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Jugend & Erziehung im Nationalsozialismus

Inhaltsverzeichnis

Folgend ein Referat zur Jugend & Erziehung im Nationalsozialismus, dem 3. Reich - Erziehung und Propaganda auf die Kinder; Sozialisation der Jugend und Jugendkultur durch die Nazis (Referat).

I. Einleitung zur Jugendkultur im Nationalsozialismus

In diesem Referat soll es um die Jugend im 3.Reich gehen. Ausgehend vom Buch „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth, der das Leben der Jugendlichen im Angesicht der nationalsozialistischen Herrschaft treffend beschreibt, werde ich zunächst die allgemeine Situation, später das Zusammenleben in einzelnen Gruppen oder „Interessengemeinschaften“ schildern.

II. Jugendpolitik und Erziehung im Nationalsozialismus / 3. Reich / unter Hitler

a) Allgemeine Situation der Jugend

Die allgemeine Situation ist mit wenigen Worten zu beschreiben. Nach der Machtergreifung Hitlers am 30.01.1933 wurden alle Jugendverbände und Vereine nach und nach gleichgeschaltet oder aufgelöst, das heißt wurden entweder freiwillig beziehungsweise gezwungenermaßen in bestehende Parteiverbände, wie zum Beispiel die Hitlerjugend (HJ) eingegliedert oder wurden schlicht und ergreifend terrorisiert und später verboten.
In den so entstandenen riesigen Organisationen herrschte bis in die untersten Reihen ein strenger militärischer Ton, wobei fast jeder Jugendliche, der älter als 12 Jahre alt war eine Führungsposition einnehmen durfte bzw. musste und jüngere Kinder kommandieren musste.

Die Entwicklung der Jugendlichen war genau vorgeplant (siehe Geschichte und Geschehen 10; S.99 Abb. 1). Die Jungen sollten zu Soldaten erzogen werden, die bereitwillig für ihr Vaterland sterben würden und die Mädchen sollten zu fruchtbaren Frauen heranwachsen, die die arische Rasse erhalten und dem Vaterland viele Kinder schenken sollten.

b) Gruppen innerhalb der Jugend

Unter den Jugendlichen gab es natürlich auch verschiedene Gruppen, die in unterschiedlichem Maße dem Regime zustimmten. Man kann dabei von rechts nach links gehen. Es beginnt mit den Extremisten. Sie waren oft Kinder von überzeugten Nationalsozialisten oder bekamen bereits in früher Kindheit den Einfluss des Regimes zu spüren. Sie waren diejenigen, die es auch später leicht hatten, als Offizier oder Parteimitglied eine Karriere zu starten, die sehr erfolgversprechend war. Dies lag an der harten Erziehung durch die Eltern, die ihnen weismachten, dass sie nur auf diesem harten und fragwürdigen Weg glücklich werden könnten. Diese Gruppe verwirklichte den Wunsch des Regimes nach bedingungslosem Gehorsam. Im Buch wird sie durch N repräsentiert, den Horváth als kalt und gefühllos (er bezieht das auf die ges. Jugend, es sind aber wohl nur die Extremisten gemeint) beschreibt und ihn als manipulierte Maschine beschreibt, der alles Denken verhasst ist.

Die nächste Gruppe bilden die „Durchgedrehten“. Sie sind in manchen Fällen eine Teilmenge der Extremisten. Die Durchgedrehten sind häufig die, die die Härte des Regimes nicht verkraften. Im Buch ist der T zu dieser Gruppe zu zählen. Er stammt, ebenso wie viele andere aus dieser Gruppe, aus einer reichen oder humanitär gebildeten Familie und kann sich eigentlich nicht erniedrigen, mit dem „gemeinen Volk“ in der HJ auf eine Stufe herabzusteigen. Das verursacht den (eventuellen) Wahnsinn, der im Buch durch den Mord und späteren Selbstmord heraufbeschwört wird.

Die Mehrheit der Jugendlichen ist natürlich der Gruppe der „Mitläufer“ zuzuordnen, die aus völlig normalen Mittelschichtkindern bestand. Für sie war es bis zum Krieg wie folgt:
Immer gab es etwas zu tun, seien es nun spontane Treffen, gemeinschaftliche Ausflüge, Zeltlager, Paraden mit Hunderttausenden von Zuschauern usw. Dies alles wurde von den verschiedenen Parteiorganisationen für wenig oder gar kein Geld angeboten, und natürlich nahmen die Jugendlichen alles dankend an. Es herrschte zwar überall ein harter Ton und man hatte die Pflicht, immer pünktlich anzutreten, aber bei 100%iger Sicherheit, Arbeit zu finden und bei gesicherter Zukunft inklusive Altersvorsorge war das sehr gut zu verkraften. Des weiteren hatten die Jugendlichen ständig das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, indem sie zum Beispiel für das Kinderhilfswerk gesammelt oder in anderer Weise der „Volksgemeinschaft“ gedient haben. Deshalb denke ich, dass all die Leute, die heute sagen, dass es nicht möglich sei, einen Staat wie den Hitlers mit den entsprechenden (Jugend-) Organisationen aufzubauen, falsch liegen.

Es war ja damals nicht so, dass sich alles von heute auf morgen änderte, sondern vielmehr war es so, dass die Manipulation schleichend einsetzte. Und auch heute noch würden sich alle Jugendlichen über Veranstaltungen, Zeltlager, Partys, Massenveranstaltungen (z.B. Rockkonzerte) freuen und zu ihnen hingehen, wenn alle Freunde auch mitmachen und mitgehen. Deshalb finde ich es um so bewundernswerter, dass es selbst in dieser harten Zeit Jugendliche gab, die die Not erkannt haben und sich gegen das Regime zur Wehr gesetzt haben.
Die Widerstandskämpfer sind also die letzte Gruppe, die noch fehlt, um das Gesamtbild der Jugend im 3. Reich zu vervollständigen.

Die Mitglieder der häufig geheim gehaltenen Widerstandsgruppen schwammen natürlich im Strom der Mitläufer mit, um bei der herrschenden Kontrolle nicht aufzufallen. Horváth beschreibt diese Gruppe der Jugendlichen als lesend, denkend, kritisierend und handelnd. Zu Anfang gab es noch Widerstandsgruppen, die die kirchlichen Organisationen oder Sportvereine zu erhalten versuchten und somit zumindest passiven Widerstand leisteten, allerdings wurden die meisten bis 1936 mit Gewalt zerschlagen. Andere betrieben Gegenspionage, wie in „Jugend ohne Gott“ der Klub. Diese Methode des Widerstandes war recht unauffällig, da ja Kontrolle verlangt wurde und war gleichzeitig effektiv (siehe Ausgang des Buches). Die effektivste Möglichkeit, Widerstand zu leisten, blieb und bleibt aber nach wie vor das Verteilen von Flugblättern und der durch Absprache geschaffene regional übergreifende Widerstand, wie ihn die wohl bekannteste Widerstandsgruppe der Nazi-Zeit, die “Weiße Rose“ um die Studenten Hans und Sophie Scholl und Christoph Probst praktizierte. All diese Bemühungen, etwas gegen das Regime zu unternehmen, scheiterten jedoch meistens an fehlender Unterstützung aus und fehlendem Rückhalt im Volk.
Ich glaube, dass nun die grundlegenden Situationen dargestellt worden sind, in denen die Jugendlichen um 1935 ihr Leben führten und möchte jetzt ein Fazit wagen.

III. Fazit und Zusammenfassung der Nazi-Jugend

Ich würde sagen, dass die Zeit, in der das Buch „Jugend ohne Gott“ spielt, für die Mehrzahl der Jugendlichen trotz des harten Tons und trotz dessen, dass die Anwesenheit bei Veranstaltungen ebenso wie vieles andere befohlen wurde, eine Zeit war, in der niemand in Armut leben musste, in einer Zeit, die bis zum Krieg doch eher angenehm als unangenehm empfunden wurde.

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4.1 / 5 Sternen (8 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2012
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 04.07.16

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