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Mittelalter & Reformation Zusammenfassung

Inhaltsverzeichnis

Folgend das Spätmittelalter und die Reformation in einer Zusammenfassung gelistet - wunderbar auch als Referat zum Mittelalter und oder Reformation verwendbar.

1.) Europa im Mittelalter

Krieg, Teuerung, Hunger, Not und unheilbare Krankheiten überfallen Europa. Unsicherheit und Furcht zeichnen die damaligen Menschen. Die reichen Bürger und die reichen Adligen blicken auf verarmenden Adligen, Grundherren und die armen Bauern herab. Der Bevölkerungsrückgang durch Krankheiten führt dazu, dass Ackerland nicht mehr bebaut wird. Grosse Gebiete Europas veröden. Die Preise der Nahrungsmittel sinken, so dass die Landbevölkerung verarmt. Die Städte jedoch entwickeln sich stark, da man jetzt genug billige Nahrung hat. Es geht jedoch nicht jeder Landbevölkerung schlecht. Dort wo sich neue Industriezweige, wie Bierbrauereien, Leinenwebereien, Metallwaren und Werkzeugherstellung, etablieren, fangen die Bauern in der Umgebung an Hopfen, Gerste, Flachs und Holz anzubauen, Zudem kommt die Schafhaltung für die Wolle auf, zudem noch Früchte, Gemüse und Fleisch für die Städte. Die Fernhandelsgesellschaften in den Städten schließen sich gegen Ende des Mittealters zusammen. Sie werden später durch reiche Familien, die zum Fernhandel auch noch Bergwerke oder ähnliches besitzen, abgelöst. Die freien Handwerker sind aber zunehmend von ihnen abhängig.

1.1) Pest, Bevölkerungsrückgang, Preiszerfall

Europa wurde lange Zeit von schweren Krankheiten verschont. Zwischen 5. und 15. Jahrhundert fallen gerade mehrere über sie her. Die ersten Ausläufe der Lungen und Beulenpest kamen im Oktober 1347 in Messina (Sizilien) durch ein Schiff aus China in Europa. Sie verbreitete sich schlagartig auf ganz Europa aus. Zu der Lungen- und Beulenpest, gibt es auch noch die Pestsepsis, sowie Ruhr und Typhus die in Europa um sich greifen. Zwischen 1300 und 1500 sterben allein in Frankreich und der Niederlande über 5 Millionen Leute an ihnen. Der große Bevölkerungsrückgang hatte zur Folge, dass es vorerst eine Überproduktion an Nahrungsmittel gab. Der Preis ging logischerweise bergab. Da die Grundherren so starke Verluste bekamen, versuchten sie dies mit höheren Steuern auszugleichen. Da die Bauern sie meistens nicht zahlen konnten, gab es für sie nur einen Ausweg, die Leibeigenschaft.

1.2) Staaten und ihre Entstehung

Die Regionen haben sich ganz unterschiedlich entwickelt. Während in Frankreich ein riesiger Zentralstaat entstand, war es in Deutschland ein Territorialstaat. In Deutschland war das Machtverhältnis unklar. Der Kaiser war als oberster Wahrer von Recht und Ordnung anerkannt aber er war auf den guten Willen der geistlichen und weltlichen Fürsten und Reichstädte angewiesen. Die Landesfürsten bauten eine eigene Verwaltung auf indem sie ihre Herrschaftsgebiete in Amtsbezirke auf- teilten, die von einem Amtmann verwaltet wurde. Der landesfürstliche Rat entwickelte sich zu einer zentralen Regierungsbehörde.

1.3) Kultur und Gesellschaft (Renaissance, Humanismus, Machiavelli, Naturwissenschaft)

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts ändert sich für den gewöhnlichen Bauern nichts. Die Oberschicht fängt jedoch an sich in zu bilden. Es gibt zwei Strömungen. Die Renaissance hatte ihren Ursprung im Italien des 14. Jahrhunderts und erfasste im 16. Jahrhundert ganz Europa. Bei der Oberschicht löste dies eine grundlegende Änderung der sozialen, politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und geistesgeschichtlichen Verhältnisse aus. Dazu kommt der Humanismus. Die Hinwendung zum Menschen. Ein guter Humanist musste fechten, tanzen, malen, musizieren und dichten können. Humanisten fanden das Germania von Tacitus. Tacitus lobte das einfache Leben der Germanen im Gegensatz zum verkommenen Leben der Römer. Um 1500 wurden die Germanen wegen ihrer mangelnden Bildung von den Italienern verachtet. Die deutschen Humanisten hielten ihnen nun vor, dass die alten Römer sie geschätzt hätten. Machiavelli beschrieb in seinem Buch seine ideale Staatsform auf. Es ist eine Republik, in der das einzelne Menschenleben nicht zählt.

2.) Reformation und Glaubensfrage

2.1) Religiosität

Die Menschen im 15. Jahrhundert waren genauso fromm wie vorher. Man versuchte ein Gott gewolltes Leben zu führen, der Helfer dabei war die Kirche. Die Kritik, dass die Kirche gar nicht so christlich, wie sie sein sollte ist, wächst. Die Priester sind zu arm um sich nur ihrem Amt zu widmen. Darum betreiben sie noch eine Wirtschaft. Die Priester sind ungebildet. Die Bischöfe sind meist Politiker und Krieger. In Rom feierte man nur Feste. Die Renaissance - Päpste denken nur ans Feiern. Um sich die Macht zu festigen verkaufen sie hohe christliche Ämter.

2.2) Ablasshandel

Ablass, in der Praxis der römisch-katholischen Kirche der volle oder teilweise Nachlass der "zeitlichen Sündenstrafen" durch Erfüllung bestimmter Leistungen wie z. B. Gebete oder gute Werke. Ablass kann von einem kirchlichen Würdenträger gewährt werden und gilt als eine besondere Form der Fürbitte, welche die Gesamtkirche in ihrer Liturgie und ihren Gebeten um Versöhnung Gottes mit einem lebenden oder toten Kirchenmitglied leistet. Die römisch-katholische Kirche gewährt immer noch Ablässe, die Praxis wurde jedoch 1967 reformiert. Die Möglichkeiten für die Gewährung eines Ablasses wurden eingeschränkt und die zeitlichen Bestimmungen abgeschafft. Gleichzeitig wurde die Gewährung eines Ablasses in zunehmendem Maß ein Vorrecht des Papstes, der daraus eine Quelle zur Aufbesserung seiner Finanzen zu machen wusste. Im Mittelalter bürgerte sich in der Amtskirche der so genannte Ablasshandel ein. Geistliche verkauften Ablässe und behaupteten, auch ohne persönliche Reue des Sünders seien ihm die Sünden damit bereits vergeben

2.3) Martin Luther – Leben und Wirken

Martin Luther, Sohn eines Bergwerkbesitzers sollte nach seinem Vater in die Oberschicht aufsteigen. Er studierte Rechtswissenschaft. Nach dem Tod seines Freundes und einem Erlebnis in einem Gewitter, begann er über den Tod nachzudenken. Daraufhin trat er in ein Kloster ein. Er wollte ein Gottgewolltes Leben führen. Er verzweifelte fast an dem, was die Kirche dafür verlangte. Er begann alles Biblische durchzulesen. Als er die Paulusbriefe in die Hand bekam, interpretiere er sie so, dass man nicht an die Kirche glauben muss, sondern nur an Gott! Er wollte die Kirche auf diese Missstände aufmerksam machen, doch alle Versuche die Theologen durch Streitgespräche dazu bewegen, etwas zu ändern schlugen fehl. Luther übersetze die Bibel ins erste Deutsch.

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4.7 / 5 Sternen (3 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2003
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 11.08.16

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  • Basti schrieb am 21.09.2011:

    also alles schön zusammengefasst aber das luther auf einmal die bibel ins deutsche übersetzt ist schon ein gorßer zweitsprung was dazwischenn noch alles kommt!

  • Matthias schrieb am 19.08.2010:

    Sprachlich verständlich zu gleich aber auch sehr einfach gehalten.
    Bei der Reformation an sich wurden zuviele wichtige Inhalte weggelassen z.B.: Spaltung der Kirche in evang. Kirche [ sprich : reformierte Kirche und luthersche Kirche].
    Im ganzen wurde hier aber ein enormer Zeitraum verständlich zusammen gefasst.

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