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Novemberrevolution Referat

Inhaltsverzeichnis

Folgend ein Referat zur Novemberrevolution 1918 und 1919. Die Umbrüche im Deutschen  Reich nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg  werden aufgrund ihres Ausbruchsmonats Novemberrevolution genannt. Die Vorgeschichte, die Ursache, der Verlauf und die Folgen dieser Novemberrevolution werden in diesem Referat  dezidiert beleuchtet. Aus dieser revolutionären Phase stammt auch die Redewendung "Wer uns verraten? Die Sozialdemokraten!". Weil Deutschland nämlich um ein Haar eine Rätedemokratie eingefüht hätte, doch die SPD lieber dem reformistischen Kapitalismus fröhnte.

Gliederung des Novemberrevolution 1918/19 Referats:

1.) Das deutsche Kaiserreich – politisches System
1.1 Die Reichsverfassung des deutschen Kaiserreichs

2.) Am Vorabend der Revolution

3.) Matrosenaufstand

3.1 Arbeiter- und Soldatenräte

4.) Novemberrevolution

5.) Folgen
5.1 Rat der Volksbeauftragten

6.) Die Übergangsregierung und die Rätebewegung

7.) Der Reichsrätekongress
7.1 Freikorps

8.) Januaraufstand
8.1 Weimarer Nationalversammlung
8.2 Weimarer Nationalversammlung erarbeitet neue Reichsverfassung

1.) Das deutsche Kaiserreich – politisches System

Um die Ursachen der Novemberrevolution  überhaupt erfassen zu können, muss das  bis dahin vorhandene Politsystem betrachtet werden:

-          Dtschl. bestand aus 25 Einzelstaaten - Bundesdtaat

-          vier Königreiche, sechs Großherzogtümer, fünf Herzogtümer, sieben Fürstentümer, drei freie Städte

-          ersten Wahen zum neuen dt. Reichstag – März 1871

-           wahlberechtigt – Männer 25

-          erstmals Parteien an Öffentlichkeit

-          keine po. Verantwortung  -> waren nicht zur Koorperation mit anderen pol. Kräften gezwungen

-          stärkste – Nationalliberalen, gefolgt von Deutschkonservative + Freikonservative

-          katholisches Zentrum, liberale Fortschrittspartei

-          weit abgeschlagen Sozialdemokraten

-          Parteien hatten Basis in soziokulturell gepräten Wählerschichten

-          Beispiele :

-          Nationalliberale P. – aufstrebendes Bürgertum(Industrielle,Bankiers)

-          linksliberale Fortschrittspartei – Mittel- u. Kleinbürgertum

-          Zentrum – erste Volkspartei, reichten von Unternehmern,Gutsbesitzern-Arbeiter + Bauern

1.1 Die Reichsverfassung des deutschen Kaiserreichs

- auch hier haben wir brenzlige Kompetenzverteilungen vorzufinden, die das Ausbrechen der Novemberrevolution  ursächlich auch mitbegründeten

-          vier Verfassungsorgane – Bundesrat,Kaiser,Reichskanzler,Reichstag

-          Zuständigkeit des Reiches(also Kaisers) – Außenpolitik,Militärwesen, Wirtschafts-u. Sozialpolitik(zentr. pol. Aufgabenbereiche)

-          Reichsverfassung enthielt keine Grundrechte

-          Bundesrat: höchstes Reichsorgan, reüräsentierte Einzelstaaten

-          sollte auf Souveränität der in ihm zugewiesenen zus.geschl. Monarchien verweisen

-          Einzelländer übten Staatsgewalt des Reiches in ihren Gebieten

-          Reich damit kein Staatenbund(wie ehemaliger Deutscher Bund)

-          Bundesstaat

-          Vorsitz hatte Ministerpräs. Preußens

-          zugleich Reichskanzler + preußischer Außenminister – Bismarck

-          Kaiser: monarchische Spitze des Reiches

-          Monarchie war an Verfassung gebunden, konstitutionell

-          Reichskanzler: stützte sich auf Vertrauen des Kaisers

-          nicht dem Reichstag verantwortlich

-          konnte nicht von diesem entlassen werden

-          Verfassung legte fest, Kaiser + Reichskanzler best. gem. Richtlinien der Politik

-          Reichstag: gewählte Volksvertretung

-          demokratisches Element der Vaerfassung

-          Verfassung genügte nur bedingt Anforderungen eines mod. Industriestaates

-          einzelstaatl. Rechte(sog Reservatrechte-Militär,Steuer,Post) erschwerten einheitliche Gesetzgeb.

-          nur Einnahmen aus indir. Steiern,Zöllen + Umlage der Einzelstaaten (Matrikularbeiträge)

-          Wahlrecht dagegen sehr fortschrittlich

 

2.) Am Vorabend der Novemberrevolution (Ursache)

-          anfängliche Begeisterung für den Krieg verschwand

-          Kaiser und Regierung verloren ihre Macht ans Militär

-          Paul von Hindenburg + Erich Ludendorff ab August 1916 Führung in der OHL (Obersten Heeresleitung)

-          Militärdiktatur

-          SPD spaltete sich wegen unterschiedlicher Kriegseinstellungen

  • Mehrheitssozialdemokraten (MSPD) unter Friedrich Ebert (Haltung wie die ehemalige SPD)
  • Unabhängigen Sozialdemokraten (USPD) unter Hugo Haase (verlangten sofortige Beendigung des Krieges + weitere Demokratisierung Deutschlands)
  • Spartakusbund, bildete den linken Flügel der USPD (Abspaltung während Novemberrevolution wegen Meinungsverschiedenheiten)

3.) Matrosenaufstand

-          Matrosenaufstand begann auf Schillig-Reede vor Wilhelmshaven

-          29. Oktober 1918 verweigerte die Besatzung der Schiffe „Thüringen“ und „Helgoland“ den Befehl zum Auslaufen

-          sollten zur Schlacht gegen die Royal Navy in den Ärmelkanal

-          Meuterei konnte unterdrückt werden, da die übrigen Schiffsbesatzungen sich nicht anschlossen

-          die Marineleitung ließ ihren ursprünglichen Plan fallen, da sie sich des Gehorsams der Mannschaften nicht mehr sicher war

-          rund 1.000 verhaftete Meuterer, sollten vor ein Kriegsgericht gestellt werden (Kiel)

-          Matrosen wollten Meuterer helfen -> handelten auch in ihrem Interesse (keine sinnlose Opferung)

-          Delegation der Matrosen (Abordnung von Bevollmächtigten), die um ihre Freilassung bat, wurde am 1. November von der Marineleitung abgewiesen

-          Matrosen  +  Werftarbeiter diskutierten im Kieler Gewerkschaftshaus erstmals über das Vorgehen

-          3. November gemeinsame Massenkundgebungen

-          Leutnant Steinhäuser ließ auf die Demonstranten schießen (9 Tote)

-          Matrosen wehrten sich (Tod des Leutnants) -> Aufstand

-          4. November wählten die Matrosen ersten Soldatenrat in Dtl.

-          entwaffneten ihre Offiziere,

-          bemächtigten sich der Schiffe,

-          befreiten die inhaftierten Meuterer,

-          brachten die öffentlichen und militärischen Einrichtungen Kiels unter ihre Kontrolle

-          Heeressoldaten die zur Bekämpfung des Aufstandes gerufen wurden verbrüderten sich mit ihnen

-          Kiel war in der Hand von ca. 40.000 revoltierenden Matrosen, Soldaten und Arbeitern

-          am Abend des 4. November Gustav Noske (SPD-Reichstagsabgeordnete) nach Kiel

-          Kieler Arbeiter- und Soldatenrat glaubte, von Regierung unterstützt zu werden

-          wählten Noske am gleichen Abend zum „Gouverneur“

-          konnte in Kiel die Situation beruhigen, Ereignisse hatten sich schon längst verbreitet

-          seit 4. November schwärmten Abordnungen der Matrosen in große Städte Dtl.

-          am 7. November erfasste die Revolution alle größeren Städte sowie Hannover, Braunschweig, Frankfurt am Main und München

-          Arbeiter- und Soldatenrat zwangen den letzten bayerischen König Ludwig III. zum Thronverzicht -> erster Ausruf der Republik

-          in den übrigen deutschen Staaten dankten in den nächsten Tagen alle regierenden Fürsten ab

-          Letzte am 23. November (Günther von Schwarzburg-Rudolstadt)

-          Die Arbeiter und Soldatenräte:

3.1 Arbeiter- und Soldatenräte

-          Vertretungen revolutionärer Arbeiter bzw. Soldaten

-          Anfang 20. Jhd. vor allem in Russl. u. Dtschl.

-          ersten unter Einfluss Trotzkijs u. Lenins

-          während 1. russ. Revolution(1905)

-          Revolutionsjahr(1917)  ->

-          nachdem nach Oktoberrevolution A.-u. Sräte von Bolschewiki zu Organen umgewandelt wurden, denen Gesetzgebung + Verwaltung oblag

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-          konstituierten erneut A.-u.Sräte in Russl.

-          in Dtschl. während revol. Umwälzungen 1918/19

-          erfolgte spontan ohne zentrale Steuerung

-          unterschieden sich vorerst von russ.

-          vor allem wegen pol. Zielen

-          Dt. lehnten Bildung eines staatstragenden Rätesystems ab

-          Probleme des Alltags beseitigen

-          Folgen des Kriegs

-          organisierten Lebensmittelversorgung

-          übernahmen soz. Fürsorge

-          wickelten Demobilisierung heimkehrender Soldaten ab

-          jedoch, Anfang 1919 keine tief greifenden gesellsch. Veränderungen

        -> Radikalisierung der Räte

-          jetzt streben nach Bildung eines Rätesystems

-          anstelle parlamentarischer Institutionen

-          ganzen Dt. Reich Unruhen

-          entstanden regional begrenzte Räterepubliken(Bremen,München)

-          militärische + pol. Maßnahmen

-          konnte Reichsreg. A.-u.Sräten Existenzgrundlage entziehen

-          mitte 1919 – letzten A.-u.Sräte stellen Tätigkeit ein

-          Friedrich Ebert + Max von Baden wollen eine soziale Revolution verhindern und die staatliche Ordnung unter allen Umständen aufrechterhalten

-           deutscher Politiker, Vorsitzender der SPD (1912-1919), Reichspräsident (1919-1925).

-          letzter Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs (1918)

  • alten Eliten des Kaiserreichs für den Staatsumbau gewinnen
  • befürchtete Radikalisierung der Revolution nach russischem Vorbild vermeiden

-          Ebert forderte seit dem 6. November den Thronverzicht des Kaisers

-          Wilhelm II wollte die Revolution aber gewaltsam niederschlagen

-          W. wurde bestärkt, da Entente Waffenstillstandsverhandlungen zusagte

-          Am Abend des 8. November hatte die USPD Versammlungen in Berlin einberufen

-          Ankündigungen von einem Generalstreik und Massendemonstrationen für den nächsten Tag

-          Ebert forderte wieder die Abdankung W.

-          Max von Baden rief zuverlässige Soldaten nach Berlin um Demonstration zu verhindern

-          Soldaten weigerten sich auf Landleute zu schießen

-          SPD-Reichstagsabgeordneten Otto Wels gelang es, die Soldaten davon zu überzeugen, die Führung der SPD und ihre Politik zu unterstützen

-          Anschließend gewann er weitere Regimenter dafür, sich Ebert zu unterstellen

-          Wilhelm erfuhr das selbst die Frontsoldaten nicht mehr bereit waren seinen Befehlen zu folgen

-          sein Kompromiss : Abdankung als Kaiser aber nicht als König von Preußen

-          Max von Baden gab eigenständig ohne Zustimmung von Wilhelm dessen Abdankung bekannt : 

Seine Majestät der Kaiser und König haben sich entschlossen, dem Throne zu entsagen. Der Reichskanzler bleibt noch so lange im Amte, bis die mit der Abdankung seiner Majestät, dem Thronverzichte Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preußen und der Einsetzung der Regentschaft verbundenen Fragen geregelt sind.

-          Kaiser flüchtet in die Niederlande (Tod 1941)

-          förmliche Abdankungsurkunde erst Wochen später unterzeichnete

-          seine feige Flucht kostete ihn nun auch die letzte Sympathien seines Militärs

4.) Novemberrevolution - Verlauf und Geschichte

-          Ebert fordert am Mittag des 9. November das Amt des Reichskanzlers um Kontrolle zu behalten

-          Ebert sah sich weiterhin als Kanzler des Kaiserreichs

-          als Übergangsregelung bis zur Bestimmung eines neuen Monarchen

-          Demonstranten forderten nun auch die Abschaffung der Monarchie

-          Karl Liebknecht (Politiker, während des Kaiserreiches bei SPD -> Meinungsverschiedenheiten, gründete „Gruppe Internationale”, den späteren Spartakusbund)  reiste sofort nach Berlin und gründete am Vortag den Spartakusbund neu

-          plante Ausrufung der sozialistischen Republik

-          der stellvertretende SPD-Vorsitzende Philipp Scheidemann erfuhr davon

-          wollte den Spartakisten nicht die Initiative überlassen und trat kurz entschlossen auf einen Balkon des Reichstagsgebäudes

-          gegen Eberts erklärten Willen – rief vor Demonstranten die Republik aus (CD)

-          Liebknecht im Berliner Tiergarten - wahrscheinlich fast zeitgleich - die „Freie Sozialistische Republik Deutschland“ proklamiert

-          die er gegen 16 Uhr eine am Berliner Stadtschloss versammelte Menschenmenge nochmals einschwor

-          Forderung der Demonstranten nach Einigkeit der Arbeiterparteien

-          Ebert bot der USPD nun den Eintritt in die Regierung an und erklärte sich bereit, sogar Liebknecht als Minister zu akzeptieren

-          Liebknecht verweigert dies

-          die vorzeitige Verkündung des kaiserlichen Thronverzichts durch Max von Baden, seine Übergabe des Kanzleramts an Ebert, die Ausrufung der Republik durch Scheidemann waren nicht verfassungsrechtlich gedeckt

-          alles nur zur Verhinderung der Revolution

-          Gegen 20 Uhr besetzten 100 Revolutionären Obleuten (Obmann = Vorsitzende) aus Berliner Großbetrieben den Reichstag und bildete ein Revolutionsparlament

-          Sie misstrauten der SPD-Führung

-          hatten unabhängig vom Matrosenaufstand einen Umsturz für den 11. November geplant

-          sie beschlossen Wahlen für den nächsten Tag (Um SPD keine Zeit/ mehr Macht zu lassen)

-          Berliner Betrieb und jedes Regiment sollte Arbeiter- und Soldatenräte bestimmen

-          die dann eine aus beiden Arbeiterparteien bestehende Revolutionsregierung wählen sollten

-          Rat der Volksbeauftragten sollte die Beschlüsse des Revolutionsparlaments ausführen und Eberts Funktion als Reichskanzler ersetzen

-          Ebert schickte Redner zu diesen Betrieben zur Beeinflussung

5.) Folgen der Novemberrevolution

-          Versammlung am Nachmittag des 10. November im Zirkus Busch

-          alle Soldatenräte und ein Großteil der Arbeitervertreter auf Seiten der SPD

-          Forderung nach „Einigkeit der Arbeiterklasse“, wie am Vortag von den Revolutionären

-          sechsköpfigen „Rat der Volksbeauftragten“:

5.1 Rat der Volksbeauftragten

-          provisorische Regierung nach 1.WK

-          vom 9.11.1918 bis 10.2.1919

-          Regierungsgeschäfte an Weimarer Nationalversammlung übergeben

-          am 9.11. – Friedrich Ebert wird mit Regierungsgeschäften betraut

-          nach Abdankung Kaiser Wilhelms II. während der Novemberrevolution

-          bildete zusammengesetzte Reichsregierung

-          je drei Vertreter aus SPD und USPD

-          SPD -> Ebert, Scheidemann, Otto Landsberg

-          USPD -> Hugo Haase, Wilhelm Dittmann, Emil Barth

-          ließ sich nach russ. Revolutionsvorbild am 10.11.1918 vom Vollzugsrat der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte legitimieren

-          29.12. – SPD wir Alleinregierung überlassen

-          USPD Politiker infolge bürgerkriegsartiger Kämpfe in Berlin raus

-          Ersatz durch SPD-Mitglieder Gustav Noske u. Rudolf Wissel

-          tiefgreifende Sozialreformen (u.a. neues Arbeitsrecht mit kollektiven Arbeitsverträgen+ Achtstundentag )

-          Vorbereitung auf demokratische Neuordnung des Deutschen Reiches

-          alles unter Vorsitz Eberts

-          setzte sich gg. revolutionären Kräfte durch

-          mit Hilfe von Reichswehr + rechter Freikorps

-          ließ im Januar 1919 Aufstand des Spartakusbundes blutig niederschlagen

-          19.01.1919, in Weimar tagende Verfassungsgebende Nationalversammlung gewählt

-          Regierungsgewalt wird am 10.02.1919 übergeben

-          Ebert wird zum Reichspräsident gewählt

-          Scheidemann zum ersten Ministerpräsident der Weimarer Rep.

-          zusätzlich 20-köpfige Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte gleichberechtigt mit SPD- und USPD- Mitgliedern besetzt

-          Vollzugsrat beschloss, für Dezember einen Reichsrätekongress nach Berlin einzuberufen

-          Ebert war mit den Ergebnissen unzufrieden

  • Räteparlament Hindernisse zu einer Staatsordnung wir im Kaiserreich
  • war nicht mehr Reichskanzler sondern Vorsitzender der Revolutionsregierung
  • Haas und Ebert eigentlich gleichberechtigt

-          am Abend des 10. Novembers Klärung der Machtfrage durch Telefonat mit General Wilhelm Groener

-          11.November Waffenstillstandsabkommen wurde unterschrieben

-          Ende der Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs

6.) Die Übergangsregierung und die Rätebewegung

-          Reichstag seit dem 9. November nicht mehr einberufen

-          Rat der Volksbeauftragten und der Vollzugsrat hatten die alte Regierung ersetzt

-          alte Verwaltung bestand weiter (für die kaiserlichen Beamten – SPD und USPD Mitglieder

-          12. November Veröffentlichung Regierungsprogramm

-          Bsp.: Wahlrecht ab 20 Jahren (auch für Frauen), politisch Inhaftierten erhielten Amnestie

-          Ebert arbeitete lieber mit der alten Verwaltung zusammen als mit den neuen Arbeiter- und Soldatenräten

-          er fand die Räte unzuverlässig (Vollzugsrat fand das nicht gut)

-          Ebert entzog Vollzugsrat daraufhin mehr und mehr Kompetenzen mit dem Ziel, das „Herum- und Hereinregieren der Räte in Deutschland“ endgültig zu beenden

-          die Arbeiter- und Soldatenräte lösten einige Stadtverwaltungen auf und unterstellten sie ihrer Kontrolle

-          einige kaisertreuen Beamten wurden verhaftet

-          „Rote Garden“ (Allgemeinen Bezeichnung für halbmilitärische Organisationen in kommunistischen Staaten) wurden gebildet (sollten Revolution schützen)

-          oft wurden die neuen Räte spontan und willkürlich bestimmt und besaßen keine Führungserfahrung

-          handelten viele auch geldgierig und eigennützig

-          Verwaltung und Räte waren aufeinander angewiesen: Die einen hatten Wissen und Erfahrung, die anderen Einfluss, diese umzusetzen

7.) Der Reichsrätekongress

-          Arbeiter- und Soldatenräte im ganzen Reich Abgeordnete nach Berlin

-          am 16. Dezember im Zirkus Busch zum Ersten Allgemeinen Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte

-          Ebert wollte militärisch gegen die Räte vorgehen, doch da ein Versuch scheiterte und viele Soldaten zu ihren Familien wollten schlug dies fehl

-          der Kongress, der am 16. Dezember im Preußischen Abgeordnetenhaus seine Arbeit aufnahm, bestand in seiner Mehrheit ebenfalls aus Anhängern der SPD

-          Spartakusbund wurde keine Einflussnahme zugebilligt

-          Am 19. Dezember stimmten die Räte mit 344 zu 98 Stimmen gegen die Schaffung eines Rätesystems als Grundlage einer neuen Verfassung

-          Regierungsbeschluss: Wahlen zu einer Nationalversammlung (Keine Räterepublik)

-          Aufstellung von der OHL von Freikorps:

7.1 Freikorps

-          aufgestellte Freiwilligenverbände

-          zu best. militärischen Zwecken

-          -> best. Feldzug oder Krieg

-          im Auftrag eines Kriegsherrn

-          in preuß. Befreiungskriegen(1813/14, 1815) gegen Napoleon I.

-          aus nichtpreußischen Freiwilligen zusammengestellte Lützow’sche Freikorps berühmt

-          Ausgangspunkt deutscher Burschenschaft

-          Farben Schwarz-Rot-Gold zum Symbol dt. Einheits- u. Freiheitsbewegung

-          nach 1.WK – aus kaiserlichem Heer entlassene suchten Existenzgrundlage

-          konservative-nationalistische Offiziere u. Soldaten

-          Bildung von Freikorps

-          bis Unterzeichnung Versailler V. unter Oberster Heeresleitung

-          dann unter der Reichswehr

-          kämpften u.a. im Baltikum gg. bolschewistische RA(1919)

-          in Oberschlesien gg. polnische Truppen(1921)

-          außerdem Einsetzung zur Niederschlagung revolutionärer Erhebungen (z.B. Münchener Räterep.)

-          -> von erstem Reichswehrminister, Sozialdemokrat Gustav Noske

-          jedoch stellte ernsthafte Gefahr für junge Rep. dar

-          mehr als 200 Formationen, bis zu 400.000 Mitglieder

-          meist antidemokratisch und rechtsradikal

-          Freikorps + Nachfolgeorganisationen verantwortlich für viele pol. Morde

-          u.a. an Rosa Luxemburg,Karl Liebknecht o. Walter Rathenau

-          dazu Fk. „Marinebrigade Ehrhardt“ maßgeblich am Kapp-Putsch

-          offizielle Auflösung – 1920

-          blieben einige als Geheimorganisationen

-          z.B. Organisation Consul

-          andere gingen zu paramilitärischen Kampfverbänden der republikfeindlichen Parteien

-          -> SA

-          zahlreiche Größen des Dritten Reiches waren ehemalige Freikorpsmitglieder

-          z.B. Ernst Röhm, Martin Bormann

8.) Januaraufstand

-          um ihre Ziele umzusetzen gründeten de Spartakusbund die KPD

-          Rosa Luxemburg verfasste ihr Gründungsprogramm

-          1. Januar 1919 forderte sie nochmals die Teilnahme der KPD an den geplanten Parlamentswahlen, wurde aber überstimmt

-          „Revolutionären Obleute“ entschieden sich nach Verhandlungen mit den Spartakisten für den Verbleib in der USPD

-          USPD-Mitglied Emil Eichhorn wurde entlassen, weil dieser sich geweigert hatte, gegen demonstrierende Arbeiter vorzugehen

-          Entlassung nahmen USPD, Revolutionäre Obleute und die KPD-Führer Karl Liebknecht und Wilhelm Pieck (Politiker der KPD, später Präsident der DDR) zum Anlass, für den nächsten Tag zu einer Protestaktion aufzurufen

-          entwickelte sich zu einem Massenaufmarsch

-          dem 5. Januar 1919, Hunderttausende ins Zentrum Berlins, darunter viele Bewaffnete

-          Liebknecht forderte den Sturz der Regierung

-          Rosa Luxemburg hielt - wie die Mehrheit der KPD-Führer - einen Aufstand zu diesem Zeitpunkt für eine Katastrophe

-          6. Januar rief der Revolutionsausschuss zu einer erneuten Massendemonstration auf

-          Ebert ließ Truppen anrücken

-          Er machte Verhandlungen mit Revolutionsausschuss (endeten aber schon am 8.Januar)

-          nahm Ebert nun zum Anlass, die in Berlin stationierten Truppen gegen die Besetzer einzusetzen

-          Vom 9. Januar an schlugen sie deren improvisierten Aufstandsversuch gewaltsam nieder

-          Am 12. Januar rückten Freikorps in die Stadt ein

-          mehrere Gebäude brutal geräumt und die Besetzer wurden erschossen

-          in Berlin Hunderte von Menschen wurden ermordet

-          angeblichen Drahtzieher des Januaraufstands mussten untertauchen

-          15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in einer Wilmersdorfer Wohnung entdeckt

-          wurden an Freikorps Übergeben, verhört und schwer misshandelt

-          derselben Nacht wurden beide Gefangenen mit Gewehrkolben bewusstlos geschlagen und dann durch Schüsse in die Schläfen ermordet

-          Rosa Luxemburgs Leiche wurde in den Berliner Landwehrkanal geworfen, wo sie erst am 1. Juni entdeckt wurde.

-          Täter gingen weitgehend straffrei aus

-          wurden später von den Nationalsozialisten für Haft und Strafverfolgung entschädigt

-          die unversöhnliche Gegnerschaft zwischen SPD und KPD besiegelt

-          es gab weitere Aufstände, die aber alle militärisch niedergemacht wurden

8.1 Weimarer Nationalversammlung

-          verfassungsgebende Volksvertretung

-          gemäß Reichstagswahlgesetz vom 30.12.1918  -> nach Ende 1.WK

-          am 19.01.1919 gewählt

-          trat am 6.2.1919 in Weimar(Name!) zusammen

-          Wahl  + Entscheidung zugunsten einer parlamentarisch-demokratischen Republik

-          am 30.11.1918 nach Novemberrevolution per Verordnung vom Rat der Volksbeauftragten festgelegt

-          Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte stimmte am 19.12.1918 zu

-          Frauenwahlrecht im Deutschen Reich

-          löste Rat der Volksbeauftragten ab

-          Mehrheit hatte SPD(165 – 423 Mandaten)

-          folgenden Parteien  -> 41 der Abgeordneten Frauen

-          Die SPD bildete eine Regierungskoalition mit Zentrum und DDP.

-          revolutionären Nachwirren in Berlin zu entgehen, Nationalversammlung am 6. Februar in Weimar zusammen.

-          11.2.1919 – Friedrich Ebert vorläufiger Reichspräsident

-          21. August wurde Ebert endgültig als Reichspräsident vereidigt.

-          in Folge Verabschiedung Gesetz über die vorläufige Regierungsgewalt(10.2.)

-          sog. Weimarer Koalition bildete mit Phillip Scheidemann(13.2.erster Ministerpräsident) regierungsfähige Mehrheit

-          22.06.1919 – auf Druck Siegermächte Versailler Vertrag akzeptiert

-          31.07.1919 – von Hugo Preuß entworfene(+mehrfach umgearbeitete) Weimarer Verfassung

-          mit Stimmen der Weimarer Koalition verabschiedet

-          außerdem Errichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses

-          -> Ursachen des deutschen Zusammenbruches untersuchen

-          vers. Gesteze verabschiedet

-          z.B. Betriebsrätegesetz

-          später(30.09.1919) zog Volksvertretung nach Berlin um

-          während Kapp-Putsch(März 1920) kurz in Stuttgart

-          Weimarer Nationalversammlung löste sich auf(21.5.1920)

-          nachdem Wahlen für ersten Reichstag ausgeschrieben wurden(für 6.6.1920)

8.2 Weimarer Nationalversammlung erarbeitet neue Reichsverfassung

-          Am 19. Januar 1919 fanden die Wahlen zur Nationalversammlung statt

-          SPD und USPD traten das katholische Zentrum und mehrere bürgerliche Parteien an, die sich seit November neu gebildet hatten:

-          die linksliberale Deutsche Demokratische Partei (DDP), die nationalliberale Deutsche Volkspartei (DVP), und die konservativ-nationalistische Deutschnationale Volkspartei (DNVP).

-          Die KPD nicht an den Wahlen teil.

-          SPD  mit 37,4 % der Stimmen stärkste Partei 165 von 423 Abgeordneten

-          Die USPD kam nur auf 7,6 % und 22 Abgeordnete

-          Die Zentrumspartei mit 91 Abgeordneten zweitstärkste Kraft

-          Die DDP errang 75, die DVP 19 und die DNVP 44 Mandate.

-          Die SPD bildete eine Regierungskoalition mit Zentrum und DDP.

-          revolutionären Nachwirren in Berlin zu entgehen, Nationalversammlung am 6. Februar in Weimar zusammen.

-          wählte sie am 11. Februar Friedrich Ebert zum vorläufigen Reichspräsidenten am 13. Februar Philipp Scheidemann zum Ministerpräsidenten Am 21. August wurde Ebert endgültig als Reichspräsident vereidigt.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2006
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 26.08.16

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