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Otto von Bismarcks politischer Werdegang

Inhaltsverzeichnis

Der ostelbischer Junker Otto von Bismarck:
Herkunft und politische Sozialisation (1815-1851)

 

Leitfrage:

Inwiefern steht die Kindheit und Jugend Otto von Bismarcks, d.h. die Herkunft und der Charakter der Erziehung seitens der Eltern, im Zusammenhang mit seiner frühen politischen Sozialisation?

 

Gliederung:

1.     Forschungsstand

1.1 Historischer Kontext

2. Jugend und frühe Sozialisation Bismarcks

2.1 Stationen der familiären Sozialisation Bismarcks (1815-1847)

2.1.1 Jugend und Schulzeit

2.1.2 Studium („Die wilden Jahre“)

2.1.3 Referendar- und Junkerzeit

2.1.4 Die Lebenswende durch den Kreis der Pietisten

2.2 Strukturen und Stationen der politischen Sozialisation Bismarcks

     (1847-1851)

                        2.2.1 Feuerkopf der Gegenrevolution

2.2.2 Adjutant des Kamarilla- Hauptquartiers

2.2.3 Radowitz´ „Unions-Brauerei“ und die „Olmützer Rede“ als Eintrittskarte für die diplomatische Karriere

3. Fazit

2.2 Bismarck - politische Sozialisation

2.2.1 Feuerkopf der Gegenrevolution

- Bismarck wuchs in die politische Auseinandersetzung von Restauration und Reform

- Vereinigte Landtag und dessen Tagungsberichte nutzte er als Forum der Selbstdarstellung

- Juli 1846 nur Stellvertreter des Abgeordneten der Ritterschaft im Kreis Jerichow für den sächsischen Provinziallandtag in Merseburg

- 8. Mai 1847 rückte Bismarck durch Erkrankung als Nachfolger nach in Landtag

- 17. Mai macht er auf sich aufmerksam als wilder Parteigänger des Konservatismus

-  steht damals im starken Kontrast zu den liberalen Abgeordneten „Feuerkopf“

- von diesem Zeitpunkt an … Krieg gegen die Mehrheit des Landtages

- Problematik des Bahnbaus in Richtung Osten .. Vincke als der starke Gegenspieler Bismarcks / Landtag sieht zwar den Ausbau auch als Notwendig fordert aber von dem Monarchen mehr Rechte als Gegenleistung

- Bismarcks Meinung und sein Verhältnis von Macht und Recht festigten sich durch diese Blockadepolitik des Parlamentarismus  - Bismarck sieht die Interessen des Staates im Vordergrund

-> daraus Entwicklung das: „der widerborstige Landtag trockengelegt werden müsse“ um Handlungsfähig zu sein

(- auf ihn war verlass, wenn es um die Wahrung des monarchischen Prinzip ging)

- Bismarck sah allerdings nicht Friedrich Wilhelm IV. als fähigen Führer (zitieren: S.31)

- Märzrevolution im anrollen konnte nicht durch Zugeständnisse des Monarchen gebremst werden

- erst Manifest mit Bundesparlament gebildet aus den Ständen konnte weitere Ausschreitungen aufhalten – Ovation schwenkt um in Konfrontation … militärischer Abzug

- Bismarck … Gegenrevolution von Potsdam aus -> zum scheitern verurteilt durch Generäle

- mysteriöses Treffen mit Augusta um Forderung an Generäle zu bewirken den König zu befreien

2.2.2 „Adjutant des Kamarilla – Hauptquartiers“

-          großbürgerlich-liberales Märzministerium (Camphausens und Hansemanns) musste von Bismarck vorerst hingenommen werden

-          Bismarck will abwarten bis sich der „Spuk der Revolution“ verzogen hat

-          Feste Bindung der Monarchie (zitieren S.35 Bsp. Monarchieliebe)

-          Deshalb kein Interesse an Preußischer Verfassungsgebender Versammlung und an Nationalversammlung in Paulskirche 22. Mai 1848 und 18. Mai 1848

-          Fürchterliche Vorstellung f. Bismarck (zitieren S. 35 … )

-          Revolution erschöpfte sich im Laufe des Sommers an endlosen Grunsatzdiskussionen zwischen Liberalen und dem Monarchen

-          Dieses Stillstehen nutze Bismarck und die anderen konservativen Monarchisten zum sammeln von Generälen und hohen Beamten und „Höflingen“ im Kamarilla – Hauptq.

-          Wichtige Personen: Leopold von Gerlach, Ludwig von Gerlach, Friedrich Julius Stahl und Otto Leopold v. Bismarck -> Abbildung „Kladderatsch“

-          Sinn und Zweck war: gegen Eingriffe, des liberalen Ministeriums in die Privilegien der Landesherrschaft zu Felde zu ziehen

-          Anfang November getrieben von dem Sieg der Monarchie in Wien ließ der König ein „Ministerium der rettenden Tat“ einberufen und die Nationalversammlung mit Waffengewalt auflösen und eine neue Staatsstreichregierung wählen

-          Bismarck wurde bei der Ernennung ausgelassen und erhielt keine relevante Position (zitieren: S. 38 - ! -)

-          5. Dezember 1848 Verfassung die erstaunlich liberal: freigewähltes  Abgeordnetenhaus, garantierte alle wesentlichen Grundrechte,…

-          Der Monarch blieb allerdings Schirmherr „hinkende Gewaltenteilung“ aufgrund von Notverordnung und 1849 Dreiklassenwahlrecht was Wahlbeteiligung auf 32%setzte

-          5. Februar 1849 wird Bismarck knapp in Wahlkreis Zauche-Belzig-Brandenburg zum Abgeordneten der zweiten Preußischen Kammer gekürt

-          Ende Juli 1849 beendet Bismarck sein Junkerdasein um sich vollkommen auf die Politik zu konzentrieren -> zieht außerdem in Berliner Stadtwohnung

-          Bismarck setzt sich an vorderster Front gegen: Ende des Belagerungszustandes in Berlin ein, gegen Amnestie für Märzrevolutionäre und gegen die Annahme der Paulskirchenverfassung

-          Kleindeutsche Lösung – Kaiserwahl die nicht Angenommen wird unter dem Dach der Paulskirchenverfassung führt zu Angriffen von Vincke … Bismarck sieht seine Chance und vor dem Preußischen Landtag schlägt am 21. April seine Stunde in der er die Paulskirchenverfassung stark attackiert

-          Preußen müsse Preußen bleiben und eine stärkere Berechtigung gegenüber den anderen Staaten der deutschen Einheit haben

-          Er fordert auch die deutsche Einheit allerdings nicht unter diesen Umständen

2.2.3 Radowitz´ „Unions-Brauerei“ und die „Olmützer Rede“ als Eintrittskarte für die diplomatische Karriere

-          Rede gegen Nationalversammlung und Niederwerfung der Aufstände in Sachsen, Baden und der Pfalz durch preußisches Militär bringt König Friedrich Wilhelm IV. dazu die deutsche Frage (Einheit) lösen zu wollen

-          Idee mit Verfassungskonstruktion nach Rechts verschoben und Organisation unter preußischer Kontrolle mit dem verlockenden Angebot einer Besitzstandsgarantie für Österreich. (erdacht war dies von Radowitz der als Sonderminister für die Krone arbeitete – galt als auf den Monarchen fixiert)

-          beauftragte er Radowitz mit Verhandlungen im Sinne der preußischen Unionspolitik mit dem Ziel einer lockeren Staatenunion, in die auch Österreich eingebunden werden sollte.

-          Im April 1850 zerpflückte Bismarck schon die Radowitsche Unionspolitik (zitieren S. 46 Absatz)

-          Dieser Plan scheitert jedoch am Widerstand der Mittelstaaten, allen voran Bayern. Auch an der Angst des Zaren vor einer zu starken Mitteleuropäischen Macht.

-          Einer der schärfsten Kritiker und Gegner dieser „Unions-Brauerei“ war Fürst Felix Schwarzenberg … der Architekt der österreichischen Pressionspolitik die diese Radowitzsche Idee an die Wand spielte

-          Diese Pläne enden in der „Olmützer Schande“ <- Begriffserklärung

-          Bismarcks „Olmützer Rede“ führt zu seinem endgültigen Eintritt in die Politik

-          8. Mai 1851 wurde der sechsunddreißigjährige Bismarck zum Legationsrat und in den Frankfurter Landtag gewählt als preußischer Gesandter

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 4. Semester (Uni)
  • Erstellt: 2010
  • Note: 3
  • Aktualisiert: 16.07.16

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