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Vespasian als Kaiser

Inhaltsverzeichnis

Das Referat zu Vespasian findet ihr dort. Folgend eine Hausarbeit zu Vespasian die auch kostenpflichtig bei ha.de angeboten wird -> wer klug ist und googelt findet sie also hier kostenlos ;)

 

WS 2009/10
Abgabefrist: 16.04.2010
Proseminar: Das neue Rom der Flavier
Dozent: Eike Faber

Vespasian als Kaiser -

die Konsolidierungspolitik an ausgewählten Beispielen

 

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Inhaltsverzeichnis "Kaiser Vespasian"

1. Einleitung. 3

2. Themahinführung. 4

3. Die Konsolidierungspolitik Vespasians. 4

3.1 Restrukturierung des Senats. 4

3.2 Neugestaltung des Heeres und der Legionen. 6

3.3 Auswirkung der Steuer- und Finanzpolitik. 8

3.4 Notwendige Investitionen. 10

4. Zusammenfassung. 12

5. Bibliographie. 13

Quellenverzeichnis. 13

Literaturverzeichnis. 13

 

1. Einleitung

In dieser Hausarbeit werde ich die Konsolidierungspolitik des Vespasian an ausgewählten Beispielen untersuchen um festzustellen, inwiefern Kaiser Vespasian das Reich unter seiner Herrschaft militärisch und politisch festigte.

Nach einer kurzen Themenhinführung widme ich mich zunächst der Restrukturierung des römischen Senats durch Vespasian und betrachte hierzu die Senatserweiterungen etwas genauer. Insbesondere stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, weshalb der Kaiser in der Senatsbesetzung vom republikanischen Ideal abkam. Danach beschäftige ich mich mit der massiven Umgestaltung des Heereswesens unter Vespasian und greife dabei auch die historische Kontroverse nach den Gründen der Provinzialisierung des Heeres auf. Daneben wird die Politik der Grenzsicherung und der damit verbundenen Sicherheit und Stabilität im Reichsinnern näher beleuchtet. Im Anschluss daran soll die Steuer- und Finanzpolitik Vespasians erläutert und ihr Einfluss auf die Konsolidierung des Imperiums dargelegt werden. Schließlich werden die Investitionen des Kaisers in den Senatorenstand, notleidende Städte und Künstler genauer betrachtet und auf Notwendigkeit hin überprüft.

Auf dem historischen Fachgebiet der Flavier ist Stefan Pfeiffer mit seiner veröffentlichten Literatur eine Koryphäe, weshalb ich mich an seinem Werk „Die Zeit der Flavier: Vespasian, Titus, Domitian“ unter Verwendung kritischer Alternativliteraur größtenteils orientiert habe. Die entsprechende Auflistung ist im Literaturverzeichnis einsehbar.

Das Thema „Vespasian als Kaiser“ habe ich deshalb ausgewählt, da durch das entsprechende Referat einerseits eine solide Grundbasis an Wissen vorhanden war, andererseits aber erst hierdurch ein erhöhtes Interesse nach Vertiefung der Thematik geweckt wurde.

2. Themahinführung

Kaiser Vespasian stand nach dem Sieg gegen Vittelius und der Legitimation seiner Herrschaft durch religiöse (die Gottheit Sarapis sorgte für die „gloria“) und politische (Mün­zen mit der Umschrift „Auf die Eroberung Judäas" kamen in Umlauf) Maßnahmen vor einer Reihe zu bewältigender Aufgaben. Dazu gehörten vor allem die (Neu-)Strukturierung des Heeres, des Senats, der Steuerpolitik sowie nötige Investitionen in Kultur und Städte. Im Folgenden sollen diese vier Aspekte jeweils gesondert untersucht werden um aufzuzeigen, auf welche Weise Vespasian das Reich unter seiner Herrschaft konsolidierte. Da in seiner Politik oftmals Parallelen zu August erkennbar sind, sollen dabei auch an geeigneter Stelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur augusteischen Politik dargelegt und ermittelt werden. Der römische Schriftsteller Gaius Suetonius Tranquillus (70 bis 130–140 n. Chr.), allgemein Sueton genannt, liefert uns hierzu eine Reihe von Informationen und Beschreibungen, die von vielen neuzeitlichen Autoren aufgegriffen wurden und so in zahlreichen Sekundärliteraturen  Einzug fanden.

3. Die Konsolidierungspolitik Vespasians

3.1 Restrukturierung des Senats durch den Kaiser V.

Als Mitglied des Senatorenstandes war Vespasian befugt, das Amt eines römischen Konsuls zu bekleiden. Zwar hatte Augustus dieses Amt im Jahr 23 v. Chr. - als seine Herrschaft bereits unanfechtbar gewesen und somit unangreifbar für Kontrahenten war - wieder für alle Senatoren zugänglich gemacht. Dennoch trat Vespasian dieses Amt kontinuierlich an und brach somit den  augusteischen Brauch. Pfeiffer führt in diesem Zusammenhang als möglichen Grund die Herkunft des Vespasian an – womöglich wollte er durch das Amt des römischen Konsuls eine höhere Würde (dignitas) erlangen, hatte er doch keine senatorische Familientradition aufzuweisen. Zudem hatte er als Konsul einfacheren und direk­teren Zugriff auf das Senatsgeschehen.[1]

Vespasian zeigte aber auch sonst erhebliches Interesse am Senat. So ließ er diesen zwei Mal erweitern und reformieren. Schon als Usurpator im Jahr 69/70 n. Chr. vollzog er ohne juristische Legitimationsgrundlage die erste Senatserweiterung, um hauptsächlich loyalen Mitstreitern zu honorieren. Dieses gesetzwidrige Vorgehen legitimierte Vespasian später im § 8 der „lex de imperio Vespasiani“. [2]

Die zweite Senatserweiterung erfolgte 73/74 n. Chr. in einem festgelegten Verfahren (lectio senatus), die der Prinzeps ge­meinsam mit Titus im Rahmen der Übernahme des Zensorenamtes vor­nahm. [3]

 

Da Augustus die letzten großen Senatslesen vollzog, ist dies  umso erstaunlicher. Seit der Herrschaftszeit des Tiberius war es nämlich in der Regel üblich geworden, dass der Senat seine Erneuerung eigenmächtig durchführte. Allerdings stand Vespasian hierbei wie einst Augustus  vor dem Problem, dass sich einige der Gegner aus der Zeit des Bürgerkriegs in diesem bedeutenden Komitee befanden und diese nach dem Erfolg über Vitellius entfernt werden mussten. Da der Senat nur noch 200  statt 1000 Se­natoren wie bei Augustus umfasste, erhöhte Vespasian die Anzahl der Senatoren, laut Geschichtsschreiber Aurelius Victor (Liber de Caesaribus IX 9), auf 1000. Houston dagegen führt an, dass nur wenige hundert neue Senatoren in den Senat kamen. [4]

In dem Kaiser Vespasian den Senat vornehmlich mit Italikern, Männern aus Spanien und Gal­lien, aber auch mit ehrsamen Anhängern aus dem Osten - und eben nicht mit bedeutsamen Persönlichkeiten aus Rom – aufstockte, wandte er sich vom republikanischen Ideal ab. Auch hier sind sich die Historiker über die Gründe uneins. Einerseits könnte Vespasian damit loyale Mitstreiter belohnt haben, andererseits hätte es auch eine Maßnahme zur repräsentativeren Senatszusammensetzung sein können.  Dem französischen Historiker Devreker scheint in diesem Zusammenhang möglich, „dass etwa ein Drittel der Senatoren provinzialer Herkunft“ waren, wohingegen Hammond „von 20% aus[geht]“. [5]

Diese neu einberufenen Senatoren waren es dann auch, die letztlich die wichtigsten Ämter besetzten und deren Erben später auf Familien zurückblickten, die erst durch Vespasian in den Senatorenstand berufen wurden. Hierzu gehören etwa M. Ulpius Traianus (Vater des späteren Kaisers Trajan) oder der Schriftsteller Sex. lulius Frontinus ebenso wie die späteren Kaiser Hadrian, Antoni­nus Pius und Marc Aurel.

3.2 Neugestaltung des Heeres und der Legionen durch Vespasian

Das Heer war auch bei Vespasian das wichtigste Element der Herrschaft, weshalb er den Soldaten ein erhöhtes Interesse schenkte. Vespasian war nämlich gewahr, dass das Heer ein großer Problem- und Unsicherheitsfaktor war – hatten doch die Soldaten bisher stets die Usurpatoren des Vierkaiserjahres getragen und dadurch eine problematische Loyalität aufgebaut. Dies war vor allem deshalb der Fall, da mehrere Legionen im gleichen Lager einquartiert waren. Dies änderte Vespasian, in dem er beispielsweise die Legionen in Germanien (die ja in der Zeit des Bürgerkriegs mit Germanen und Galliern kooperierten), auflöste und durch neue, aus anderen Provinzen herangezogene, ersetzte - die „legio VI Victrix“ aus Spanien zum Beispiel kam nach Neuss am Rhein. Die besonders durch fremde Überfälle bedrohten Grenzen in Dalmatien, Kappado­kien und Britannien verstärkte Vespasian mit drei neu ausgehobenen Legionen (IV Flavia Felix, XVI Flavia Firma und II Adiutrix). [6]

Ebenso wurde die zu mächtig gewordene Prätorianergarde in Rom umstrukturiert und auf neun Kohorten verkleinert. Dies entspricht etwa 4500 Mann und stellt die alte Größe aus Zeiten des Kaisers Tiberius dar. [7]

In diesem Zeitraum sprechen Historiker auch von einer zunehmenden  Provinzialisierung des Heeres, es wurden nun immer mehr Legionäre außerhalb Italiens rekrutiert. [8]

Es wird sich aber in der Forschung darüber gestritten, ob hierin eine Reaktion Vespasians auf den von den italischen Legionären getragenen Bürgerkrieg erfolgte, oder ob nicht einfach eine unzureichende Anzahl von Legionären in Italien abseits politischer Hintergründe hierfür Sorge trug. [9] Aufgrund der ungesicherten Quellenlage bleibt diese Frage offen – vermutlich ist es eine Mischung aus beiden Gründen.

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In dem Vespasian die „agri decumates“ (das Terrain des heutigen Schwarzwald) eroberte, verschob er die natürliche Grenze zwischen Rhein und Donau um durch diese Verkürzung mehr Stabilität am Grenzwall herbeizuführen.[10]

Die Dislozierung der Truppen hin zur Stationierung an den Grenzen, insbesondere Rhein- und Donaugrenze des Reiches, hatte eine erhebliche Demilitarisierung der Provinzen im Reichsinnern zur Folge. Dies sieht die Forschung häufig als einen Fehler Vespasians, denn so wäre keine Reserve vorhanden gewesen, hätte ein Feind die Grenzlegionen überwunden. [11]

Allerdings hat genau dieses System von der Verlegung der Truppen hin zur Grenze mehr als zweihundert Jahre relative Beständigkeit und Schutz im Reichsinnern gewährleistet. In diesem Zusammenhang lässt sich also feststellen, dass mit der Neustrukturierung des Heeres eine umfangreiche  Grenzsicherung erfolgte und Vespasian damit einen großen Stabilitätsfaktor schuf. Zudem trieb der Kaiser mit der Truppen-Dislozierung und Umstrukturierung die Romanisierung voran.

3.3 Auswirkung der Steuer- und Finanzpolitik des Kaisers Vespasian

Besonders groß sind auch die Erfolge Vespasians in der Finanzpolitik des Reiches. Lediglich die bloße Versorgung allein der entlassenen Legionäre erfor­derte gigantische Mittel aus der Staatskasse. Vespasian soll verlautbart haben, er müsse, um den Staat wieder liquide zu machen, ungefähr 40 Milliarden Sesterzen aufbringen. Diese horrende Summe ist gelegentlich in Zweifel gezogen worden, doch selbst bei einer Rechnung von vier Milliarden wäre dies immer noch eine immense Summe.[12]

Der allgemein bekannte Ausruf „Geld stinkt nicht“ wird Vespasian zugeschrieben und rührt von dessen rigoroser Steuer- und Eintreibepolitik. Er gilt als Geizhals und gewissenloser Ausbeuter der Provinzen wie kaum ein zweiter Kaiser. So war er schon als Statthalter der Provinz Africa bei den dort lebenden Untertanen für seine harte Steuerpolitik bekannt und galt als unbeliebt. Beispielsweise wurde er von den Alexandrinern als wohlwollender Gönner herzlich begrüßt, verlor seine Popularität aber schnell bei den ägyptischen Gefolgsleuten durch die Erhöhung der Steuer („fiscus Alexandrinus“).[13] [14]

Ebenso berichtet Sueton, dass Vespasian Steuervergünstigungen des Galba, wie sie zum Beispiel durch das Edikt des Tiberius Iulius in Ägypten bezeugt sind, auf- und neue Abgaben erhob, von denen er „einige sogar verdoppelt“ habe.[15]

Allerdings war die Dringlichkeit von höheren Staatseinnahmen wohl faktisch vor­handen und zur Konsolidierung des Staatshaushalts notwendig -  hatte doch die neronische Amtszeit ein riesiges Loch in den Etat der Staatskasse gerissen.[16]

 

Neben der Versorgung von Veteranen waren die Finanzen vor allem zur Aufrechterhaltung des Heeres und der Verwaltung sicherzustellen. Hierzu führte Vespasian neben dem oben genannten „fiscus Alexandrinus“ auch einen „fiscus ludaicus“, der den Juden galt (vermutlich als Strafe für den judäischen Aufstand 66 n. Chr.) sowie einen „fiscus Asiaticus“ für die griechischen Städte in Kleinasien ein. [17]

 

Insbesondere aus Kleinasien und Ägypten dürften von nun an erhebliche Mehreinnahmen an die Staatskasse gegangen sein. Weiterhin hob der Kaiser Steuerbefreiungen, wie sie Nero beispielsweise für Griechenland vorgesehen hatte oder Galba für spani­sche und gallische Gebiete, unwiderruflich auf. Er sicherte sich das kaiserliche Monopol an Bergwerken  und überwachte auch den Getreidehandel und die Preispolitik stärker. Außerdem wurde in Gallien die sogenannte „quadragesima Galliarum“ wiedereingeführt, wodurch jeder, der in die drei gallischen Provinzen reiste, von nun an zweieinhalb Prozent (von „quadragesima“, ein Vierzigstel) des Warenwertes verzollen musste. [18]

Neben der eingangs genannten Anekdote („Geld stinkt nicht“) soll Vespasian selbst über sein Begräbnis gesagt haben, als er erfuhr, dass dieses wohl zehn Millionen Sesterzen koste, dass sie „ihm hunderttausend Sesterzen geben und ihn ruhig in den Tiber schmeißen“ sollen. [19] Dies ist umso ironischer, da in den Tibet nur der Leichnam schwerer Verbrecher und Verräter der Republik geworfen wurde.

3.4 Notwendige Investitionen

Die durch die neue Finanzpolitik entstehenden Mehreinnahmen wurden neben dem Heer und der Verwaltung, auch in Bildung sowie Hilfs- und Prestigepro­jekte investiert. Selbst Sueton, der die Steuerpolitik Vespasians als „Beute- und Raubzüge“ bezeichnete und sie mit illegalen und räuberischen Methoden verglich, hielt sie letztlich für zweckmäßig und zur Haushaltskonsolidierung auch zwingend notwendig.[20]

 

Weiterhin nennt Sueton speziell drei Fördermaßnahmen Vespasians - neben der Unterstützung des Senatorenstandes erhielten auch Städte, die unverschuldet in Not geraten waren sowie Schriftsteller und Künstler Sonderzuwendungen. Dass Vespasian Senatoren subventionierte, ist im Kontext mit der oben genannte Neuordnung des Senats zu sehen. Diesen hatte er umfassend restrukturiert und mit seinen eigenen Anhängern besetzt, wobei nicht alle den senatori­schen Mindestzensus von etwa 1000000 Sesterzen aufbringen konnten – Vespasian war also  schon allein aus Grün­den der Legitimation dazu genötigt, seinen unvermögenden Gönnern die Geldmittel heraufzusetzen, damit ihr Sitz im Senat überhaupt gerechtfertigt war.[21]

 

Zu den grundsätzlichen Aufgaben eines guten Herrschers, der sich gottgleich stets als Gönner der Untertanen darzubieten hatte, gehörte auch die Unterstützung von unschuldig in Not geratenen Städten. Dieses Vorgehen unterschied den wohltätigen, rechtmäßigen Kaiser vom egozentrischen, will­kürlichen Tyrann und diente Vespasian wohl auch als Rechtfertigung seiner Steuereintreibungen und –erhebungen. Informationen zu kaiserlichen Ausgaben für Bauarbeiten an Brücken und Straßen sind uns im Übrigen auch durch Inschriften dokumentiert, so dass die literarische Überlie­ferung mit der archäologischen und epigraphischen übereinstimmt. [22]

Die besondere Berücksichtigung und finanzpolitische Zuwendung der Kunst und Literatur schließlich verfolgte vorrangig das Ziel, solche Kreise zu begünstigen, die essentiellen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung und die kaiserliche Repräsentation nach außen hatten oder diese zumindest verantworteten. Darauf weisen ausdrücklich die weiteren Ausführungen des Sueton hin, in denen er von der Unterstützung von Bildhauern und Künst­lern berichtet. Zudem ist bei ihm von öffentlichen Auftritten verschiedener Dichter und Sänger zu lesen, die vom Kaiser finanziell getragen wurden. Hierbei zeigt sich klar, dass auch diese Form der Künste zur Politik des „panem et circenses“ gehört, welche unter den Flaviern ein wichtiges Medium zur Unterhaltung und vor allem Befriedung des Volkes war. [23]

Kaiser Vespasian verwendete die eingetriebenen Gelder also zum Wohl und Vergnü­gen der römischen Bevölkerung. Es lässt sich außerdem festhalten, dass er keineswegs immer und überall Steuern erhob oder gar ersann. Eine Inschrift aus dem kleinasiatischen Pergamon überliefert hierzu beispielsweise, dass Vespasian im Jahr 74 n. Chr. Grammatikern, Rhetoren und Ärzten Steuerfreiheit gewährte und sie zudem keine Einquartierung von Soldaten oder Amtsträgern mehr zu ertragen hatten. [24]

4. Zusammenfassung

Abschließend ist festzuhalten, dass es Vespasian gelang, das Reich im Innern sowie nach außen hin zu festigen. Durch eine rigoroso, doch letztlich kluge Finanzpolitik bekam er die monetären Probleme Roms in den Griff. Die neu zusammengesetzten und größtenteils an die Reichsgrenzen verlegten Legionen sicherten das Imperium gegen feindliche Übergriffe. Der Senatorenstand war ihm durch die Restrukturierungspolitik und Neubesetzung loyal gesinnt, sodass uns auch von nur einer Verschwörung gegen Vespasian bekannt ist. In dem er notwendige Investitionen tätigte - sei es aus Machterhaltungsgründen oder Volksliebe - konsolidierte er das Reich weiterhin und schuf so wichtige Stabilitätsfaktoren seiner Herrschaft.

Zusammenfassend lässt sich daher die Politik des Vespasian mit dem folgenden Satz Suetons treffend beschreiben:

„Und während sei­ner gesamten Regierungszeit lag ihm nichts mehr am Herzen, als das na­hezu angeschlagene und schwankende Staatswesen zu festigen und ihm förderlich zu sein." (Vespasian VIII 1). [25]

Bevor Vespasian eines für römische Kaiser ungewöhnlichen, natürlichen Todes starb, blickte er deshalb auf ein wohlhabendes und saturiertes Imperium zurück, das sein Nachfolger Titus problemlos übernehmen konnte.

5. Bibliographie

Quellenverzeichnis

Szaivert, Wolfgang / Wolters, Reinhard, Löhne, Preise, Werte. Quellen zur römischen Geldwirtschaft, Darmstadt 2005.

Tranquillus, Gaius S. / Martinet, Hans (Übers. und Hrsg.), Das Leben der römischen Kaiser, Düsseldorf 2001.

Literaturverzeichnis

Alpers, Michael, Das nachrepublikanische Finanzsystem. Fiscus und Fisci in der frühen Kaiserzeit, Berlin 1995.

Bengtson, Hermann, Römische Geschichte. Republik und Kaiserzeit bis 284 n. Chr., München 8. Aufl. 2001.

Birk, Giselher, Der Wandel der Römischen Führungsschicht unter Vespasian, Tübingen 1967.

Drexhage, Hans-Joachim / Konen, Heinrich / Ruffing, Kai, Die Wirtschaft des römischen Reiches (1.-3. Jahrhundert). Eine Einführung, Berlin 2002.

Graf , Heinz R., Kaiser Vespasian, Stuttgart 1937.

Kunkel, Wolfgang / Schermaier, Josef, Römische Rechtsgeschichte, Stuttgart 14. Aufl. 2008.

Mau, August / Mommsen, Theodor, Handbuch der römischen Alterthümer, Leipzig 5. Aufl. 1884.

Pabst, Angela, Comitia imperii. Ideelle Grundlagen des römischen Kaisertums, Darmstadt 1997.

Pfeiffer, Stefan, Die Zeit der Flavier. Vespasian, Titus, Domitian, Darmstadt 2009.

Strocka, Volker M. (Hrsg.), Die Regierungszeit des Kaisers Claudius (41-54 n. Chr.). Umbruch oder Episode?, Mainz 1994.

Von Randa, Alexander (Hrsg.), Handbuch der Weltgeschichte (Bd. 1), Freiburg 1956.

Weber, Carl W., Panem et circenses. Massenunterhaltung als Politik im antiken Rom, Berlin 1983.


[1] Pfeiffer, Stefan, Die Zeit der Flavier. Vespasian, Titus, Domitian, Darmstadt 2009, S. 22.

[2] Pabst, Angela, Comitia imperii. Ideelle Grundlagen des römischen Kaisertums, Darmstadt 1997, S. 26.

[3] Kunkel, Wolfgang / Schermaier, Josef, Römische Rechtsgeschichte, Stuttgart 14. Aufl. 2008, S. 24f.

[4] Birk, Giselher, Der Wandel der Römischen Führungsschicht unter Vespasian, Tübingen 1967, S. 49f.

[5] Pfeiffer, Die Zeit der Flavier, S. 23.

[6] Mau, August / Mommsen, Theodor, Handbuch der römischen Alterthümer, Leipzig 5. Aufl. 1884, S. 450.

[7] Strocka, Volker M. (Hrsg.), Die Regierungszeit des Kaisers Claudius (41-54 n. Chr.). Umbruch oder Episode?, Mainz 1994, S. 59.

[8] Graf , Heinz R., Kaiser Vespasian, Stuttgart 1937, S. 71.

[9] Pfeiffer, Zeit der Flavier, S. 21.

[10] Von Randa, Alexander (Hrsg.), Handbuch der Weltgeschichte (Bd. 1), Freiburg 1956, S. 563.

[11] Pfeiffer, Die Zeit der Flavier, S. 21.

[12] Bengtson, Hermann, Römische Geschichte. Republik und Kaiserzeit bis 284 n. Chr., München 8. Aufl. 2001, S. 280.

[13] Alpers, Michael, Das nachrepublikanische Finanzsystem. Fiscus und Fisci in der frühen Kaiserzeit, Berlin 1995, S. 114.

[14] Ebd., S. 199.

[15] Pfeiffer, Die Zeit der Flavier, S. 24.

[16] Alpers, Das nachrepublikanische Finanzsystem, S. 142ff.

[17] Ebd., S. 279ff.

[18] Drexhage, Hans-Joachim / Konen, Heinrich / Ruffing, Kai, Die Wirtschaft des römischen

Reiches (1.-3. Jahrhundert). Eine Einführung, Berlin 2002, S. 268.

[19] Pfeiffer, Die Zeit der Flavier, S. 25.

 [20] Szaivert, Wolfgang / Wolters, Reinhard, Löhne, Preise, Werte. Quellen zur römischen Geldwirtschaft, Darmstadt 2005, S. 127.

[21] Birk, Der Wandel der Römischen Führungsschicht unter Vespasian, S. 40ff.

[22] Pfeiffer, Die Zeit der Flavier, S. 26.

[23] Weber, Carl W., Panem et circenses. Massenunterhaltung als Politik im antiken Rom, Berlin 1983, S. 43f.

[24] Pfeiffer, Die Zeit der Flavier, S. 27.

[25] Pfeiffer, Die Zeit der Flavier, S. 27.

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5 / 5 Sternen (1 Bewertung)
  • Autor: Tom Zeddies
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 3. Semester (Uni)
  • Erstellt: 2010
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 28.07.16

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