Schulzeux.de > Geschichte

Die Reformation Referat

Inhaltsverzeichnis

Folgend ein Referat zur Reformation und der Frage, wie weit Martin Luthers Einfluss auf die Reformation reicht. Prinzipiell aber wird die Reformation in ihrer Gänze zusammenfassend dargestellt, selbst die ihr folgende Gegenreformation ist enthalten. Ebenso ausführlich auch das Wormser Edikt und der Augsburger Religionsfriede.

Die Reformation - Referat

Die Anfänge der Reformation - die Beweggründe Martin Luthers (1483-1546)
Der Ablaßhandel, der im Spätmittelalter aufkam, war der Hauptgrund für Luther seine 95 Thesen zu verfassen. Diese waren eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht sondern nur für Kirchen interne Diskussionen. Trotzdem fanden seine Thesen schnelle Verbreitung.
Luther wollte eigentlich die Entscheidung über seine Thesen dem Papst überlassen, als ihm der päpstliche Legat allerdings keine Begründung liefern konnte warum seine Thesen falsch seien, kritisierte Luther erstmals den Papst und das Konzil. Als der Papst ihm daraufhin mit Bann drohte, falls er seine Thesen nicht widerrufe, verbrennt Luther 1520 die Bannbulle öffentlich.

Die Lehre Luthers

  • Lehre Luthers:  Katholische Kirche;
  • Bibel als einzige Glaubensgrundlage
  • Neben der Bibel sind Überlieferung und Tradition Glaubensquellen
  • Nur 2 Sakramente (Taufe und Abendmahl)
  • 7 Sakramente  (Taufe, Firmung, Priesterweihe, Abendmahl, Buß-S., Krankensalbung, Ehe)
  • Landeskirchentum Papst ist das Kirchenoberhaupt

Wichtigste Unterschiede der Lehre Luthers zur katholischen Kirche

Mittlerweile hatte Luther auch andere Schriften verfaßt die vom Großteil der deutschen Bevölkerung begeistert aufgenommen wurden. In seinen beiden wichtigsten Schriften "An des Adels deutscher Nation von des christliches Standes Besserung" und "Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche" wendete er sich gegen die Unterteilung von weltlichen und geistlichem Stand, die Ehelosigkeit der Priester, die Heiligen- und Reliquienverehrung, das Mönchstum und die Allmacht des Papstes. Er stellt außerdem fest dass nur zwei Sakramente, nämlich die Taufe und das Abendmahl, auf die Bibel zurückzuführen sind.

Das Wormser Edikt

Der junge Kaiser Karl V. berief einen Reichstag nach Worms ein (1521) um die religiöse Frage zu lösen. Da Luther sich allerdings weigerte seine Schriften zu widerrufen solange ihm niemand beweisen könne dass sie in Widerspruch mit der heiligen Schrift stehen verhängte Karl V. über Luther die Reichsacht und erließ das Wormser Edikt welches Luthers Lehre verbat und die Verfolgung seiner Anhänger befahl. Luther flüchtete unter Schutz seines Landesfürsten auf die Wartburg wo er das neue Testament ins deutsche übersetzte.
Die Bauernkriege und die Ausbildung des Landeskirchentums

Schon vor Martin Luthers angezettelte Reformation gab es zahlreiche Bauernaufstände. Allerdings war es Luthers Lehre die zum ersten mal im gesamten Reich eine, auf dem Evangelium basierende gemeinsame Grundlage für das Anprangern dieser Mißstände bot. Luther selbst forderte den Adel auf, die Forderungen der Bauern auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Als er dann in seiner Schrift "Von der Freiheit des Christenmenschen " feststellte "ein Christenmensch ist ein freier Herr und niemanden Untertan" so bezogen das die Bauern, im Gegensatz zu Luther, auch auf ihre weltliche Lage. Die Bauern verfaßten 1525 die 12 Artikel in denen sie ihre Forderungen, die sie eigentlich friedlich durchsetzten wollten, zusammenfaßten. Als ihre Forderungen nicht anerkannt wurden folgten zahlreiche Aufstände und Plünderungen. Luther wies jede Schuld von sich und verurteilte in seiner Schrift "Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern" deren Vorgehensweise. Durch dieses Abkehren von den Bauern wendet sich Luther endgültig den Landesfürsten zu. Anstatt, wie er ursprünglich geplant hatte die Reformation von "unten" durchzuführen, unterstellt er nun seine Lehre den Landesfürsten. Sie sollten als "Notbischöfe" die Kirche organisieren.

Der Augsburger Religionsfriede

Karl V. konnte durch das Wormser Edikt wegen der außenpolitischen Situation nicht durchsetzen, im Südosten des Reiches kämpfte er gegen die Türken, im Westen gegen Frankreich. Daher benötigte er die Unterstützung aller seiner Fürsten und mußte je nach Lage den Anhängern Luthers Lehre Zugeständnisse machen. Nachdem jedoch die Türken abgezogen waren und er mit Frankreich Frieden geschlossen hatte, bestand er wieder auf die Durchführung des Edikts. Dagegen protestierten die evangelischen Reichsstände (daher der Name "Protestanten"), 1530 überreichten sie Karl V. ihr eigenes Glaubensbekenntnis das Augsburger Bekenntnis (A.B.). Karl V. blieb jedoch unnachgiebig, so dass sich die evangelischen Reichsstände sich zum schmalkischen Bund zusammenschlossen. Wegen eines neuerlichen Angriffs der Türken und weiter Kriege gegen die Franzosen konnte Karl V. vorerst nichts gegen den schmalkischen Bund unternehmen. Als 1546 jedoch mit beiden Mächten Frieden schloß kommt es zum schmalkischen Krieg bei dem er den Protestanten eine schwere Niederlage zufügt. Diese verbünden sich daraufhin mit dem französischen König woraufhin sich Karl V. nach Spanien zurückzog und die Regelung der Religiösen Frage seinem Bruder Ferdinand überließ. Schließlich kam es 1555 zum Augsburger Religionsfrieden.

Andere Reformatoren - Ulrich Zwingli (1484-1531), Johannes Calvin (1509-1564)
Calvin glaubte im Gegensatz zu Luther, dass Gott dass Schicksal (Prädestinationslehre) eines jeden Menschen von Gott vorherbestimmt ist. Nicht jeder Christ sei für die Seligkeit auserwählt nur wer ein pflichtsames auf Gott ausgerichtetes Leben führte könne hoffen auserwählt zu sein. Vergnügungen wie Tanz, Theater, Gesang, Karten- und Würfelspiel wurden schwer bestraft. Calvin errichtete in Genf einen "Gottesstaat". Er predigte außerdem Widerstand gegen die weltliche Obrigkeit falls deren Gesetzte im Widerstand zu der heiligen Schrift stünden. Durch den Leistungsgedanken im Kalvinismus wurde der Frühkapitalismus gefördert.
Zwingli war ursprünglich ein Mitstreiter Luthers, der allerdings eine eigene Lehre begründete da er sich mit Luther nicht über die Bedeutung des Abendmahls einigen konnte, er war hauptsächlich in der Schweiz tätig.
Seine Anhänger und die Anhänger Calvins bildeten später die "reformierte Kirche" (oder "helvetisches Bekenntnis").

Die Gegenreformation

Obwohl der Papst Hadrian VI. schon 1522 die Notwendigkeit einer Reform erkennt, wird, erst nach seinem Tod, 1545 das Konzil nach Trient einberufen um die Mißständen in der katholischen Kirche zu beseitigen. Auch die Anhänger Luthers waren eingeladen, da sie aber den Papst nicht mehr als ihr Oberhaupt anerkannten folgten sie der Einladung nicht. Das Konzil das mit längeren Unterbrechungen bis 1563 tagte hielt an der alten Glaubenslehre fest, erließ aber verschiedene Beschlüsse, so wurde der Kauf, Verkauf und die Häufung kirchlicher Ämter, der Ablaßhandel und die Priesterehe verboten. Außerdem wurden Priesterseminare zur besseren Ausbildung der Priester eingerichtet. Auch die Orden wurden in die Reform mit einbezogen, es wurden auch viele neue Orden gegründet (z.B.: Ursulinen, Piaristen, Barmherzige Brüder). Der wichtigste der neuen Orden war der Jesuitenorden der sich der sich vor allem der "Bekehrung" von Ungläubigen und Protestanten widmete.

Hilf uns und deinen Freunden, indem du diese Seite teilst, verlinkst und bewertest

4.3 / 5 Sternen (6 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2008
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 12.07.16

Schreibe jetzt deine Meinung

    Was ist 11 - 8? Ergebnis:  
Wähle dein Bild:
  • Frau und Herr Puups schrieb am 04.01.2012:

    wir finden das hier sehr gut und informationsreich :D
    ?

  • gat schrieb am 26.01.2011:

    das ist viel zu lang und ungenau

Mitmachen

Drag & Drop oder: Durchsuchen... Endungen: .doc(x) .xls(x) .ppt(x) .pdf .txt .rtf .jpg .gif .png .bmp

Danke für deinen Besuch bei Schulzeux.de

Zeig diese Seite deinen Freunden

Mithelfen ist ganz einfach

Du hast sicher auch noch Hausarbeiten, Vorträge etc. auf deinem PC. Veröffentliche sie in wenigen Sekunden und hilf damit tausenden Mitschülern.

Mehr Infos

Schulzeux.de auf Facebook

Schulzeux.de bei Google+