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Die Pariser Verträge Referat (1954-1955)

Inhaltsverzeichnis

In ihren beiden Reden zu den Pariser Verträgen vertreten Konrad Adenauer und Erich Ollenhauer zwei grundsätzlich verschiedene Meinungen, die folgend interpretiert und verglichen werden. Auch als Referat zu den Pariser Verträgen nützlich und brauchbar!

Adenauer ist der Auffassung, durch das Pariser Vertragswerk, gekoppelt an den Deutschlandvertrag, sei erst die Basis für eine letztendlich angepeilte Wiedervereinigung geschaffen worden. Mit dem starken Westen im Rücken, der sich auf kurz oder lang für die deutschen Interessen eines vereinigten, gesamten Staates einsetzen würden, hätte man die richtigen Mittel in der Hand. 

Die mit den Verträgen verbundene Aufrüstung Deutschlands sei nicht nur notwendig, um sich im Kriegsfall selbst verteidigen zu können, sondern auch um den Westmächten eine gewisse Eigenleistung anzubieten. 
In Adenauers Augen sei die momentane Haltung der Sowjetunion den eigenen Interessen und Vorstellung zur sehr entgegengesetzt. Er unterstellt der UDSSR die Absicht, sich unverändert einer expansiven Politik zu widmen mit dem Fernziel, ganz Europa unter kommunistischer Herrschaft nach sowjetischem Vorbild zu wissen.

Man müsse daher, so Adenauer, zunächst die uneingeschränkte Unterstützung der Westmächte haben, um das Ziel Wiedervereinigung aus gesicherter Stellung heraus und mit guten Argumenten angehen zu können. 
Sein gegenüber, Erich Ollenhauer, steht der totalen und einseitigen Annäherung Richtung Westen kritisch gegenüber. Man solle die Sowjetunion nicht Aufgaben als Verhandlungspartner für eine angestrebte Wiedervereinigung, sondern auf Basis der Vier-Mächte-Verhandlungen mit den Sowjets gemeinsam nach einer „befriedigenden Lösung der deutschen Frage“ suchen.

Für die SPD habe es den Anschein, Adenauer ziele eher auf eine baldige Wiederbewaffnung als –vereinigung ab. 
Denn durch die Verträge von Paris und den Eintritt in die NATO käme man nicht nur dem Westen näher, sondern würde sich schließlich auch immer weiter vom Osten entfernen. Ollenhauer befürchtet, dass als Folge zum Abschluss der Verträge die Bereitwilligkeit der Sowjetunion zu Verhandlungen, die sich mit der Lösung der deutschen Frage beschäftigten, nicht steigen werden, wie von Adenauer propagiert. Er stellt aber auch klar, dass auch die Aktionen der Sowjetunion mit großer Beunruhigung zu vernehmen seien. Deren Vorstellungen seien in keinem Falle identisch mit denen der SPD, verfolgten die Sowjets doch erster Linie ihre eigenen Interessen, die sich mit einem starken und vereinigten Westen nicht vertrügen. Doch sei die UDSSR nichts desto trotz einer der vier Besatzungsmächte, ohne deren Zustimmung das Ziel Wiedervereinigung nie zu erreichen, ja gar genauso wichtig wie das der Westmächte sei. 

Adenauer geht also davon aus, Deutschland müsse sich zunächst voll und ganz für eine der Extrema entscheiden, um mit voller Unterstützung Druck und Einfluss auf das andere auszuüben.
Ollenhauer meint hingegen, man müsse sich so lange wie möglich beide Seiten für Gespräche offen halten, um keine Blockade einer der Parteien zu provozieren.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2009
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 28.06.16

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