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Otto von Bismarck Referat

Inhaltsverzeichnis

Hier findest Du kostenlos ein gutes Referat über Otto von Bismarck für die Schule (also ein Schülerreferat), Fragen kannst Du unten stellen.

1. Teil des Referats: Biographie und Lebenslauf Otto von Bismarcks

Jedes Referat muss (mindestens kurz) etwas über das Leben der Person enthalten, bevor deren Wirken betrachtet werden kann. Fürst Otto von Bismarck wurde am 1.04.1815 in Schönhausen in der Altmark, als Sohn eines ritterlichen Standesangehörigen, geboren. Bismark war als junger Mann schon eine höchst empfindliche Natur, was sich in seiner tiefen Religiosität äußerte. In Pietistenkreisen lernte er auch seiner spätere Ehefrau Johanna von Puttkamer kennen, die er 1847 heiratete. Bismarck stand allen liberalen Bestrebungen kritisch entgegen und profilierte sich seit 1847 im vereinigten Landtag als Hochkonservativer.

Er war von 1851 bis 1859 preußischer Gesandter (Diplomat) am Bundestag in Frankfurt am Main. Von 1859 bis 1862 war er Botschafter in St. Petersburg (Rußland) und im Jahre 1862 auch kurzweilig Botschafter in Paris (Frankreich). Nach einem Konflikt zwischen den preußischen Adelsjunkern und dem preußischen König Wilhelm dem ersten wurde Bismarck im Jahre 1862 zum preußischen Ministerpräsidenten berufen. Seine erste Aufgabe bestand darin, dass Problem zu lösen, was er meisterlich vollbrachte (siehe oben). Als Belohnung für seine Tätigkeiten wurde Bismarck 1865 in die Grafenschaft erhoben.

1866 wurde Bismarck Bundeskanzler des norddeutschen Bundes und 1871 Reichskanzler des deutschen Kaiserreiches. Für den Erfolg der nationalen Einigung wurde Bismarck die Fürstenschaft verliehen. Nach einem Konflikt mit Wilhelm dem zweiten wurde Bismarck 1890 entlassen. Er starb am 30.07.1898 in Friedrichsruh.

2.Teil: Innenpolitik Otto von Bismarcks

a) "Blut und Eisen"-Politik

Bismarck gehörte seit 1851 dem Frankfurter Bundestag an, wo er sich für eine Stärkung Preußens gegenüber Österreich einsetzte. Diese radikale Linie verfolgte Bismarck auch nach seiner Berufung als preußischer Ministerpräsident 1862 durch König Wilhelm dem ersten von Preußen. Als erste Aufgabe löste Bismarck die Heeresreform, an der der König gescheitert war. Bismarck musste einen Konflikt zwischen dem liberalen Abgeordnenten Haus und dem König klären. Die Heeresreform sah eine Stärkung des von den adligen Offizieren geführte Heer zu ungunsten der einfachen Bürgerwehren vor. Ohne Zustimmung des Parlamentes setzte Bismarck das Programm radikal durch. Diese Art und Weise löste einen vierjährigen Verfassungskonflikt aus. Aber auch diese Debatte wies Bismarck barsch ab. Dies ist ein deutliches Zeichen für die harte politische Entscheidungsweise in In-und Ausland.

b) Bismarck und der deutsche Nationalstaat

Im Jahre 1864 führten Preußen und Österreich einen Krieg gegen Dänemark, dessen König die völkerrechtswiedrige Einverleibung Schleswigs beabsichtigte. Dieser gemeinsame errungene Sieg stärkte den Dualismus der beiden deutschen Großmächte. 1866 kam es dann zu einem lange absehbaren Krieg zwischen Preußen,Österreich und deren Verbündeten. Daraufhin konnte Preußen die endgültige Vorherrschaft im Deutschen Bund erlangen, der nun zu einem norddeutschen Bund umgenannt wurde. Bismarck wurde zu dessen Bundeskanzler und Wilhelm zum Bundespräsidenten ernannt. Durch die Emser Depesche (siehe Außenpolitik) schlossen sich alle deutschen Staaten außer Österreich zusammen und kämpften miteinander zusammen in einem einjährigen Krieg gegen Frankreich. Folgender Fakt sollte in jedem Bismarck-Referat unbedingte Erwähnung finden: Bismarck hatte entscheident diesen Krieg provoziert, um alle deutschen Staaten (außer Österreich) in sein Bündnis zu bringen und somit unter die Vorherrschaft Preußens einzudecken. Nach Beendigung des Krieges schloß sich der norddeutsche Bund zu einem Reich zusammen, indem Bismarck die Kanzlerschaft übernahm. Das preußische Königshaus bekam die Kaiserwürde übertragen. Bismarck hatte nun seinen großen deutschen Nationalstaat, über den er diktieren konnte. Zusätzlich hat er sich einige Feinde erarbeitet wie z.B. Frankreich nach der Kaiserproklamation.

c) Bismarcks "Kulturkampf"

Nach Gründung des jungen Reiches hatte Bismarck in Deutschland einen großen Feind, die katholische Kirche. Die Kirche beschloß auf einem Konzil die Unfehlbarkeit des Papstes und seiner Nachfolger. Dies war alleine noch nicht schlimm, da aber die Kirchen großen Einfluss auf gewisse gesellschaftliche Kreise hatte war die politische Autoriotät sowie die staatliche Autonomie der Reichsführung gefährdet. Der Wirtschaftsliberallismus sollte nach Ansicht des obersten Klerus auch auf die deutsche Wirtschaft übertragen werden. Dies sah Bismarck als eine Gefährdung seiner Position. Deshalb unterstellte er 1872 alle Bildungseinrichtungen dem Staate bzw. Altkonservertiven um eine Trennung von Staat und Kirche herbeizuführen. Die Zentrumspartei sah dieses Programm nicht mit positiven Augen und befürchtete eine Unterwerfung der katholischen Kirche hin zu einer Minderheit. Dieser Konflikt zog sich allmählich im ganzen Reiche zu. Der Höhepunkt war das Jesuitengestetz,der bayerischen Staatsregierung, die den Verbot des Jesuitenordens auf deutschen Boden vorsah. Daraufhin konterte die Reichsregierung mit dem Expatriierungsgesetz. Dies sah vor das alle katholischen Geistlichen sich auf einen bestimmten Bereich zu konzentrieren bzw. zu beschränken hatten. Dieses Gesetz wurde noch verschärft als die Reichsregierung den Verbot aller Orden und Standpunkte sowie die Ausweisung der Geistlichen durchsetzte. Der Vatikan drohte den katholischen Regierenden daraufhin mit dem Kirchenbann woraufhin die Mittel des Staates gänzlich ausgeschöpft waren. Der Kulturkampf wirkte sich für Bismarck somit als Niederlage aus, denn er unterlag dem Vatikan und schaffte es nicht die Zentrumspartei in die Knie zu zwingen.

d) Die sozialistischen Reichsfeinde und Bismarck

Neben den Katholiken galten auch die Mitglieder der Arbeiterbewegungen als Reichsfeinde. Diese beiden Gruppen passten nicht in Bismarcks monarchistische Ordnung. Der spitzeste Dorn in seinen Augen war die Sozialdemokratie, ein harter Gegner der Monarchie, die bei den Reichtagswahlen ständig Mandate hinzugewannen. Nach zwei Attentaten auf Kaiser Wilhelm den ersten, fand Bismarck die Vorraussetzungen für gegeben die Sozialdemokratie zu verbieten, was allerdings die politische Verbindung nicht löste. Die Abgeordneten im Reichstag durften auch weiterhin sozialdemokkratischen Ursprungs seien und die öffentliche Meinung änderte sich nicht. Dies führte dazu das ein Sozialversicherungsgesetzt zum Schutze des Arbeiters eingeführt wurde. Dies musste getan werden, da diese Forderung seit langem von Gewerkschaften und dem Volke gefordert worden war. Nach Bismarcks Abdankung wurde das Sozialistengesetz von seinem Nachfolger Caprivi aufgehoben und so scheiterte auch dieser Teil des innenpolitischen Konzptes.

3.Teil Außenpolitik Otto von Bismarcks

a) Emser Depesche

Die Emser Depesche war eine Schlussfolgerung aus einem Konflikt zwischen Wilhelm dem ersten und Napoloen dem dritten. Es ging um die Thronfolge in Spanien, wo das preußische Königshaus einen Hohenzollern als neuen König vorschlug. Nach protesten Frankreichs zogen die Preußen ihren Kandidaten zurück. Bismarck provozierte die Franzosen zu einem Entschuldigungstelegramm von Wilhelm an Napoleon, welches aber so überzogen war, dass Bismarck einen Angriffsgrund auf Frankreich hatte. Dies nennt man die "EMSER DEPESCHE". Der Krieg wurde gewonnen und die Reichsgründung vollzogen.

b) Bündnis und Verträge

Bismarck vollzog in seiner Amstszeit eine ausgefeilte Bündnispolitik die Deutschland mit in die Achse der stärkeren führen sollte. Mit Frankreich waren die Deutschen seit dem Krieg verfeindet, aber England, Österreich und Sicherung zu Rußland war ein gutes Ziel. 1878 wurde in Berlin der Berliner Kongress veranstaltet, der alle Großmachten im Sinne Deutschlands vereinte. Im darauffolgendem Jahr gründeten Deutschland und Österreich einen Zweibund, der 1882 mit dem Eintritt Italiens zum Dreibund wurde. 1887 schloß Deutschland mit Rußland einen Rückversicherungsvertrag, der die Ostgrenze sicherte. Die geniale Bündnispolitik Bismarcks wurde durch den Kaiser und seinen Kanzlern, aus völligem Fehlverhalten, gesprengt.

Das war in etwa das wichtigste, das man in einem Bismarck Referat anderen Schülern vortragen sollte - wer mehr Informationen zum Otto sucht, wird bei Wikipedia fündig - einfach klicken ;)

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4.7 / 5 Sternen (17 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2004
  • Note: 2+
  • Aktualisiert: 04.07.16

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  • Annabel schrieb am 18.02.2015:

    Super! Die wichtigsten Infos sind drin! Erleichtert das erarbeiten dieses Referats um ein vielfaches

  • lechen01 schrieb am 20.04.2014:

    es hilft mir echt super und ich kann mir alles viel besser merken aber für meine GFS leider 5 Minuten zu kurz

  • Julia schrieb am 24.11.2012:

    SUPER! Vielen Dank dein Text ist toll geschrieben und leicht zum verstehen :D

  • Tierfreund schrieb am 26.08.2012:

    Danke, damit gehen die Hausaufgaben wie von selbst :-)

  • Sandra&Jana schrieb am 14.06.2012:

    danke für diese schöne hausaufgabe :)

  • cooliii schrieb am 28.04.2012:

    haha ich nehm einfach das für meinen vortrag :)

  • Manni Freud schrieb am 25.02.2012:

    WAS LABERSCH DU?

  • simon schrieb am 08.01.2012:

    okay ! also für einen Vortrag komplett ausreichend
    danke

  • ich schrieb am 16.12.2011:

    geil probereferat ich komme :D

  • linda schrieb am 13.11.2011:

    Danke! Ich hab mich durch wikipedia und andere seiten gequält, und wusste echt nicht was das wichtigste ist, aber hier steht es kurz und knackig. hab nochmal von vorne angefangen mit rauscshreiben.. Ehrlich: Danke ;)

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