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Das Ende des 1. Weltkriegs Referats

Inhaltsverzeichnis

Liebe Suchende, genau hier findet ihr das Gesuchte: Die Übergangszeit vom ersten Weltkrieg hin über gewaltige Umbrüche zur Weimarer Republik - der ersten parlamentarischen Demokratie (also das, was wir auch heute in der BRD haben) hierzulande. Das alles schön in Stichpunkten gehalten und somit wunderbar für ein Referat oder auch Klausurvorbereitung geeignet - seht die positiven Kommentare unten. Ein Referat zum 1. Weltkrieg gibt es hier in Gänze.

Der Anfang des 1. Weltkrieges:

- Östr. Thronfolger Franz Ferdinand u. Gemahlin am 28.6.1914 durch südslaw.
Nationalisten ermordet
- Serbien lehnt Ultimatum ab und östr. Kriegserklärung am 28.7.1914 --> Ru_land
machte mobil
- Dtld.: 1.8. Rußland / 3.8. Frankreich / Einmarsch in neutrales Belgien --> 4.8.
engl. Kriegserklärung. (erkläre Entente: 1904 GB u. F (Wahrung d. Interessen in
Nordafrika), 1907 Rußland dazu --> Trible-Entente)
- Krieg gegen Mittelmächte (Dtld., Östr., Türkei, Bulgarien) traten ein: 1914
Japan / 1915 Italien /1916 Portugal u. Rumänien

Die wirtschaftliche, militärische und zivile Situation gegen Ende des 1. Weltkrieges:

- mit Machtübernahme durch OHL (Oberste Heeresleitung) Anfang 1916 u. Ausweitung
d. Materialschlachten (Verdun - 30 Tage - 1.350.000 Tonnen Stahl)
Hindenburg-Programm beschlossen (völlige Militarisierung d. Wirtschaft)
- wirtsch. Machtbefugnisse in neuen Kriegsamt zentralisiert / Subventionen f.
Kriegsindustrie ausgeweitet / Schwerpunkt. d. Progs. ist Stillegung
nichtkriegswichtiger bzw. "überflüssiger" Produktionsstätten, um Rohstoffe u.
Arbeitskräfte für Kriegsproduktion zu mobilisieren
- je nach Industriezweig Stillegung 30 - 70% der Unternehmen (10% insgesamt)
- die Rüstungsausgaben erhöhten sich demzufolge drastisch
aber alles in Blitzkriegen verheizt
- "Gesetz über den Vaterländischen Hilfsdienst" in Kraft gesetzt (17- 60jährige
Männer hilfsdienstpflichtig - durften Arbeitsplätze ohne Zustimmung nicht
wechseln und wurden in Kriegsindustrie versetzt) aber keine große Bedeutung
- Kriegsproduktion bis zu 215% gesteigert, aber Gesamtproduktion auf 62% gefallen
1917 (100%=1915) und Außenhandel kam zum Erliegen

- da 1917 USA, Kuba, Panama, Griechenland, Siam, Liberia, China u. Brasilien /
1918 Guatemala, Nicaragua, Costa Rica, Honduras u. Haiti in den Krieg eintraten
sanken die Chancen der Mittelmächte rapide (insgesamt 38 Staaten in Krieg
verwickelt)
- militärische Lage Dtld. verschlechterte sich - Heer nahm ab u. gegnerisches
zu
- Schriftsteller Kantorowicz: Ausgezogen mit 163 Mann --> 3 Wochen später nur
noch 5 übrig (zwischendurch 120 Jungen 17 - 18 J. alt als Ersatz)
- Postüberwachung des Heeres (21.8-31.8. 1918 - 53.781):
+ Kriegsmüdigkeit u. Gedrücktheit
+ abgefunden mit "Wir können den Krieg nicht mehr gewinnen" - "es geht
mit uns zu Ende" - "kein Ersatz mehr vorhanden" - "Gegner sind uns weit
überlegen"
+ Verpflegung fehlte und Stimmung sank dadurch mehr (besonders Fehlen von
Fleisch fnhrte zu großer Unzufriedenheit)

- Bevölkerung Deutschlands konnte Krieg auch nicht länger aushalten
- Familien trauerten um Tote u. Vermißte, denn immer mehr in Krieg
- hohe Arbeitslosigkeit (Berlin: 1914-20.000 / 1918-300.000)
- größten Probleme waren Mangel an Lebensmitteln, Brennmaterial und Kleidung
(beides vor allem im Winter notwendig)
- Berlin:
+ Versorgung d. Millionenstadt schwieriger
+ einigte mit 44 Nachbargemeinden auf gemeinsame Brotkarte
+ nach "Kohlrübenwinter" 1916/17 sanken wöchentlichen
Lebensmittelzuteilungen pro Person auf ein Ei, 20g Butter und 70-80g
Fleisch
+ Heizung, Beleuchtung und Kleidung waren rationiert
- Männer und Jungen waren im Krieg / tot / Invaliden --> Frauen neben Haushalt
auch Kriegsdienstverpflichtet (kriegswichtigen Berufen arbeiten -
Rüstungsindustrie)
- Männer die noch nicht im Krieg waren wurden mit "Gesetz über den
Vaterländischen Hilfsdienst" gezwungen in der Rüstungsindustrie zu arbeiten
(unter besonders schlimmen Arbeitsbedingungen --> Zunahme d. Sterblichkeit 1913
waren es 15 von 100 und 1918 25 von 100 --> Durchschnittsgewicht von 60 auf
49kg)
- Menschen wollten nicht mehr - wollten Frieden (Sieg egal - glaubten nicht mehr
dran) --> Hunger Kriegsmndigkeit verbanden sich mit politischen Forderungen und
führten zu großen Massenstreiks Anfang 1918 gewaltsam gestoppt
- Lage verschlechterte sich immer mehr
- Schriftsteller Josef Hofmiller (17.Sep 1918): "Alles ist seelisch erschüttert.
Erschüttert ist 1. Der Arbeiter, 2. Die Bauern, 3. Das Militär, 4. Die Frauen,
5. Alle Angestellten, 6. Alle Beamten, 7. Die Presse... Wer glaubt noch an
einen guten Ausgang?"

Ende des 1. Weltkrieges Referat Hauptteil Ende:

- 29.9.1918 kapitulierte Bulgarien - selben Tag Generalfeldmarschall Hindenburg
im Großen Hauptquartier (Krieg nicht mehr gewinnen) --> forderte
Reichsregierung auf Waffenstilllstandsverhandlungen einzuleiten
- 30.9. kap. Türkei
- 3.10. kap. östr. - selben Tag ging Friedensangebot an am. Präsidenten Wilson
- Anfang Nov. Friedensverhandlungen
- Alliierten: sofortige Räumung Frankreichs, Belgiens, Luxemburgs / Räumung u.
Übergabe v. Elsaß-Lothringen innerhalb 15 Tagen/ Räumung der linksrheinischen
Gebiete / Besetzung d.Gebiete durch alliierte Truppen innerhalb 25 Tagen
(genaue Gebietsverluste im Versailler Vertrag: 123165km^2 (23%) und 7.317.000
Einwohner Deutschlands (11%)) desweiteren Beibehaltung der all. Blockade und
Auslieferung deutschen Kriegsmaterials (alle U-Boote, Hochseeflotte, 5.000
Lokomotiven und 150.000 Eisenbahnwaggons)
- Kriegslage schlechter --> Annahme d. Bedingungen --> 11.11.1918
Waffenstillstandsabkommen (Friedensschlüssen erst in d. Pariser Vorortabkommen
1919)

1. W.K.-Bilanz:

+ Mittelmächte: 24,2 Mio. Soldaten
+ Alliierten: 42,9 Mio. Soldaten
+ 10 Mio. Tote / 20 Mio. Verletzte, Invaliden
+ damit übertraf alle Vorstellungen d. Militärs und alle Warnungen (z.B.:
Engels 1887)
- nicht das Ende d. Vortrags - wichtigste kommt noch, denn
- 1. WK. veränderte europ. Staatengefüge (Östr.-Ung. u. Osman. Reich aufgelöst /
Rußland verlor nichtruss. Westgebiete / neue Staaten entstanden / Grenzen
verändert)
- 1. WK. führte Eintritt d. USA in Weltpolitik / bolsch. Rev. In Rußland -->
Republik / Novemberrevolution in Dtld. --> Republik
- Novemberrevolution kurz eingehen (folgendes passierte eigentliche ein paar
Tage vor dem Waffenstillstandsabkommen)

Novemberrevolution:

- Okt. 1918 in ganz Dtld. Waffenstillstandsverhandlungen bekannt
- Seekriegsfnhrung - Angriff auf England --> Großkampfschiffe um Wilhelmshaven
- Abend 29.Okt. Matrosen u. Heizer meuterten (Feuer aus / Geschütze unbrauchbar)
--> Meuterei gestoppt und viele verhaftet
- Flotte nach Kiel --> Matrosen befürchteten Todesurteile --> neue Meuterei
(5./6. Nov.)
- Matrosen besetzten Kiel - Hauptforderungen: Freilassung polit. Gefangener /
straffreie Rnckkehr d. Matrosen / Rede- u. Pressefreiheit
- Arbeiter u. Soldaten d. Kieler Werften bildeten Arbeiter- und Soldatenrat -->
übernahmen Gewalt in d. Stadt
- Novemberrevolution breitete sich in ganz Dtld. aus
- 7. Nov. 1918 rief Kurt Eisner (Vorsitzender eines Rates) den "Freistaat Bayern"
--> erste Republik in Dtld.
- auch in Berlin hatte sich Rat gebildet --> forderte Abdankung d. Kaisers
Wilhelms II.
- 9. Nov. zogen tausende Menschen zum Regierungsviertel Berlins
- Reichskanzler Prinz Max von Baden wollte das Kaiser abdankt --> Kaiser weigerte
sich --> Kanzler verkündete selbst die Abdankung
- Menschenmassen gaben keine Ruhe --> Max von Baden gab sein Amt an SPD
Vorsitzenden Friedrich Ebert
- Kaiser ging nach Holland ins Exil u. dt. Landesfnrsten verschwanden
- Ebert hielt Rede:
+ neue Regierung wird eine Volksregierung
+ oberste Aufgabe Frieden bringen / Freiheit sichern
+ bat das Volk für Ruhe u. Ordnung zu sorgen, damit auch der Hunger
aufhört
- linksradikaler Spartakusbund forderte bewaffnet zu bleiben und vorsichtig zu
sein - denn Reichskanzler will nur ausnutzen
- am selben Tag wird die Republik ausgerufen - 2 mal
- Philipp Scheidemann (SPD - um 14.00 Uhr):
+ wendet an Arbeiter u. Soldaten
+ "Not und Elend werden noch viele Jahre auf uns lasten" "Das Alte und
Morsche, die Monarchie ist zusammengebrochen" "Es lebe das Neue" "Es
lebe die Deutsche Republik"
+ möchte Deutsche Republik mit Lösung von Problemen (Reformen)
- Karl Liebknecht (Spartakusbund - um 16.00 Uhr):
+ wendet an Parteigenossen
+ "Wir rufen auf zur Vollendung der Weltrevolution" "Wir grüßen unsere
russischen Brüder"
+ sozialistische Republik / Herrschaft des Proletariats (revolutionäre
Umgestaltung der Gesellschaft)
- Bevölkerung stand mehr hinter SPD --> 10.Nov. 1918 "Rat der Volksbeauftragten"
(provisorische Regierung aus SPD u. USPD)
- nach Versammlung traf Ebert den General Groener (Oberste Heeresleitung) -->
Ebert-Groener-Pakt:
+ Groener u. Hindenburg erkennen Regierung an - kaiserliche Beamte
bleiben im Amt
+ erwarten Versorgung der Armee
+ stellen sich bereit den Bolschewismus zu bekämpfen

Verschiedene Demokratievorstellungen:

- 12. Nov. 1918 beschloß Rat der Volksbeauftragten Entwicklung einer
sozialistischen und parlamentarischen Verfassung fnr Dtld. (parlamentarische
Demokratie)
- Spartakusbund nicht einverstanden - wollten alle Macht den Arbeiter- u.
Soldatenräten (Rätedemokratie)
- Delegierte stimmten im Dezember 1918 mit 244 zu 98 für parlamentarische
Demokratie

  parlamentarische Demokratie:

+ Alle Erwachsenen sind wahlberechtigt.
+ Durch allgemeine, gleiche und geheime Wahlen werden die Abgeordneten
gewählt.
+ Die Abgeordneten, die das ganze Volk vertreten, sind an keine Weisungen
gebunden.
+ Die Abgeordneten beschließen die Gesetze, wählen und kontrollieren die
Regierung.
+ Die Regierung führt die Gesetze aus und ist dem Parlament Rechenschaft
schuldig.
+ Die Gerichte sind unabhängig, nur an Recht und Gesetz gebunden.
- Rätedemokratie:
+ Die Werktätigen in den Fabriken und die Soldaten in ihren Einheiten
sind wahlberechtigt.
+ Gewählt werden die Räte für die Betriebe und Einheiten. Die Räte
entsenden aus ihrem Kreis die Vertreter in die jeweils nächsthöhere
Ebene.
+ Die Räte aller Ebenen sind an die Beschlüsse der Gruppen gebunden, die
sie gewählt haben.
+ Die Räte müssen über ihre Tätigkeit Rechenschaft ablegen und sind
jederzeit abwählbar.
+ Der Rätekongreß, oberstes Organ, hat gesetzgebende, gesetzesausführende
und rechtsprechende Gewalt. Gewaltenteilung ist nicht vorgesehen.
+ Die Räteregierung ist an die Weisung des Rätekongresses gebunden.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2013
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 22.07.16

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  • jasmin schrieb am 08.10.2012:

    das ist ne tolle seite

  • zokora schrieb am 28.06.2012:

    ist superrrrrr seite!

  • hans schrieb am 02.06.2012:

    Super seite dankeschön

  • Luci schrieb am 03.05.2012:

    Hat mir auch super weitergeholfen. Werd auch eine Klausur darüber schreiben und hab hierzu alle wichtigen Punkte super zusammengefasst gefunden. Danke.

  • pauline schrieb am 12.12.2011:

    ich finde diese seite gut sie hat mir geholfen, da wir darüber eine arbeit schreiben werden und wird bestimmt auch anderen helfen =-))

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