Schulzeux.de > Geschichte

Karl der Große Referat

Inhaltsverzeichnis

Folgend wird das umfangreiche Leben Karls des Großen als Referat kompakt dargestellt. Es wird das Leben, die Kaiserkrönung und eben der allgemeine Lebenslauf von Karl dem Großen ebenso skizziert wie seine geführten Kriege und Erfolge. Er ist auch deshalb wo wichtig, da er als erstes den Gedanken eines vereinten Europas entwickelte und artikuliert hat. Viel Spaß bei diesem Referat.

Das Leben von Karl dem Großen (Lebenslauf, Biographie von Karl dem Großen)

Karl der Große aus dem Geschlecht der Karolinger lebte von 742 – 814. Er war König der Franken (768 – 814) und römischer Kaiser (800 – 814).
Nach fränkischem Brauch teilte Pippin der Jüngere bei seinem Tod 768 das Reich unter seinen Söhnen Karl und Karlmann. Der Teil Karls von den Pyrenäen bis Thüringen und Friesland umschloss im Halbkreis den des jüngeren Karlmann. Drei Jahre lang regierten die beiden Brüder nebeneinander, der eine über Neustrien und Austrasien und der andere über Burgund, Provence, Septimanien, Elsaß und Alemannien. Durch diese ungleiche Teilung des Erbes stand ein Bruderkrieg kurz bevor, doch Karlmann starb Ende 771 und Karl der Große Referat riss sofort dessen Gebiete an sich, ungeachtet des Nachfolgerechts von Karlmanns Söhnen, somit war die Einheit des Reiches wiederhergestellt.
Karl der Grosse (Referat) wurde am 2. April 742 auf einem wehrhaften Gutshof zwischen Oise und Marne geboren. Seine Mutter Bertrada erzog ihn fromm, das Schreiben lernte er erst im Mannesalter. Er war kräftig, stark und groß. Er hatte einen runden Kopf, große, lebhafte Augen und eine lange Nase, einen kräftigen Bart, graue Haare und sein Gesicht war heiter und fröhlich. Sein Nacken war etwas dick und kurz und er war leicht füllig, doch er hatte einen selbstbewussten Gang, eine männliche Körperhaltung und eine klare Stimme. Er besaß eine ausgezeichnete Gesundheit, bis auf die letzten vier Jahre, da er unter anderem den Ernährungsrat seiner Ärzte nicht befolgte.
Karl liebte Bäder und Siesta, er ritt und jagte fleißig und war ständig auf Reisen. Er war aufgeschlossen und wissensdurstig und in seiner Art sich zu geben und zu kleiden von äußerster Einfachheit. Er war keineswegs grausam, außer in seinem religiösen Glaubenseifer, aber er war ein zuverlässiger Freund und strenger Vater. Den Titel „der Große“ hat er sich selbst zugelegt.
Als Franke fühlte er sich als Sohn seines Volkes und liebte die fränkische Tracht, wünschte sich fränkische Monatsnamen und ließ die alten Heldensagen sammeln.
781 salbte Papst Hadrian Karls vier- bzw. dreijährige Söhne Pippin und Ludwig zu Königen von Italien bzw. von Aquitanien. Diese sakrale Handlung hat seinen Ausdruck in einem neuen Königstitel gefunden, der seit Karlmann und Karl der Große Referat geführt wird und statt rex Francorum: gratia Die rex „König von Gottes Gnaden“ lautet. Dies ist eine Legitimationsformel, die besagt, dass der König seine Herrscherstellung nicht seiner Abstammung zu verdanken hat, sondern von der göttlichen Gnade hergeleitet ist. Die alte heidnische-magische Auffassung von der Heiligkeit des königlichen Blutes lebt also in der verchristlichten Form des Königtums, im Gottesgnadentum, weiter.

Sachsenkrieg – Christianisierung und die Rolle von Karl dem Großen

Die Sachsenkriege waren die längsten und mühseligsten Kriege, die Karl der Große geführt hat. 772 zog er zum ersten Mal gegen die Sachsen und eroberte die Erisburg bei Obermarsberg. Im Gegenzug zerstörten die Sachsen 773 Fritzlar. Ab 775 führte Karl dann einen energischen Krieg mit dem Ziel der Unterwerfung. Die Sachsen waren also keine zu unterschätzenden Feinde und das Fehlen eines politischen Mittelpunktes erschwerte die Eroberung, da man nicht wusste, wo der entscheidende Schlag ausgeführt werden sollte. Also musste das Volk selbst umerzogen werden, wenn es in den fränkischen Staat eingegliedert werden sollte. Die Sachsen hatten sich aber immer den römischen oder christlichen Einflüssen verschlossen und hielten an ihrem Glauben fest als ein Symbol ihrer Unabhängigkeit. Somit wurde der Sachsenkrieg zum Kreuzzug. Bisher hatte sich das Christentum noch friedlich verbreitet, aber die Sachsen wurden mit Gewalt bekehrt. Weiter gehts mit dem Karl der Große Referat hiermit:
777 fand zum ersten Mal auf sächsischem Boden, in Paderborn, ein Reichstag statt und 782 wurde die fränkische Grafschaftsverfassung und fränkisches Recht eingeführt. Widukind, ein Sachsenherzog, zettelte daraufhin einen Aufstand an, den Karl der Große mit äußerster Härte unterdrückte. Widukind war aber nun zu den Normannen geflohen und konnte nicht ausgeliefert werden, so wurden an seiner Stelle 4500 Sachsen enthauptet.
Beim Sachsenkrieg ging es Karl aber nicht um die Vernichtung der Sachsen, sondern aus seiner christlichen Herrscherstellung heraus neben der Landgewinnung um die Christianisierung und die Eingliederung des aus den drei Stämmen der Westfalen, Engern und Ostfalen bestehenden Volkes in das Reich. Doch allen die nicht zum Christentum übertraten wurde der Tod angedroht. 785 gab Widukind dann seinen Kampf auf und ließ sich schließlich auch taufen. Weiter im Karl der Große Referat mit der Rolle des Christentums.

Kirche und Staat und die Rolle von Karl dem Großen

Die Kirche war mit dem Staat untrennbar verbunden.
Karl der Grosse setzt Bischöfe ein und behielt sich die Strafgewalt über die Kirche, die Verfügung über das Kirchengut sowie die Aufsicht über Bräuche und Lehre vor. Die hohe Geistlichkeit wurde streng beaufsichtigt, aber das Pfarrnetz verdichtet und der Kirche immer stärker allgemein-kultureller Einfluß eröffnet. Die Klöster wurden zu Pflegestätten von Kunst und Bildung. Verschiedene Bischofs – und Klosterschulen – die wichtigsten in Fulda, St. Gallen und Tours – verbreiteten die Leistung des höfischen Kulturzentrums im Bereich der Literatur, der Theologie und der „sieben Künste“ (Grammatik, Dialektik (Gegensätzlichkeit), Rhetorik (Redekunst), Arithmetik (Zahlenlehre), Geometrie, Musik und Astronomie) des aus der Antike übernommenen Unterrichtswesens für die Freien und die vorwiegend mechanischen Beschäftigung der Unfreien. Die Kirche war also Lehrerin und Erzieherin der verschiedenen Völker und mit der Unterwerfung dieser Völker kam auch die Bekehrung und Taufe. Jeder hatte die Pflicht, das Gelöbnis eines christlichen Lebenswandels abzulegen und das Versprechen zu geben, all seine Kräfte in den Dienst des Kaisers zu stellen. Den Gottesdienst zu vernachlässigen, den Kirchen, Witwen und Waisen Unrecht zu tun, galt von nun an als ebenso schlimmes Vergehen wie die Verweigerung der Heeresfolge oder Diebstahl.
Karl der Große Referat fasste 50 Kapitularien ab, das waren in Kapitel (Paragraphen) eingeteilte gesetzliche Bestimmungen zur Verwaltung, Rechtsprechung, zu militärischen, kirchlichen und kulturellen Angelegenheiten. Solche Ordnungsmaßnahmen wurden in den folgenden Jahrhunderten weder in Deutschland noch in Frankreich in ähnlicher Größe und Gründlichkeit geleistet.
Karl der Große hatte also alles in allem nicht nur weltliche Gewalt sondern auch geistliche Fähigkeiten. Doch der Papst wurde in seiner Stellung an der Spitze der Geistlichkeit durchaus anerkannt und Karl der Große Referat übte ihm gegenüber Rücksichtnahme aus, verhandelte mit ihm, fragt ihn um Rat und teilte ihm wichtige Vorfälle, die das kirchliche Gebiet betrafen, mit.
König und Papst waren für ihn bei der Leitung der Kirche zwei aufeinander angewiesene Gewalten, bei denen Streit nicht in Frage kam, denn beide waren von Gott eingesetzt, um dem gleichen Ziel zuzustreben. Dem Ziel der Verwirklichung des Gottesstaates auf Erden. In der Praxis hatte aber Karls Wort das größere Gewicht, schon weil Karl den Schutz des Papstes und der Christenheit übernommen hatte und Schutzpflicht im Mittelalter immer Herrschaft bedeutete.

Kaiserkrönung von Karl dem Großen

Dieser Punkt ist in jedem Schülerreferat wichtig! Karl wusste, dass es zwei Mächte gab, die ihm gewachsen waren, Byzanz und Bagdad. Bagdad stellte aber wegen der Entfernung und der Freundschaft mit dem Kalifen keine Gefahr dar. Byzanz war allerdings ein Problem, denn auf italienischem Boden überschnitten sich die Interessen und durch das Fortsetzen des Imperium Romanum beanspruchte Byzanz den Vorrang vor allen übrigen Herrschern. Karl wollte aber eine Gleichrangigkeit durchsetzen. Das Papsttum wollte ihm dabei helfen und verbündete sich mit ihm und übertrug ihm die vollen Rechte des Patrizius. Das war z.B. Datierung und Münzprägung mit seinem Namen. Diese Rechte waren kaiserliche Rechte und Patrizius hatte sie als Stellvertreter des Kaiser übernommen. Karl nahm sie jedoch mit seinem eigenen Namen wahr, was zeigt, dass er auch schon vor 800 in Rom eine kaiserliche Stellung einnahm.

Der römische Adel warf Papst Leo dem Dritten Meineid und Ehebruch vor und bat Karl um Hilfe. Am 23.12.800 reinigte sich der Papst vor dem König durch einen Eid von den Beschuldigungen und setzte am Weihnachtstag Karl der Große Referat, dessen ältester Sohn die Königssalbung erhalten sollte, eine Krone auf. Das geschah nach der Messe in der Basilika Sankt Peter, als Karl noch im Gebet verharrte. Dem Papst ging es bei der Krönung aber nicht um Karl selbst, sondern um die Klärung der rechtlichen Verhältnisse des Kirchenstaates, der nun einen kaiserlichen Oberherrn erhielt.

Die Kaiserkrönung brachte aber ein neues Problem auf. Das Kaisertum war eine Erscheinung des Imperium Romanum und bestand in Byzanz also noch immer. Der Idee nach kann es aber nur ein Kaisertum geben. Nach Karls Krönung gab es aber nun ein westliches und ein östliches. Das westliche Kaisertum hat auch seine Verbindung zum Imperium Romanum, da es in Rom begründet wurde. Dieses sogenannte Zweikaiserproblem konnte nur mit Kompromissen gelöst werden. Karl hatte sich schon einen Titel gewählt, der eine Art Kompromissformel war: „Karl, der allergnädigste, erhabene, von Gott gekrönte, große und friedebringende Kaiser, der das Römische Reich regiert und der durch das Erbarmen Gottes König der Franken und Langobarden ist“.
Er behielt im Gegensatz zum byzantinischen Kaiser den Königstitel (König der Franken und Langobarden) und beschrieb sein Kaisertum umständlich, er wies extra noch auf das Römische Reich hin. Diesen Titel wählte er aus Rücksicht auf Byzanz. Der kaiserliche Name war aber auch mit dem Gedanken an die Weltherrschaft aufs engste verknüpft und Karl war jetzt also ein Gegenkaiser zur byzantinischen Kaiserin Irene. Die Erhebung eines neuen Kaisers, den man für würdiger hielt als den alten, war eine häufig vorgenommene Handlung, die Auseinandersetzung damit wurde dann aber den Kaisern überlassen und normalerweise wurde das im Kampf entschieden. Karl der Große dachte aber an eine Heirat mit Irene, aber kurz darauf wurde sie in Byzanz gestürzt und ein anderer Kaiser kam, was in jedem Referat über ihn erzählt werden sollte. Daraufhin folgte ein Jahrzehnt Krieg zwischen den Kaisern. Da aber keiner den anderen besiegen konnte und es innerhalb der christlichen Kirche eine deutliche Trennungslinie zwischen dem römisch-katholischen Westen und dem griechisch-orthodoxen Osten gab, entstand der Gedanke an ein doppeltes Kaisertum.

Die Auflösung des Karolingerreiches

Schließlich sollte man diese Thematik als Schussteil in einem Karls-Referat parat halten: Nach fränkischer Auffassung von Herrschaftsteilung setzte Karl alle seine drei Söhne Karl, Pippin und Ludwig als Nachfolger ein. Karl für das eigentliche Francia und das gesamte Gebiet zwischen Loire und Elbe, Ludwig den Frommen für Südfrankreich und Pippin für Italien und Oberdeutschland südlich der Donau.
Über den Kaisertitel entschied er nichts und den Schutz der römischen Kirche übertrug er allen dreien.
Die älteren Söhne starben dann aber und das ermöglichte die Rückkehr zum Einheitsgedanken. Auf Karls Veranlassung setzte Ludwig sich 813 dann selbst die Kaiserkrone auf und wurde alleiniger Herrscher des Reiches. Karl der Große Leben starb am 28.1.814. Ludwig schuf seinem jüngsten Sohn Karl („dem Kahlen“) ein eigenes Teilreich. Darüber empörten sich die älteren Söhne Lothar, Pippin und Ludwig und das Heer ging zu den Söhnen über. Der Kaiser wurde daraufhin abgesetzt und er starb zwei Jahre nach Pippin. Es kam zu einem Bruderkrieg, Ludwig und Karl gegen Lothar. 843 brachte die Teilung des Reiches auch das Ende des Krieges und die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland hatte sich herausgebildet.

ANZEIGE Klassenfahrt
Jugendreise.de organisiert erlebnisreiche Schüler Klassenfahrten und fast jede Form von anderen Gruppenreisen.

Literaturverzeichnis des "Karl der Große" Referats:

Microsoft, Encarta, Enzyklopädie 2000;1993 – 1999 Microsoft Corporation

bsv Geschichte 2/V; Bayerischer–Schulbuch-Verlag; München; 1988; 1. Auflage, 2. Nachdruck; S. 22/23, 31

Gaxotte, Pierre; Geschichte Deutschlands und der Deutschen; Verlag Rombach & Co GmbH; Freiburg im Breisgau; 1965; 1. Auflage; S. 80-83, 88-91

Sethe, Paul; Geschichte der Deutschen; Verlag Heinrich Scheffler; Frankfurt am Main; 1962;

Deutsche Geschichte, Mittelalter; Vadenhoeck & Ruprecht; Göttingen; 1985; Sonderausgabe; S. 58/59, 76-78

Treue, Wilhelm; Deutsche Geschichte; Alfred Kröner Verlag; Stuttgart; 1958; S. 41-43, 47-51

Holzmann, Robert; Geschichte der sächsischen Kaiserzeit; Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG; München; 1971; S. 10-14

Hilf uns und deinen Freunden, indem du diese Seite teilst, verlinkst und bewertest

4.1 / 5 Sternen (17 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2011
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 22.07.16

Schreibe jetzt deine Meinung

    Was ist 1 mal 3? Ergebnis:  
Wähle dein Bild:
  • harald dff schrieb am 01.01.2015:

    nice
    danke

  • fefe schrieb am 19.10.2013:

    Perfekt
    Bin in der 7Klasse

  • Anonym schrieb am 09.06.2013:

    THX!!!!!
    hat mir sehr sehr sehr viel gebracht

  • lara schrieb am 09.04.2013:

    ähmm?? ich bin 6.klasse und muss das lernen???? das sind 11.klässler aufgaben! (geschockt) SCHOCK! :O

  • LUcy schrieb am 22.06.2012:

    Hey , genau die richtigen infos zum referat :) Danke hatt mir sehr geholfen ! ;)

  • Chrissn x3 schrieb am 25.02.2012:

    Super. Jetzt weiß ich wenigstens das wichtigste :D

  • ANONYMUS schrieb am 07.02.2012:

    VOLL DER SHit ! :(
    So lange gebraucht um zu lesen!

  • Berry schrieb am 06.11.2011:

    Echt gut. Ich finde es sind genau die richtigen Infos enthalten, wenn man - wie ich - ein längeres Referat machen muss.

  • Jasmin V. schrieb am 25.08.2011:

    wow du hast mir echt was gebracht

  • anonym schrieb am 08.01.2011:

    so ganz gut aber zu lang ich meine wer ließt das alles denn???
    außerdem braucht man nicht alles czu wissen.
    ich selbst habe nicht alles gelesen weil es mir einfach zu lang war :-(

Mitmachen

Drag & Drop oder: Durchsuchen... Endungen: .doc(x) .xls(x) .ppt(x) .pdf .txt .rtf .jpg .gif .png .bmp

Danke für deinen Besuch bei Schulzeux.de

Zeig diese Seite deinen Freunden

Mithelfen ist ganz einfach

Du hast sicher auch noch Hausarbeiten, Vorträge etc. auf deinem PC. Veröffentliche sie in wenigen Sekunden und hilf damit tausenden Mitschülern.

Mehr Infos

Schulzeux.de auf Facebook

Schulzeux.de bei Google+