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Lastenheft Beispiel (Fertiges Referat + Handout)

Inhaltsverzeichnis

Lastenheft Aufbau des Inhalts:

Definition nach DIN

-  Beispiel: Minimales Lastenheft

-  Grundgedanken zum Lastenheft

-  Definition nach Helmut Balzert

-  Gliederung des Lastenheftes mit Beispiel

-  Sinn und Erstellen eines Lastenheftes

-  Blick auf „Software Requirements Specification“

Definition: Lastenheft…

Definiert in DIN 69901 - Teil 5 (Begriffe der Projektabwicklung):

„… ist die vom Auftraggeber festgelegte Gesamtheit der Forderungen an die Lieferungen und Leistungen eines Auftragnehmers innerhalb eines Auftrages“

-  wird vom Auftraggeber erstellt

-  enthält die Beschreibung der geforderten Lieferungen oder Leistungen

-  ist an den Auftragnehmer gerichtet

-  Fazit: keine genauen Vorgaben über das Aussehen und den Inhalt

Beispiel: Minimales Lastenheft

-  Sehr kurzes Lastenheft:

Lastenheft „Textprogramm“

 Sehr geehrter Entwickler,

 ich benötige eine Textverarbeitungssoftware wie Microsoft Word. Bitte programmieren Sie mir so etwas!

 Mit freundlichen Grüßen

Ihr Auftraggeber

Grundgedanken

-  Grundsatz zur Unterscheidung Lasten- / Pflichtenheft:

Lastenheft gibt an WAS gemacht werden soll und WOFÜR das gemacht werden soll

-  Pflichtenheft hingegen enthält das WIE und WOMIT

-  Grundsatz beim Formulieren:

-  so allgemein wie möglich und einschränkend wie nötig

-  möglichst kurz gehaltene Texte, alterativ eher Tabellen, Grafiken etc.

Definition nach Helmut Balzert

- Das »Lehrbuch der Software-Technik« von Prof. Dr. Helmut Balzert gilt als die beste Vorlage zu Schreiben des Lastenheftes

- enthält praktische Inhalts- und Gliederungsvorschläge und eine besser zur Softwareentwicklung passende Definition

- fachliches Ergebnisdokument der Planungsphase

- kann in der Definitionsphase zum Pflichtenheft erweitert werden

- enthält eine Zusammenfassung aller fachlichen Basisanforderungen, die das zu entwickelnde Software-Produkt aus der Sicht des Auftraggebers erfüllen muss

Aufbau des Lastenheftes

•      Zielbestimmung

•      Produkteinsatz

•      Produktfunktionen

•      Produktdaten

•      Produktleistungen

•      Qualitätsanforderungen

•      Ergänzungen

1. Zielbestimmung

Was soll die Software können?

2. Produkteinsatz

Wer soll die Software einsetzen?

3. Produktfunktionen

Welches sind die Hauptfunktionen? ( z.B. /LF010/, /LF020/, ...)

4. Produktdaten

Welche Daten werden verarbeitet? ( z.B. /LD010/, /LD020/, ...)

5. Produktleistungen

Wie schnell, umfassend, genau? ( /LL010/, /LL020/, ...)

6. Qualitätsanforderungen

Wie zuverlässig, portabel...?

7. Ergänzungen

Was sonst noch?

Wozu nun ein Lastenheft?

- beinhaltet alle Anforderungen des Auftraggebers

- kann als Dokument für eine Ausschreibung genutzt werden

- auf dessen Grundlage kann der Auftragnehmer gezielte Verständnisfragen stellen

- dient als Grundlage für das Pflichtenheft

- auf dessen Grundlage kann anschließend die Vollständigkeit des Produkts geprüft werden

Software Requirements Specification

- Internationale Spezifikation für die Entwicklung von Software

- Herausgegeben vom IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers)

- Beinhaltet sowohl Lasten- als auch Pflichtenheft

- Bereich „C-Requerement“ (Customer-Requirement) ist dem Lastenheft sehr ähnlich

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4.4 / 5 Sternen (7 Bewertungen)
  • Autor: Reik Bethin
  • Fach: Informatik
  • Stufe: 13. Klasse
  • Erstellt: 14. Oktober 2009
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 09.09.16

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