jahrhunderts begann die organisierte Einwanderung von Juden nach Palästina, die durch das Aufkommen des politischen Zionismus noch verstärkt wurde. Im 1. Weltkrieg eroberte Großbritannien das Land. Auf der Friedenskonferenz von Paris, die von Januar bis Juni 1919 dauerte, wurde be-schlossen, dass Palästina ein Völkerbundmandat bekommen und von Großbritannien verwaltet werden sollte. Zu den Mandatsbedingungen gehörte unter anderem der Beschluss, dass es die oberste Verpflichtung der Briten sei, die Verwirklichung der Balfour-Deklaration zu erleichtern.
Die Balfour-Deklaration wurde am 2. November 1917 von Arthur James Balfour verfasst, darin stand unter anderem:
“Die Regierung seiner Majestät betrachtet die Schaffung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina mit Wohlwollen und wird die größten Anstrengungen unternehmen, um das Erreichen dieses Zieles zu erleichtern.”
Dieses Versprechen wurde von den Briten vor dem Hintergrund des 1. Weltkrieges gemacht. Als Gegenleistung für weitere Kriegskredite an die britische Regierung veranlasste diese die Balfour-Deklaration.

Im Jahre 1922 wurde der Beschluss der Friedenskonferenz umgesetzt und Palästina wurde britisches Mandatsgebiet.

Die britische Mandatspolitik und israelische Tendenzen

Erst 1929 wurde die Umsetzung der Balfour-Deklaration eingeleitet, indem die Jewish Agency (JA) als öffentliche Körperschaft geschaffen wurde.

Die JA repräsentierte das jüdische Volk gegenüber der britischen Verwaltung und anderen Ländern. Die JA war unter anderem für den Aufbau des jüdischen Heimat-landes, die Einwanderung, Besiedlung und grundlegende soziale Dienste zuständig. Durch diese vielen wichtigen Aufgaben wurde die JA eine Art Regierung des zukünf-tigen jüdischen Staates.

Die Terrorakte gegen die jüdischen Siedler, durchgeführt von sich bedroht fühlenden Araber, konnte aber auch die JA nicht verhindern. Die Siedler standen diesen Attacken völlig schutzlos gegenüber. So gestaltete sich die Ansiedlung in der alten und neuen Heimat und die daraus resultierende Staatengründung, welche als Haupt-aufgabe des Zionismus galt, als äußerst schwierig. Arabische Aufstände gegen die vermehrte Ansiedlung der Juden und die britische Mandatspolitik führte zu immer neuen Kämpfen zwischen Arabern und Juden, die 1936 in der Vernichtung der uralten jüdischen Gemeinde in Hebron gipfelten.

Infolge dieser Aufstände der arabischen Bevölkerung begrenzten die Briten die Einwanderung der Juden nach Palästina. Schwierig wurde die Situation dann als die britische Regierung auch den von den Nationalsozialisten in Europa verfolgten Juden die Einreise in ihr Mandatsgebiet untersagte. Am 14.02.1940 gab der britische Kolonialminister MacDonald bekannt, die Quote für jüdische Einwanderer in absehbarer Zeit nicht zu erhöhen. Diese Aussage wurde vor dem Hintergrund der wachsenden Einflussnahme NS-Deutschlands in West- und Osteuropa, also vermehrter Verfolgungen von Juden, gemacht. Zwischen 1940 und 1942 spielten sich vor der Küste Palästinas tragische Flüchtlingskatastrophen ab, bei denen mehrere tausend Juden starben.

11. Mai 1942: In New York endet die Biltmore-Konferenz führender Zionisten. David Ben Gurion, Vorsitzender der JA, führt den Beschluss herbei, dass in Palästina ein jüdischer Staat gegründet werden soll. Man kam zu der Ansicht, dass, nach dem zu erwartenden Sieg über NS-Deutschland, die neue Weltordnung auf der Grundlage von Freiheit und Frieden nicht erreicht werden könnte, wenn es für die heimatlosen Juden keinen eigenen Staat gebe. Der JA sollte die Kontrolle über die Einwanderung der Juden nach Palästina übertragen werden, die bisher noch bei den Briten lag.

Die britische Politik der begrenzten Einwanderung führte dazu, dass sich bürger-kriegsähnliche Zustände entwickelten. Es gab Anschläge auf britische Militär-angehörige, britische Einrichtungen und auf Araber. Die Juden kämpften offen gegen die britische Mandatsmacht. Die JA organisierte die illegale Einwanderung von Juden nach Palästina.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einer neuen Welle jüdischer Einwanderung. Die Gewalt zwischen den Juden und den Arabern, die sich durch die Zunahme der jüdischen Bevölkerung bedroht sahen, nahm weiter zu.

Die Briten, von dieser Entwicklung sichtlich überfordert, setzten eine Untersuchungs-kommission, bestehend aus US-Amerikanern und Briten ein, welche herausfinden sollte, ob die Koexistenz eines jüdischen und eines arabischen Staates in Palästina möglich wäre. Diese Kommission kam im April 1946 zu dem Schluss, dass es am besten wäre, den britischen Mandatsstatus fallen zu lassen und Palästina UN-Treu-handsgebiet werden zu lassen. Von den arabischen Staaten wurde dieser Plan abge-lehnt.

Die Gründung des Staates Israels nach dem Zweiten Weltkrieg

Am 18.02.1947 gab das britische Unterhaus bekannt, dass es nicht ermächtigt sei, Palästina aufzuteilen und gab das Mandat an die UN ab.

Die Kommission UNSCOP, die eine Lösung des Palästina-Problems ausarbeiten sollte, präsentierte zwei verschiedene Lösungen:
1. die Möglichkeit der Teilung und
2. die Föderation zweier Staatsteile.
Die Mehrheit der UNSCOP-Mitglieder war für die Teilung, also die Gründung eines arabischen und eines jüdischen Staates in Palästina.

Am 29. November 1947 kam es bei der UNO zur Abstimmung über den Teilungsplan, der mit 33 zu 13 Stimmen angenommen wurde. Die arabischen Staaten, sowie Kuba, Griechenland und einige asiatische Staaten hatten sich dage-gen ausgesprochen, demzufolge erkannten die Araber den Teilungsplan nicht an.

Ein halbes Jahr später zog die frühere Mandatsmacht Großbritannien aus Palästina ab. Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel von David Ben Gurion, dem ersten Ministerpräsident Israels, ausgerufen. Der neu gegründete Staat wurde von den USA und der UDSSR sofort anerkannt, die arabischen Staaten sahen in der Unabhängig- keitserklärung Ben Gurions allerdings das Signal zum Krieg gegen Israel. Schon am nächsten Tag begann der Krieg gegen Israel, der sogenannte Unabhängigkeitskrieg.

Syrien und Irak marschierten in den Norden ein, während die Ägypter in den Süden vordrangen. Eine Legion transjordanischer Kämpfer besetzte nach heftigen Kämpfen das jüdische Viertel Jerusalems.

Am 11.06. Wurde eine einmonatige Waffenruhe vereinbart. Den Israelis gelang es in dieser Zeit, sich mit Waffen aus der Tschechoslowakei und Frankreich zu versorgen, um den Kampf weiterführen zu können. Am 08.07. Wurde weitergekämpft und die Israelis gingen zur Offensive über.

Am 18.07. Erreichte die UNO einen Waffenstillstand. Ein UN-Vermittler wurde in den Nahen Osten entsandt, um dort dauerhaften Frieden zu schaffen. Seine Vorschläge, die vom Teilungsplan abwichen und auch die Juden benachteiligten, wurden von beiden Parteien abgelehnt. Im September des selben Jahres wurde der Vermittler von jüdischen Extremisten umgebracht. Mitte Oktober brachen die Kämpfe wieder aus. Im Januar 1949 wurde von den UN eine Feuereinstellung bewirkt und am 24.02. wurde ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Ägypten und Israel geschlossen. Der Gazastreifen kam unter ägyptische Verwaltung, die Ägypter verzichteten auf die Wüste Negev. Auch mit Libanon, Jordanien und Syrien wurden Waffenstillstands-abkommen geschlossen. Jordanien behielt das von ihm besetzte Gebiet westlich des Jordan und Ost-Jerusalem.

Der Unabhängigkeitskrieg hatte zu einem Flüchtlingsstrom von ca. 600.000 Palästinensern geführt, von denen die meisten im Gazastreifen und in Jordanien in Flüchtlingslagern untergebracht wurden.

Am 14.02.1949 fanden die ersten Wahlen für das israelische Parlament, die Knesset, statt. Die Knesset wählte am 16.02. Chaim Weizmann zum 1. Staatspräsidenten Israels. Im Dezember 1949 wurde Jerusalem zur Hauptstadt Israels bestimmt.

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4 / 5 Sternen (5 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2008
  • Note: 2
  • Aktualisiert: 28.11.16

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  • Alice schrieb am 21.11.2012:

    Danke, sehr informativ und gut erklärt!

  • Dario schrieb am 07.11.2012:

    Danke, sehr gut gemacht=))

  • ugfhiu schrieb am 05.10.2012:

    das soll eine zusammenfassung sein? das ist ja fast ein ganzer roman!

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