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Mustafa Kemal Atatürk Referat

Inhaltsverzeichnis

Folgend ein ausformuliertes Referat zu Atatürk, dem Vater der Türkei.

Biographie und Lebenslauf Atatürks als Referat:

Dieses Referat soll einen Überblick zum Leben Atatürks geben und dabei sein Werden und seine Politik sowie seine Bedeutung für das türkische Denken in den Vordergrund stellen!

Jugendzeit Atatürks

Im Jahr 1881 wurde Mustafa als Sohn eines kleinen türkischen Beamten in Salonika geboren, das heute Thesaloniki heißt, damals aber eine Stadt im osmanischen Makedonien war. Mustafa war ein kluger Kopf und arbeitete in der Schule fleißig mit. Sein Mathematiklehrer war so von dem Jungen beeindruckt, dass er ihm den Spitznamen Kemal (der Vortreffliche) gab. Der Name Mustafa Kemal Atatürk blieb ihm während seiner Zeit an der Militärakademie und der Militärhochschule und sogar in seiner Offizierszeit.

Militärische Karriere Atatürks

Er war ein vorbildlicher Offizier und erwarb sich den Ruf eines Hitzkopfes - vielleicht deshalb, weil seine Vorgesetzten weniger kühn waren als er. Zur Zeit der Schlacht von Gallipoli im Ersten Weltkrieg war er ein vielversprechender Oberstleutnant der Infanterie. Die erfolgreiche Verteidigung von Gallipoli, die die Hauptstadt vor der Eroberung durch die Brieten bewahrte (zumindest bis zum ende des Krieges), war ein persönlicher Erfolg für Mustafa Kemal. Hier konnte er seinen strategischen und taktischen Fähigkeiten voll entfalten und seinen Vorgesetzten hatten nicht viel mehr zu tun, als seinen Vorschlägen zuzustimmen. Er führte den Kampf ohne die geringste Rücksicht auf die eigene Sicherheit. Es gelang ihm, eine weit überlegene britische Streitkraft, die vorwiegend aus Anzacs (Soldaten des australisch-neuseeländischen Armeekorps) bestand, zurückzuschlagen, wodurch er zu einem osmanischen Volksheld wurde.
Zwar wurde er daraufhin in den Rang eines Pasa (Pascha=General) befördert, doch die Machthaber wollten ihn unter ihre Kontrolle halten. Sie betrachteten ihn als ein "gefährliches Element" - und das sicher zurecht. Als der Krieg verloren war, und das Reich davorstand, entwaffnet und aufgeteilt zu werden, da begann Mustafa Kemal Pascha seine Revolution.

Die Revolution und Atatürk

Er veranstaltete Treffen und Versammlungen, um die Leute hinter sich zu vereinigen, schuf demokratische Einrichtungen und schaffte es, zu gleicher Zeit mit sehr begrenzten Mitteln mehrere vordringende Armeen aufzuhalten. Mehrmals schienen alle Bemühungen zu scheitern, und viele seiner Freunde und Berater standen im Begriff jederzeit aus Ankara zu fliehen, um ihr Leben zu retten. Doch Kemal wankte nie und war stets dazu bereit, das Äußerste zu wagen. Er hatte Geschick - und Glück -
genug, um durchzuhalten.
Wenn die Revolution gewonnen ist, verlieren viele große Revolutionsführer ihren Schwung und wissen nicht wie weiter. Atatürk hatte das Glück, noch die ersten fünfzehn Jahre der Republik zu erleben und er hatte nie Zweifel am richtigen Kurs für sein Land. Mit überraschender Weitsicht führte er Reformen durch und lenkte den Fortschritt des Landes.
Und vorallem gelang es ihm, den Türken ein neues Selbstverständnis zu geben und das abendländische Bild vom osmanischen Türken als dekadent, melancholisch, unwissend und unfähig durch ein neues, positives Bild zu ersetzen. Das Bild vom osmanischen Türken, das dasjenige vom "schrecklichen Türken" abgelöst hatte, als Europa nicht mehr von den Türken bedroht war, hatte ein Körnchen Wahrheit enthalten und einen großen Teil politische Taktik, aber auch religiöse Gründe: die Türken waren keine Christen und daher weniger wert. Atatürk setzte an die Stelle des osmanischen Türken einen Menschen mit modernen europäischen Anschauungen.

Die Reformen Atatürks

Mustafa Kemal machte sich an die Aufgabe, die türkische Gesellschaft von Grund auf neu zu gestalten. Nach dem im Jahr 1923 die Republik ausgerufen worden war, erhielt das Land 1923 die Republik ausgerufen worden war, erhielt das Land 1924 eine Verfassung, 1925 wurde die Polygamie abgeschafft, und der Fez, das Zeichen der osmanischen Rückständigkeit, wurde verboten; 1926 trat eine neue Gesetzgebung nach westlichem Muster in Kraft, und die Zivilehe wurde verbindlich eingeführt, ab 1928 war der Islam nicht mehr Staatsreligion und das arabische Alphabet wurde durch ein abgewandeltes lateinisches ersetzt. 1930 wurde Konstantinopel offiziell in Istanbul umbenannt und auch andere Städte erhielten nun offiziell türkisierte Namen (Angora wurde Ankara, Smyrna wurde Izmir, Adrianople wurde Edirne etc.). Die Frauen erhielten 1934 das aktive und passive Wahlrecht.
1935 schuf Mustafa Kemal eines der ungewöhnlichsten Gesetze der Neuzeit. Bis dahin trugen Türken lediglich einen Vornamen; einen Familiennamen anzunehmen oder nicht war jedem freigestellt. Mustafa Kemal entschied, dass jeder Türke einen Familiennamen wählen solle. Er selbst erhielt vom türkischen Parlament den Namen Atatürk ('Vater der Türken') und wurde dadurch offiziell zu Kemal Atatürk.
Atatürk lebte bis zum 10. November 1938 und lenkte das Schicksal des Landes. Er sah den Zweiten Weltkrieg voraus und war sehr darauf bedacht, die Türken daraus herauszuhalten. Sein Freund und Nachfolger im Amt des Präsidenten, Ismet Inönü, brachte es fertig, eine schwankende Neutralität zu wahren. Ankara wurde zwar zu einem Zentrum alliierter Spionagetätigkeiten, aber die Türkei konnte sich aus dem Krieg heraushalten.

Neuere Zeit

In den Anfangsjahren der Republik war Atatürks Republikanische Volkspartei die einzige zugelassene Partei des Landes. Zwischen den Jahren 1946 und 1950 jedoch wurde eine wirkliche Demokratie eingeführt und 1950 gewann die oppositionelle Demokratische Partei die Wahl.
Bis 1960 hatte die Demokratische Partei so sehr an Macht gewonnen dass die Pluralität bedroht war. Die Armee, von Atatürk dazu beauftragt, Demokratie und Verfassung zu schützen, griff ein und verhaftete mehrere Führer der Demokratischen Partei unter der Anklage des Verfassungsbruchs. Der beliebte Peron-ähnlich Parteiführer Adnan Menderes wurde hingerichtet und 1961 wurden Wahlen abgehalten.
1970 kam es erneut zu einem unblutigem Staatsstreich, weil die Nachfolgerin der Demokratischen Partei ihre Befugnisse überschritten hatte. Ein hoher Offizier begab sich in die staatliche Sendezentrale, verlas eine kurze Nachricht und die Regierung war gestürzt.
Unter der sorgfältigen Kontrolle der gleichen Offiziere wurde die Demokratie wiederhergestellt und über Jahre hinweg ging alles gut, bis politsche Auseinandersetzungen und Unruhe in der Bevölkerung 1980 das Land praktisch lähmte Auf der linken Seite des politischen Spektrums schleusten kommunistische Kräfte aus dem Ausland Waffen und Geld in die Türkei, um die Stabilität des Landes zu erschüttern; und wie behauptet wird, sollen sie auch armenische Terroristen unterstützt haben, die türkischen Diplomaten und ihre Familien im Ausland ermordeten. Auf der rechten Seite verursachten fanatische Moslems und eine neonazistische Partei große Schäden. Dazwischen hatte sich die beiden großen Parteien im Parlament so hoffnungslos festgefahren, dass sie monatelang nicht einmal dazu in der Lage waren, einen Parlamentspräsidenten zu wählen. Die wirtschaftliche Lage war schlecht, die Inflationsrate erreichte 130%, die Gesetzgebung war lahmgelegt und die Gewalt auf der Straße durch linke und rechte Randgruppen nahm überhand. Am 12. September 1980 griff, sehr zur Erleichterung der Bürger, erneut die Armee ein und begann, die Ordnung wieder herzustellen.


Um die Lähmung des Parlamentes zu vermeiden, wurde die Verfassung neu gestaltet. Die neue Fassung wurde in einer Volksabstimmung von der Bevölkerung mit großer Mehrheit gebilligt. Der Führer der Militärregierung, General Kenan Evren, legte (wie Atatürk) sein militärisches Amt nieder und wurde zum neuen Präsidenten des Landes gewählt. Unter der Interims-Regierung der Beratenden Versammlung und des Nationalen Sicherheitsrates wurden Gesetze verabschiedet, die seit Jahren in den Schubladen gelegen hatten. Die früheren politischen Führer, die von der neuen Regierung für den Zusammenbruch verantwortlich gemacht wurden, wurden vor ein Gericht gestellt (sofern sie sich eines Gesetzesverstoßes schuldig gemacht hatten) oder aus dem politischen Leben verbannt. Die Anklageschrift gegen den Führer der nun verboten neonazistischen Partei umfaßt nahezu 1000 Seiten. Er wurde für schuldig befunden und verurteilt.
1983 wurde unter der neuen Verfassung Wahlen abgehalten, die die von der militärischen Übergangsregierung weniger favorisierte Partei gewann. Der neue Premierminister hieß Turgut Özal und war Volkswirtschaftler und früherer Mitarbeiter der Weltbank. Unter der neuen Regierung wird der Kurs fortgesetzt, an dem das Land seit Atatürk festhält: eine ständige Entwicklung in Richtung auf eine industrialisierte westliche Wirtschaft. Kurs verfolgen, entscheiden über den Erfolg vor allem die großen Banken und der Weltmarkt und weniger das Land selbst.

Atatürk war zweifellos der richtige Mann zur rechten Zeit und die Türken sind davon überzeugt, dass ohne diesen Mann die Türkei niemals hätte das sein können, was sie heute ist. Wahrscheinlich ist, dass sie von der Landkarte verschwunden wäre; zumindest hätte sie, wie ihre islamischen Nachbarländer, nur geringe wirtschaftliche und soziale Fortschritte erreichen und besäße keine echte demokratische Tradition. Wenn die Türken auf ihre islamischen Nachbarn blicken, so können sie dem Schicksal nur danken, dass es ihnen einen solch fähigen und vorausschauenden Führer gesandt hat.

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4.2 / 5 Sternen (5 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2008
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 30.06.16

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  • Asik Ilker schrieb am 17.02.2013:

    Dein Referat ist zwar recht gut, dennoch enthält dein Referat einige Inhaltliche Fehler, welche für uns Kemalisten recht beleidigend ist.
    Beispiel: Thessaloniki ist nicht makedonisch, sondern griechisch.
    Ich persönlich habe nichts gegen Makedonier, dennoch werden sie als Zigeuner beleidigt, welches sich nicht meiner Meinung nach gehört.

    Mit freundlichen Grüßen
    Asik - Ilker

  • Leser schrieb am 15.12.2011:

    Recht vernünftig und gut in Themen gegliedert. Aber mit etwas Erfahrung merkt man nach kurzem Lesen, daß viele Formulierungen von irgendwo übernommen sind. Ich hab' jetzt keine Zeit zu erforschen, woher.

    Gruß

  • sofii schrieb am 06.06.2011:

    das stimmmt nicht alles aber geht so ich habe auch nicht alles verstanden könnte versändlicher sein :DDDD

  • cartellino schrieb am 12.05.2011:

    ne mutlu türküm diyene

  • hasan Çakmak schrieb am 14.03.2011:

    recht gut doch nicht alles richtig. "samimi bir müslüman atatürk" von harun yahya ist sehr zu empfehlen.

  • hey schrieb am 05.12.2010:

    Thesaloniki ist nicht im osmanischen Makedonien sondern im osmanischen Griechenland. Die Nachnamenreform wurde 1934 eingeführt und nicht 1935. Ansonsten ist die Seite ganz ok!

  • Cukulaata schrieb am 21.11.2010:

    Hey!
    Ich finde die seite ganz gut doch Militärische Karriere Atatürks habe ich nicht verstanden ?

  • Laalala schrieb am 21.11.2010:

    Ähmm ?
    Ja eigentlich ist die Seite ganz gut doch ich bin mir jetzt nicht so sicher ob alles auch stimmt ??
    Wie viele Punkte hast du auf dieses Referat bekommen ?

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