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Umweltverschmutzung in der DDR (Referat)

Inhaltsverzeichnis

Bitte beachtet unbedingt, dass der Text nicht wissenschaftlich wertneutral gehalten ist, sondern deutliche Züge der prokapitalistischen bzw,. der heutigen Schulbuchgeschichtsschreibung enthält. Der Autor hat es selbst nie anders gelernt, denn wer  schreibt Geschichte? Genau: der Sieger. Das darf man nie vergessen und sollte im Referat ruhig Erwähnung finden. Um das zu verdeutlichen: wie sah man zwischen 1933 und 1945 Hitler? Und wie sieht man ihn heute? Völlig unterschiedlich, weil der Zeitgeist sich ändert!

1. Der geheim gehaltene Kampf gegen die Umwelt in der ehemaligen DDR

1.1 Die nie verwirklichten Zielsetzungen der Umweltpolitik in der ehem. DDR

Verfassungsauftrag verankert in der Verfassung der DDR, Artikel 15 (2)

"Im Interesse des Wohlergehens der Bürger sorgen Staat und Gesellschaft für den Schutz der Natur. Die Reinhaltung der Gewässer und der Luft sowie der Schutz der Pflanzen- und Tierwelt und der landschaftlichen Schönheiten der Heimat sind durch die zuständigen Organe zu gewährleisten und sind darüber hinaus auch Sache jedes Bürgers"

Dieser Artikel verdeutlicht ein gewisses Problembewusstsein der DDR Politiker, das Vorraussetzung für die Entwicklung einer erfolgversprechenden Umweltpolitik ist. Ob jedoch das Bestreben nach Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer sauberen Umwelt, wie in diesem Gesetz formuliert, realisiert wurde, ist stark anzuzweifeln. Diese Aussage wird durch Fallbeispiele unterstützen.

1.2 Widersprüche auf literarischer Ebene

Während die kommunistischen Autoren behaupten, das Umweltproblem sei im Kapitalismus unlösbar, weil der Zielkonflikt zwischen Wirtschaftlichkeit und Erhaltung der Umwelt letztlich immer wieder zugunsten der Gewinne in der Ökonomie entschieden werde, leugnen sie das Bestehen solcher oder ähnlicher Zielkonflikte, ohne nennenswerte Argumente, im "realen Sozialismus".

"Anarchie und Konkurrenzkampf verschärfen nicht nur die antagonistischen Widersprüche innerhalb der auf Privateigentum beruhenden Gesellschaftsformationen, sondern auch das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Unter diesen Bedingungen lässt sich weder eine Planung im Interesse der ganzen Gesellschaft eines Landes noch in größeren Dimensionen - auf unserer Erde - durchführen. Nur dort, wo gesamtgesellschaftliches Eigentum an der Natur herrscht, lässt sich das Umweltproblem endgültig und dauerhaft lösen." Zit. nach Herbert Schindler

1.3 Widersprüche auf ideologischer Ebene

Der Kommunismus als Ideologie sieht im schnellen Wirtschaftswachstum das entscheidende Mittel, um den Übergang von der "entwickelten sozialistischen Gesellschaft" zur angestrebten kommunistischen Gesellschaft zu erreichen [dies ist die Interpretation der bürgerlichen Geschichtsschreibung - laut Marx ist es lediglich die Folgeepoche des Gegenwartssystems Kapitalismus - kann man ruhig im Referat erwähnen!) . Man steht vor der Frage, ob man die Entwicklung von Wissenschaft und Technik durch die Notwendigkeit von Umweltschutzmaßnahmen bremsen sollte oder aber einem schnellen wirtschaftlichen Wachstum den Vorrang gibt mit der Entschuldigung, dass die dabei eintretenden Umweltschäden schon wieder geheilt würden, wenn man genügend Mittel und die Zeit dazu habe. Hält man sich die Ergebnisse von analysierten Wasserproben der Elbe vor Augen kann man ohne jeglichen Zweifel behaupten, dass in der DDR die Entscheidung gegen die Notwendigkeiten zum Schutz der Umwelt, sondern zugunsten der Wirtschaft gefallen ist. das ist ein starker Widerspruch zum Verfassungsauftrag in der Verfassung der DDR, Artikel 15 (2) (siehe oben).

2. Die Elbe - ein Opfer jahrzehntelanger Misshandlung durch Gesellschaft und Industrie

Die Elbe ist mit einer Länge von 1091,47 km von der Quelle im Riesengebirge bis zur Mündung in die Nordsee mit einem Gesamteinzugsgebiet von 148268 km^2 eines der größten Flussgebiete Mitteleuropas. Das Einzugsgebiet der Elbe erstreckt sich auf vier Staaten, wobei in der ehem. DDR über die Hälfte des Gesamteinzugsgebietes liegt.
Die Elbe ist ein typisches Beispiel für vernachlässigten Gewässerschutz. Durch unzureichenden Gewässerschutz in ihrem Einzugsgebiet ist der Flusslauf einer der am stärksten belasteten Flüsse Europas.
Ungenügend, bzw. teilweise überhaupt nicht behandelte kommunale, industrielle und landwirtschaftliche Abwässer in der Tschechischen Republik und der ehem. DDR sorgten für eine hohe Belastung der Gewässer im Einzugsgebiet der Elbe und des Flusses selbst.

Aufgrund wirksamer Maßnahmen in der Wasserwirtschaftspolitik und infolge wirtschaftlicher Änderungen in Europa nach 1989 wurden in der Tschechischen Republik sowie in der ehem. DDR die Schadstoffeinleitungen in die Elbe stark reduziert
Aber auch durch die Schließung einiger Industriebetriebe in der ehem. DDR wurde die Schadstoffeinleitung in die Elbe verringert, womit das DDR Referat zur Umwelt endet. Hoffentlich hat es euch gefallen, vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

ÜBRIGENS: die Berliner Zeitung schreibt hier auch über die DDR Umweltverschmutzung, schaut zu weiteren Infos ruhig mal vorbei.

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5 / 5 Sternen (1 Bewertung)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2009
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 22.07.16

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