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Orientierungspraktikum am Gymnasium

Inhaltsverzeichnis

Praktikumsbericht zum Orientierungspraktikum mit dem Schwerpunkt: Unterrichtsstörungen

Das Praktikum wurde als Orientierungspraktikum an der Bertolt-Brecht-Oberschule in Berlin-Spandau   (Zeitraum vom 07.09. – 18.09.2009 ) absolviert und musste anschließend in Form dieses Praktikumberichts erfolgen.

Gliederung des Praktikumsbericht zum Orientierungspraktikum:

1. Eigene Erwartungen an das Praktikum 

2. Einleitung 

3. Schulporträt 

4. Der erste Tag 

5. Die Klasse bzw. Kerngruppe

6. Unterrichtsstörrungen 

6.1 Was sind Unterrichtsstörungen 

6.2 Ursachen für Unterrichtsstörungen

6.3 Präventionen von Unterrichtsstörungen

6.4 Maßnahmen, bei bereits Entstandenen Unterrichtsstörrungen 

7. Resümee 

8. Quellen 

9. Anhang

9.1 Hospitierte Unterrichtsstunden 

9.2 Schulnachweis zu hospitierten Unterrichtsstunden

 

1. Eigene Erwartungen an das Praktikum

Von dem Orientierungspraktikum an der Bertolt-Brecht-Oberschule in Berlin Spandau erwarte ich Informative Eindrücke in das Arbeiten als Lehrer. Einen Sichtwechsel zu vollziehen von dem Leben als Schüler, hin zu den Ansichten des Lehrpersonals und meinen Blick den ich damals hab prägen lassen durch die von mir absolvierten 13 Jahre als Schüler zu verändern. Ich erhoffe mir, dass sich mein Berufswunsch bestätigt und, dass ich mir eine Meinung bilden kann ob dieser Schultyp und das Unterrichten an einer Gesamtschule sich als richtig für mich herausstellen wird. Während des Praktikums möchte ich besonders auf die von mir beobachteten Störrungen des Unterrichts eingehen und diese Beobachtungen anhand von wissenschaftlichen Berichten auswerten. Ich hoffe das die von mir zu absolvierenden 40 Unterrichtsstunden und die Gespräche mit dem Kollegium und der Schülerschaft mir hilfreiche und interessante Beobachtungsschwerpunkte offenbaren und mein theoretisches Fachwissen aus dem Seminar „Einführung in die Schulpädagogik“ gefestigt werden und ich diese in meine Beobachtungen einfließen lassen kann. Außerdem erhoffe ich mir wichtige Erkenntnisse im Umgang und in der Vermeidung dieser Unterrichtsstörrungen. Anhand von vergleichen des Unterrichts mit theoretischen Ansätzen der Fachliteratur.

2. Einleitung zum Praktikumsbericht des Orientierungspraktikums

Nachdem ich im Seminar erfuhr, man könne sich seine Praktikumsschule selbst aussuchen, machte ich mich in näherer Umgebung meines Wohnortes auf die Suche nach einer für mich interessant  wirkenden und geeigneten Schule. Die Wahl viel dabei auf die Bertolt-Brecht-Oberschule in Berlin Spandau, da ich über diese sehr viel Positives gehört habe und mein Vater, dort früher die Position des Leiters der Oberstufe ausübte und ich daher die Schule schon ein wenig kannte. Nachdem ich mich für diese Entschieden hatte, bewarb ich mich an dieser Schule für das Praktikum und erhielt nach kurzer Zeit eine Zusage, mit der Bitte auf ein persönliches Gespräch, der ich selbstverständlich sofort nachkam. Ich ging also zur Schule und traf mich mit dem Schulleiter, Herrn Möller. Nach einem kurzen Gespräch vereinbarten wir, dass ich am 07.09.2009 um 7:40 Uhr mich im Sekretariat melden sollte um mich dann meiner Ansprechperson vorzustellen.

3. Schulporträt

Die Bertolt-Brecht-Oberschule (BBO) ist eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, an der alle Schulabschlüsse erworben werden können.

Die Schule wird im Modell des „offenen Ganztagsbetriebs“ organisiert, d.h., der Pflicht- und Wahlpflichtunterricht der 7.-10. Jahrgangsstufe wird im Wesentlichen auf den Vormittag konzentriert, während der Nachmittag den Schülerarbeitsstunden und eine großen Zahl unterschiedlicher Arbeitsgemeinschaften vorbehalten ist.

Teil des Unterrichts der Sekundarstufe I (7.-10.Jahrgang) findet in den sog. Kerngruppen (Klassenverband) statt, z.B. Gesellschaftskunde, Kunst, Musik und Arbeitslehre. In den Fächern Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und in den Naturwissenschaften werden die Schüler/-innen jeweils ihrem persönlichen Entwicklungs- und Leistungsstand entsprechend in kleineren, differenzierten Kursen (sog. FEGA-Modell) individuell gefordert und gefördert. Je nach Leistungsstand kann zum Ende eines jeden Halbjahres ein Wechsel in ein anderes Niveau erfolgen.

Die Schüler/-innen einer Kerngruppe (Klasse) werden in der Regel von zwei Kerngruppenleitern betreut. Im Rahmen des Tutoriums werden alle schulischen Angelegenheiten in Ruhe gemeinsam besprochen. Während der 4 Jahre in der Sekundarstufe I behalten die Schüler/-innen „ihren“¬ Kerngruppenraum, den sie gemeinsam individuell gestalten können. Die Gruppengrößen variieren zwischen 32 Schülern im Kerngruppenunterricht und 15-24 Schülern in den leistungsdifferenzierten Kursen bzw. Wahlpflichtkursen. Die geringen Frequenzen in den Kursen erlauben eine besonders ruhige und intensive Lernatmosphäre, die den individuellen Fähigkeiten in besonderem Maße gerecht werden kann.

Am Ende der 10. Klasse finden die Prüfungen zum MSA statt. Im ersten Durchlauf (Schuljahr 2005/06) haben unsere Schüler/-innen überdurchschnittlich gut abgeschnitten. So bestanden diesen 83%, gegenüber 70 % im Durchschnitt der Berliner Gesamtschulen. Unser Wert liegt auch höher als der Durchschnittswert der Berliner Realschulen (81%), ein Ergebnis auf das wir stolz sind!

Je nach Leistungen kann dann der Übergang in die gymnasiale Oberstufe (Sekundarstufe II) erfolgen. Besondere Profilkurse, z.B. in Gesellschaftskunde, bereiten im 10. Jahrgang auf die gymnasiale Oberstufe vor.

Die Sekundarstufe II umfasst die Zeit bis zum Abitur, das nach 12- oder 13 jähriger Schulzeit erworben werden kann. Weitere Informationen zur Sekundarstufe II erhalten sie durch unser gesondertes Informationsmaterial zur gymnasialen Oberstufe.

Das „Lernen lernen" ist ein besonderes Anliegen unseres Unterrichts. In einer jährlich stattfindenden Methoden /Projektwoche werden diese Fähig-keiten intensiv geschult. Schüler/-innen erwerben die Möglichkeit, sich persönliche Ziele zu setzen, den eigenen Lernprozess zu planen, zu steuern und Methoden zu entwickeln, wie sie erfolgreich lernen können.

Mit dem Bewerbungstraining liegt ein Schwerpunkt im 9. Jahrgang in der Vorbereitung auf das spätere Berufsleben.

Um den Anforderungen der Zukunft an unsere Schüler gerecht zu werden, liegt ein besonderer Schwerpunkt der BBO in der Einbeziehung moderner Medien in den Unterricht. Neben 7 komplett eingerichteten Computerräumen verfügt jeder Fachbereich über mobile Computereinheiten, sodass in allen Unterrichtsräumen jederzeit Zugang zum Internet und zum schulinteren Netz besteht. Schüler/- innen können recherchieren und ihre Präsentationen oder andere computergestützte Erarbeitungen zeigen.

Nicht zuletzt hat auch die großzügige Anlage der BBO ihren Anteil an dieser Schulatmosphäre. Es gehören ein Sportplatz, der auch in den Pausen genutzt werden kann, eine Sporthalle mit zwei Etagen, ein heller, ruhiger Innenhof mit Tischtennisplatten und zahlreichen Sitzplätzen zur Schule.

Für das leibliche Wohl sorgt die Mensa, in der neben verschiedenen Snacks und Getränken unter anderem täglich zwei abwechslungsreiche Mittagessen angeboten werden.

Das Angebot wird durch den AUB (außerunterrichtlicher Bereich) verstärkt. Hier stehen Sozialarbeiter/-innen und Erzieher/-innen unseren Schüler/-innen als Ansprechpartner/-innen ganztägig zur Verfügung. Unter ihrer Obhut können sich Schüler/-innen u.a. dem Modellbau, dem Billardspiel widmen oder das „Internetcafé" nutzen.

Die BBO beherbergt eine Zweigstelle der Spandauer Stadtbücherei, die auch vormittags in Verbindung mit dem Unterricht genutzt werden kann und in den Pausen allen Schüler/-innen zur Verfügung steht.

Am Nachmittag können die Schüler/-innen interessante und lehrreiche Arbeitsgemeinschaften auswählen. Über den eigentlichen Unterricht hinaus wird die Bertolt-Brecht-Oberschule hier ihrem ganzheitlichen Bildungsanspruch gerecht, allen Schüler/-innen Freude am ganztägigen Lernen zu vermitteln. Das umfangreiche Angebot umfasst u.a. Kanufahren, Spanisch, Surfen, Computer für Mädchen, Bienen und Imkerei, Schulband, „Jugend forscht", Hausaufgabenbetreuungen, Schülerarbeitsstunden und viele weitere Sport- und Spielangebote. In einer „Tandem-AG" unterstützen sich Schüler/-innen gegenseitig beim Lernen. Die Schüler/-innen höherer Klassen übernehmen hier Lernpatenschaften. Eine AG widmet sich der Vorbereitung und Durchführung von Exkursionen nach Krakau und Auschwitz und organisiert Zeitzeugengespräche. In der Schüler-Firma "DigiPhoto GmbH" werden Schülerausweise, Unterrichtsmaterialien, Pass- und Klassenfotos hergestellt sowie auch schul-fremde Aufträge ausgeführt. Schüler/-innen, die eine spezielle Mediatorenausbildung erhalten haben, sind u.a. Ansprechpartner/-innen für etwaige Konflikte unter den Schüler/-innen.

Neben dem täglichen Schulbetrieb gehören zur Tradition der Schule verschiedene „Highlights": Aufführungen der Theatergrundkurse, Musikabende, politische Podiumsdiskussionen oder Sportfeste sind Teile des Schullebens. Zum Adventsbasar und zum Musikabend kommen viele Ehemalige, um Erinnerungen an ihre alte Schulzeit auszutauschen und ihre „alten" Lehrer/-innen zu treffen.

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4. Der erste Tag des Schulpraktikums

Wie verabredet erreichte ich am 07.09. um 7:30 Uhr das Schulgelände vor dem schon einige Schüler standen, sich unterhielten und darauf warteten das Schulgebäude zu betreten. Ein großer Schüler stand vor der Eingangstür und sorgte dafür, dass kein Schüler die Schule betrat. Als dieser mich ankommen sah öffnete dieser die Tür und wünschte mir einen höflichen „Guten Morgen“, den ich sofort erwiderte. Wie ich später herausfand durfte das Schulgebäude, erst um 7:45 Uhr von Schülern betreten werden und dieser Schüler passte auf, dass sich alle daran hielten. Ich betrat das Sekretariat und wurde sofort von den Sekretärinnen und dem stellv. Schulleiter, Herrn Z. begrüßt. Nach einer kurzen aber freundlichen Unterhaltung, in der es vor allem um mein Studium ging, brachte Herr Z. mich zum Lehrerzimmer des Fachbereichs Mathematik und stellte mich dort dem Fachbereichsleiter und den anderen dortigen Lehrern vor. Der Fachbereichsleiter für Mathematik, Herr P., begrüßte mich auch sehr freundlich und schickte mich nach einem kurzen Gespräch mit einem Lehrer in eine 7.Klasse, in der ich meinen ersten Tag verbringen sollte. Meine Ansprechperson, Herr B., der Fachbereichsleiter für Gesellschaftswissenschaft, sollte an diesem Tag erst nach der 4. Stunde kommen deshalb beschloss ich meine ersten Unterrichtsbeobachtungen in dieser 7.Klasse zu machen, auf die ich im späteren Verlauf während der Auswertung noch Sprechen komme. Ich begleitete Herrn R. zum Unterricht, der mir auf dem Weg durch die Schule (vom Fachbereichslehrerzimmer zum Klassenraum der Klasse 7.12) einiges über die Schule erzählte und mir einige Räumlichkeiten zeigte. Es folgte eine Blockunterrichtsstunde in Mathematik in der Klasse 7.12, nachdem ich mich den Schülern vorgestellt hatte und im hinteren Teil des Klassenraums Platz nahm. Interessiert notierte ich mir viele Unterrichtsbeobachtungen und unterhielt mich nach der Doppelstunde mit dem Lehrer über die Klasse und den gerade Beobachteten Unterricht. Ich bedankte mich bei Herrn R. und ging mit ihm zurück zum Lehrerzimmer des FB Mathematik. Dort erwartete mich bereits Herr P., der bereits mit dem Klassenlehrer der 7.12 gesprochen hatte, sodass ich die folgenden zwei Unterrichtsstunden auch in der gleichen Klasse verbringen konnte. Also machte ich mich in der großen Pause wieder auf dem Weg zu der Klasse vor der ich auf den Klassenlehrer wartete. Dieser begrüßte mich kurz, da er fast zu spät kam und bat mich Platz zu nehmen. In der folgenden Unterrichtsstunde ging es nur um Organisatorisches, daher konnte ich kaum Unterrichtsbeobachtungen machen. Nach Stundenende folgte sofort eine Geschichtsstunde in der eine Referendarin die mittelalterliche Ständegesellschaft erläuterte. Da zwischen den Blockstunden nur jeweils zwei Minuten Zeit sind um die Klassenzimmer zu wechseln, konnte ich mich nur kurz vorstellen und fragen ob ich ihrem Unterricht folgen darf und nahm daraufhin schonwieder Platz und folgte interessiert  dem Unterricht. Ich bedankte mich bei der Referendarin und ging daraufhin zum Lehrerzimmer des Fachbereichs Gesellschaftwissenschaften um dort meine Ansprechperson zu treffen. Ich wurde dort schon erwartet und überaus freundlich begrüßt. Da Herr B. nur wenig Zeit hatte und gleich wieder in den Unterricht musste, unterhielten wir uns nur kurz über mein Studium und über die kommenden Wochen. Bevor er zum Unterricht verschwand vereinbarten wir, dass wir uns Morgen um 7:50 Uhr im Lehrerzimmer treffen wollten.

5. Die Klassen bzw. Kerngruppen

Ich wollte nicht Komplett ein und derselben Klasse die ganze Zeit folgen, da ich mich auch für die höheren Klassenstufen interessierte, habe ich hauptsächlich dem Unterricht des FB Mathematik und des FB Gesellschaftskunde gefolgt. So besuchte ich div. Kurse und Klassen und konnte mir so ein Bild von vielen div. Lehrern und deren Umgang mit den Schülern machen und insbesondere auf deren Umgang mit Unterrichtsstörungen und deren Prävention eingehen.

Allerdings verbrachte ich die meiste Zeit, die ich in der gleichen Klasse war im Unterricht der Klasse 7.12, in der ich mich auch an meinem ersten Tag aufhielt.

Die Klasse besteht aus 28 Schülern. 10 Schülerinnen und 18 Schüler, von denen etwa 40% Migrationshintergrund haben. Wie schon im Schulporträt erwähnt  verändert sich die Klassenzusammenstellung in Unterrichtsfächern wie, z.B. Mathematik oder Deutsch, so das es relativ schwer ist von einer gleich anhaltenden Klassenzusammenstellung zu reden, da teilweise während des Mathematikunterrichts nur 25 Schüler anwesend waren und diese 25 auch teilweise aus anderen Klassen kamen.

6. Unterrichtsstörungen:

Im Folgenden werde ich mich mit den Fragestellungen beschäftigen, inwiefern man Unterrichtsstörungen vermeiden kann ohne, dass es überhaupt zu solchen kommt. Inwieweit man mit Unterrichtsstörrungen umgeht, wenn es zu ihnen kommen sollte und mich dabei besonders auf die von mir hospitierten Stunden und Unterrichtsbeobachtungen beziehen, die ich an der Bertolt-Brecht-Oberschule verfolgen durfte.

6.1 Was sind Unterrichtsstörrungen:

Bevor ich auf die Prävention von Unterrichtsstörrungen zu sprechen komme, benutze ich eine Definition von Lohmann (2003) zum Thema Unterrichtsstörrungen: „Unterrichtsstörungen sind Ereignisse, die den Lehr-Lernprozess beeinträchtigen, unterbrechen oder unmöglich machen, indem sie die Voraussetzungen, unter denen Lehren und Lernen erst stattfinden kann, teilweise oder ganz außer Kraft setzen.“

6.2 Ursachen für Unterrichtsstörrungen:

Die Ursachen für Unterrichtsstörungen sind vielfältig. Sie können aus inneren und äußeren Einflüssen, bewussten oder unbewussten Handlungen und Eigenschaften der Schüler sowie der Lehrkräfte resultieren. Es gibt verschiedene Herangehensweisen, um Gründe für Unterrichtsstörungen zu beschreiben. Eine klare Zuordnung der Ursachen zu den einzelnen Theoriemodellen ist oft schwierig, da Verhalten meistens multifaktoriell bedingt ist.

Deshalb gibt es verschiedene Modelle der Systematisierung dieser Ursachen z.B. nach Bärsch (1978), Myschker (1999) oder Palmowski (2002), die ich hier nicht weiter vorstellen möchte.

6.3 Präventionen von Unterrichtsstörrungen:

Der beste Umgang mit diesen Ereignissen, ist die Prävention, die allerdings nicht immer Umsetzbar ist. Es gibt div. Möglichkeiten nach Noelting, um vorsorglich gegen diese Unterrichtsstörrungen vorzugehen, sodass es weniger  zu Unterrichtsstörungen kommt, bzw. Maßnahmen, die man ergreifen kann, um die Klasse oder störende Person wieder zur Aufmerksamkeit zu bringen. Während meiner Praktikumszeit an der BBO konnte ich sowohl diese präventiven als auch die konfliktlösenden Maßnahmen beobachten und werde im Folgenden anhand einiger Fallbeispiele auf diese Eingehen.

 

Als Beispiel durfte ich bei einem angehenden Lehrer eine PW-Doppelstunde in einer 10. Klasse beobachten, in der zwar nur 18 Schüler saßen, allerdings fast keine Unterrichtsstörungen auftraten. Herr Sch. betrat den Unterrichtsraum und führte einen Laptop mit Beamer bei sich, ich folgte ihm. Nachdem ich mich vorgestellt hatte, setzte ich mich in den hinteren Bereich des Raumes und begann mit meinen Beobachtungen. Der folgende PW-Unterricht hatte die Thematik: die Wahlen 2009 und sollte den Schülern einen Überblick über die Parteien geben und beschäftigte sich zusätzlich mit den versch. Wahlplakaten der jeweiligen Parteien. Herr Sch. begann den Unterricht indem er auf dem Beamer, Plakate der jeweiligen großen fünf Parteien visualisierte. Dann sollten die Schüler passend zu den Parteien fünf Gruppen bilden und sich innerhalb der Gruppen mit dem Plakat beschäftigen und anhand eines Arbeitsbogens div. Fragestellungen abarbeiten. Nach 30 Minuten in denen Herr Sch. von Gruppe zu Gruppe lief und ihnen bei Verständnisfragen half, traten die jeweiligen Schüler an die Tafel und erläuterten die Plakate und deren Aussagen. Während dieser gesamten Zeit kam es nicht zu expliziten Unterrichtsunterbrechungen, da die Schüler äußerst interessiert und aufmerksam die Medien verfolgten und danach in die Gruppenarbeit vertieft waren. Erst als nach der Besprechung, Arbeitsbögen verteilt wurden begannen einige, meist männliche Schüler Privatgespräche.

Wie im Beispiel des PW-Unterrichts gut zu sehen ist, geht Herr Sch. präventiv gegen Unterrichtstörrungen vor indem er durch den mit ein Bezug von Medien das Interesse der Schüler am Stoff erhöht und danach die gesamte Klasse durch das bilden von Gruppen in das Erarbeiten der Aufgaben heranzieht.

Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um das mit Einbeziehen, der gesamten Klasse durch div. Vorgehensweisen wie z.B. Gruppenarbeit, Nutzung von Medien oder mitentscheidungsrechte der Schüler auf kommende Themen der Unterrichtstunden und wird von Noelting in seinem Text zum Thema Unterrichtsstörungen als Prävention durch breite Aktivierung betitelt. Diese zählt nach Noelting als eine der vier Maßnahmen um Unterrichtsstörungen zu vermeiden.

 

Fast alle Lehrer die ich beobachten durfte, stellten den Schülern nach Unterrichtsbeginn eine klare Systematik vor an denen sie sich während der gesamten Unterrichtszeit orientierten. Komplett anderes Vorgehen konnte ich nur während des Mathematikunterrichts beobachten. So durfte ich bei Herrn Schü. eine Doppelstunde in einer 8. Klasse beobachten, in der ich mich ohne Vorstellung vor der Klasse gleich hinsetzten sollte, damit er mit dem Unterricht beginnen konnte. Herr Schü. hielt diese Blockunterrichtsstunde im Sinne des Frontalunterrichts ab, indem er einen Arbeitsbogen nach dem Anderen und etliche Aufgaben aus dem Buch mit der Klasse an der Tafel bearbeitete. Nicht nur die andauernden Privatgespräche die von ihm mit lautstarken Ermahnungen vorrübergehend zur Ruhe gebracht wurden, auch die immer wieder aufkommenden Fragen wer ich sei, führten zu immensen Unterrichtsstörrungen.

Dieses kurze Beispiel zeigt eindeutig die große Unruhe, die natürlich auch durch den Frontalunterricht entstanden ist aber auch durch die meiner Meinung nach relativ unzureichende Unterrichtsvorbereitung. Ich hatte zwar keine Gelegenheit, Herrn Schü. nach seinen Unterrichtsvorbereitungen zu fragen, allerdings hatte ich den Eindruck, dass er sich relativ kurz auf seinen Mathematikblock vorbeireitet hatte.

Dabei ist doch vor allem, die gute Planung des Unterrichts eine effektive Maßnahme und eigentlich für das gute Unterrichten unabdinglich,  um die eigen verursachten Unterbrechungen zu vermeiden, die Unterrichtsstörrungen fördern, bzw. selber die Störung darstellen. Meiner Meinung nach hätte die große Unruhe vermieden und die Aufmerksamkeit der Schüler gefördert werden können wenn man Prävention durch Unterrichtsfluss ausgeübt hätte, das heißt ein klares, geplantes, interessantes Schema gehabt und den Unterricht, z.B. durch Gruppenarbeit interessanter gestaltet hätte.

 

Als ein anderes Beispiel für Präventiv-Maßnahmen wäre zu nennen, dass der Klassenlehrer der Klasse 7.12 Herr Schu. Bei meinem ersten Aufeinandertreffen mit ihm zu seiner Klasse rannte, damit er nicht zu spät kam. Nachdem ich mich ihm vorgestellt hatte erklärte er mir, warum er zur Klasse rannte. Er hatte mit seinen Schülern klare, prägnante Regeln für das Zuspätkommen aufgestellt, an die er sich natürlich auch halten müsse.

Beim weiteren Beobachten der Klasse in div. Anderen Stunden wurde deutlich, dass durch sein Verhalten, als Vorbildperson die Schüler sehr darauf bedacht waren auch rechtzeitig zum Unterricht zu erscheinen. Auch andere Gesprächsregeln innerhalb des Klassenverbandes wurden von ihm eingeführt an die sich ein Großteil der Klasse hielt, da sie die Regeln mit aufgestellt hatten und sich mit ihnen identifizieren konnten.

Daran wird deutlich inwiefern durch solche Regeln der rechtzeitige Unterrichtsbeginn gesichert wird und zu spät kommende Schüler die den Unterrichtsverlauf stören könnten minimiert werden. Auch die Gesprächsregeln, wie z.B. das gegenseitige Zuhören und aufeinander Eingehen während der Unterrichtsstunden könnte man nach Noelting als Prävention durch klare Regeln beurteilen.

 

Mein Ansprechpartner, der Fachbereichsleiter für Gesellschaftwissenschaften Herr B., bei dem ich mehrere Stunden hospitieren durfte, gab mir gleich mehrere Beispiele für diese Art der Prävention. So hospitierte ich in einem Profilkurs Geschichte einer 11. Klasse, indem es um den Geschichtsbegriff im Allgemeinen ging. Anhand von Philosophischen Erläuterungen über den Geschichtsbegriff sollte dieser erläutert werden. Dabei bewegte sich Herr B. permanent durch den Kursraum und schaute bei seinen Erklärungen und Fragestellungen immer wieder die gesamten Kursteilnehmer an. Außerdem war zu beobachten, dass Herr B. durch starkes Gestikulieren und das in dauernden Bezug setzen der Erläuterungen die Aufmerksamkeit der Schüler stetig sehr hoch war. Wenn teilweise doch Privatgespräche geführt wurden versiegten diese sofort durch das auf die störenden Personen zubewegen der Lehrkraft. Auch die Ausstrahlung des Lehrers sorgte für eine sehr große Aufmerksamkeit der Schüler, wobei ich nicht weiß, ob diese autoritätsbedingt war.

An diesem Beispiel zeigt sich die starke Präsenz des Lehrers innerhalb der Unterrichtsstunde. Seine dauernde Anwesenheit und Ausstrahlung sorgten dafür, dass es innerhalb des Kurses kaum zu Störungen kam. Dies könnte man gut mit einem Entertainer vergleichen, der seine Show abliefert um damit das Publikum zu unterhalten, die so gefesselt von ihm sind, dass sie selbst kein Interesse haben sich mit etwas anderem zu beschäftigen.

Diese von Noelting als Prävention durch Präsenz- und Stoppsignale bezeichnete Vorgehensweise, dass man nonverbale Zeichen der Präsens zeigt, wie z.B. im Klassenraum so stehen, dass man alles gut überblicken kann, sich gelegentlich im Raum bewegen und beim Schreiben an der Tafel zwischendurch zur Klasse blicken oder sich seitlich zur Tafel stellen, sorgt im Allgemeinen dafür, dass die Schüler sich alle Angesprochen fühlen und bestenfalls die komplette Zeit dem Unterricht folgen.

 

Diese vier Maßnahmen der Prävention sind meiner Meinung nach wesentlich effektiver als das reagieren auf bereits entstandene Unterrichtsstörungen. Da es im Allgemeinen relativ schwer ist eine bestimmte Vorgehensweise vorzuschreiben, an die man sich halten oder an der man sich orientieren kann wenn es zu Unterbrechungen kommen sollte.

6.4 Maßnahmen, bei bereits Entstandenen Unterrichtsstörrungen:

Natürlich ist zu sagen, dass auch wenn man sich an alle präventiven Maßnahmen zum vorbeugen von Unterrichtsstunden hält es immer zu Unterbrechungen kommen kann, mit denen man im Allgemeinen auch umzugehen hat. Dabei wären vor allem zwei verschiedene Vorgehensweisen zu unterscheiden, die ich anhand von div. Unterrichtsbeobachtungen demonstrieren möchte.

So konnte ich eine Unterrichtsstunde in der 7.12 erleben, bei Herrn R., der in dieser Klasse Mathematik unterrichtet, auch an diesem Freitag, den ich beobachten durfte. Nachdem Herr R. und ich die Klasse betraten hatten und alle Schüler Platz genommen hatten, wurde die Anwesenheit kontrolliert, um danach die Hausaufgaben durchzusprechen, sollten alle Schüler diese herausholen, so dass die Lehrkraft durch die Reihen gehen konnte um sich diese Anzuschauen. Schon beim durch die Reihen gehen traten die ersten Gespräche unter den Schülern auf und einige probierten in kürze ihre nicht vorhandenen Aufgaben noch zu erledigen bzw. abzuschreiben. Dies blieb natürlich nicht unbeobachtet und wurde mit einem „nicht erledigte Hausaufgabe“ vermerkt. Etwa 60% der Klasse hatten keine Hausaufgaben und die wütende Ansprache von Herrn R. führte auch eher zu einer Erhöhung des Lautstärkepegels, die allerdings kurz darauf verstummten, dadurch, dass sich Herr R. einfach auf den Lehrertisch setzte, schwieg und die redenden Schüler scharf Ansah. Dieses Reagieren könnte man noch als Prävention durch Stoppsignale und Präsens beurteilen, allerdings entstand die Unterrichtsstörung nicht gerade, sondern war in diesem Beispiel schon im Gange. Was eher auf eine Art der nonverbalen Ehrmahnung der störenden Schüler hinweist.

In dem folgenden Mathematikblock den ich hospitieren durfte, konnte ich immer wieder mit Ansehen, dass die Schüler nach kurzen Phasen der Aufmerksamkeit,  abgelenkt wurden und im Allgemeinen große Unruhen im Kursverband entstanden. Dies hatte sicherlich als Ursache, dass kaum Präventivmaßnahmen getroffen wurden, es sich um den dritten Block am Freitag hielt und Herr R. einen strickten Frontalunterricht durchzog, an dem einzeln Aufgaben aus dem Buch erst bearbeitet werden mussten um diese dann an der Tafel gemeinsam zu besprechen. Anfangs wurden die störenden Schüler noch ermahnt durch Nennung ihrer Namen und div. Anweisungen oder Appellen, wie z.B.: „M. setz dich bitte auf deinen Platz und sei Ruhig!“ oder „A. hör endlich auf zu schwatzen, nachdem du deine Hausaufgaben schon nicht gemacht hast!“, was sich allerdings mit der Zeit änderte und zu einem Umsetzen innerhalb des Kurses führte, so wurden alle störenden Schüler möglichst weit auseinander gesetzt. Dies führte allerdings nur dazu, dass die vorher schon massiv in Unterhaltungen verwickelten Schüler nun über drei Bänke miteinander sprachen, was natürlich deren Lautstärkepegel erhöhte. Herr R. der zu diesem Zeitpunkt grade einer Schülerin etwas erklärte bemerkte das selbstverständlich und ermahnte die immer noch störenden Schüler Lautstark, indem er ihnen mit Strafarbeiten drohte, z.B. mehr Hausarbeiten zum nächsten Mal oder vielleicht einen Test schreiben zu lassen. Kurz darauf war der Unterricht beendet und die Schüler verließen den Klassenraum.

Dieses Beispiel spricht meiner Meinung nach für das typische vorgehen vieler Lehrer bei Unterrichtsstörrungen. Die meisten Pädagogen gehen erst auf die Unterrichtsstörrung ein wenn diese schon stattgefunden hat und arbeiten kaum oder überhaupt nicht Präventiv. So konnte ich während meiner gesamten Zeit an der BBO keine einzige Mathematikstunde beobachten in der man zu Präventiven Maßnahmen zur Vorbeugung von Unterrichtsstörrungen griff oder in der man versuchte den Unterricht durch Medien oder Gruppenarbeit interessanter zu gestalten. So wurde vor allem in Mathematik und Teilweise im Deutschunterricht zu bestrafenden oder ermahnenden Maßnahmen gegriffen um die Störrungen unter Kontrolle zu halten.

Dieses Vorgehen zeigte sich für mich auch in den Reaktionen und Gesprächen mit den Schülern, die gerade Mathematik und Deutsch als die absolut schlimmsten Fächer nannten, was meiner Meinung nach gerade aus diesen Gründen entstand. Vielleicht lässt noch viel tiefer grade diese Weise des Unterrichtens darauf schließen, dass gerade in Fächern wie z.B. Mathematik wesentlich weniger Lehrkräfte vorhanden sind, da viele angehende Lehrer grade diese Schulerlebnisse mit diesen Fächern in Verbindung bringen.

Noelting nennt gerade dieses Vorgehen beim Umgang mit Unterrichtsstörrungen Lehrerzentrierte Maßnahmen, da diese alleine vom Lehrer beschlossen und in die Tat umgesetzt werden und hebt bei diesen: „Anreize und Belohnungen für »gutes« Verhalten“ geben besonders hervor, da man anstatt jmd. Strafarbeiten zu geben, genau so gut belohnen kann dafür, dass er gute Mitarbeit abliefert.

Leider war es mir in meiner gesamten Zeit an der Bertolt-Brecht-Oberschule nicht möglich dieses Vorgehen zu beobachten.

Allerdings konnte ich während des Erdkundeunterrichts in der Klasse 7.12 beim Klassenlehrer Herrn Schu. Beobachten wie dieser die Probleme mit störenden Schülern innerhalb des Klassenverbandes mit der Klasse besprach und diesen so versuchte Abhilfe zu schaffen.

So begann er seine Erdkundestunde indem er die Klasse fragte, warum er von einem anderen Lehrer gehört habe, dass seine Schüler während einer Physikstunde die gesamte Zeit über sehr störend aufgefallen seien, und besprach die Ursachen und weitere Vorgehensweise mit ihnen um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Diese Vorgehensweise bezeichnet man als Kooperative Konfliktlösung und kann durch das einbinden und Mitentscheiden der Schüler zu einer Identifikation der Schüler mit den Problemen führen. Aus dem Buch der Achtzehn Autoren (2000) „Die Kooperative Methode im Unterricht“, geht hervor, dass man diese Befragung der Klasse zwar eher Anonym anhand eines Fragebogens machen sollte, um wirklich die Meinung jedes einzelnen Schülers mit einbringen zu können, allerdings erzielte diese Methode von Herrn Schu. erfolge, da ich in den nächsten Unterrichtsstunden vorerst keine starken Unterrichtsstörungen beobachten konnte.

Sicherlich kann man vor allem in den späteren Klassenstufen und dem Kurssystem auch beobachten, dass das allgemeine Interesse der Schüler an ihren Leistungskursen bzw. Profilkursen sich auch auf die Störrungen auswirkt.

So konnte ich beim Leistungskurs Geschichte 3. Semester feststellen, dass der Lehrer, Herr Ba., ohne Einsatz von Medien oder Gruppenarbeit, nur durch seine Präsens und dem Interesse der Schüler, einen vollkommen störungsfreien Unterricht zum Thema Versailler-Verträge machte. Er fragte erst, was die Schüler mit Art. 231 der Versailler-Verträge anfangen können und ließ die Schüler dann anhand der von ihm ausgeteilten Quellentexte diese erläutern. Nachdem der Artikel zur Kriegsschuldfrage abgearbeitet war startete er eine Diskussion innerhalb des Kurses mit der Fragestellung: „Hättet ihr den Vertrag unterschrieben?“ Dies führte zu einer Diskussion, die allerdings komplett gesittet und auch ohne Störungen verlief.

 

Im großen und ganzen war innerhalb meines Praktikums, zu beobachten, dass vor allem jüngere Lehrer durch die Benutzung von Präventivmaßnahmen, weniger häufig Ermahnungen oder gar Bestrafungen aussprechen mussten als Lehrer, die ihren strikten Frontalunterricht ableisteten. Dies soll nicht heißen, dass man ohne Präventivmaßnahmen unmöglich spannenden störungsfreien Unterricht machen kann. Gewisse Lehrer schafften es durch die Verknüpfung von interessanten Fakten und Ausstrahlung, die Schüler ohne jegliche Ermahnungen so vom Unterricht zu fesseln, dass diese nicht in der Lage waren sich mit etwas anderem zu beschäftigen. So konnte man auch beobachten, dass der stellv. Schulleiter als Autoritätsperson während seines Gangs durch die Schule von allen Schülern überaus freundlich begrüßt wurde und während seines Unterrichts wohl kaum mit Störrungen umgehen muss, wie ich von einigen Schülern erfuhr.

7. Resümee

Leider sorgte grade, das FEGA-Modell dazu, dass ich nicht spezifisch die gesamte Zeit ein und dieselbe Klasse beobachten konnte und mein Wunschthema: „Schüler- Lehrer Interaktion“ bearbeiten konnte, sondern mich eher mit der Thematik der Unterrichtsstörrung beschäftigte. Auch ein Großteil des überaus netten Kollegiums hatte nicht besonders viel Zeit sich mit mir zu beschäftigen oder zeigte kein Interesse daran, was es für mich relativ schwierig machte an Lehreransichten heranzukommen. Auch die Einteilung des großen Kollegiums in div. Lehrerzimmer für die Fachbereiche machten mir es schwierig nach dem Unterricht auswertende Gespräche mit den Lehrern zu führen. Mein Praktikum an der Bertolt-Brecht-Oberschule war für mich allerding trotzdem eine spannende und lehrreiche Erfahrung und gab mir tiefe Einblicke in das Unterrichten als Lehrer. Ich konnte viele verschiedene Unterrichtsstile und Vorgehensweisen des Unterrichtens beobachten, die erreichten, dass Unterrichtsstörungen vermieden werden konnten als auch grade zu diesen Störungen führten. Ich erhielt Einblicke in den Umgang von Schülern und Lehrern, die ich aus meiner damaligen Schulzeit nicht erhielt. Ich konnte mich langsam von der Sicht des Schülers, hin zur Sicht des Lehrers begeben und miterleben, dass der Job und die damit verbundenen Anstrengungen von mir unterschätzt wurden. Gerade die von mir niemals als so gigantischen Arbeitsaufwand eingeschätzten Unterrichtsvorbereitungen die im absoluten Zusammenhang mit den Unterrichtsstörrungen stehen habe ich vollkommen unterschätzt. Gerade in Sachen, Prävention von Unterrichtsstörungen konnte ich unglaublich viele im Seminar gelernte theoretische Ansätze in der Praxis erleben von denen ich besonders bei den jüngeren Kollegen teilweise fasziniert war. Auch die Gespräche mit den Schülern brachten mir wichtige Informationen, da ich die gesamte Zeit meines Praktikums sehr freundlich und höflich von ihnen behandelt wurde. Ich möchte die von mir gemachten Erfahrungen innerhalb des Lehrerberufs nicht missen und bin gerade durch dieses Praktikum noch gestärkt in meiner Entscheidung diesen Berufsweg zu ergreifen. Auch meine Entscheidung an welcher Art von Schule ich unterrichten möchte wurde mir durch dieses Praktikum erleichtert da mein Interesse an dem Unterrichten an einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe nun noch größer geworden ist.

8. Quellen:

-       Nolting, H.-P. (2003): „Unterrichtsstörungen. Möglichkeiten zur Störungsprävention und Konfliktlösung. In: Schulmagazin 5 bis 10 Heft 1 / S. 55 -56.

-       Achtzehn Autoren (2000): „Die Kooperative Methode im Unterricht“

-       Lohmann, G. (2003): „Mit Schülern klarkommen. Professioneller Umgang mit Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikten“

-       http://www.g-muth.de/brecht-oberschule/index.php/schulinfo/gesamtschule.html

 

9. Anhang:

 

 

9.1 Hospitierte Unterrichtsstunden:

 

Datum

Stunde

Fach

Klasse bzw. Kurs

07.09.

Block 1. u 2.

Mathematik

7.12

07.09.

3.

Erdkunde

7.12

07.09.

4.

Geschichte

7.12

08.09.

Block 1. u 2.

Geschichte

Profilkurs 11.

08.09.

Block 3. u 4.

Mathematik

8.14

09.09.

Block 1. u 2.

PW

Profilkurs 11.

09.09.

3. – 5.

Podiumsdiskussion

Oberstufe

10.09.

Block 1. u 2.

Deutsch

7.12

11.09.

Block 1. u 2.

Geschichte

SK 10.

11.09.

Block 3. u 4.

Mathematik

8.13

14.09.

Block 3. u 4.

Geschichte

LK 13.

14.09.

Block 4. u 5.

PW

WB 9.

15.09.

Block 1. u 2.

Mathematik

7.12

15.09.

Block 3. u 4.

Mathematik

8.11

16.09.

Block 1. u 2.

Deutsch

7.12

16.09.

Block 3. u 4.

Geschichte

WB 10.

17.09.

Block 1. u 2.

Deutsch

7.12

17.09.

Block 3. u 4.

Geschichte

LK 13.

18.09.

Block 1. u 2.

Englisch

7.12

18.09.

Block 3. u 4.

PW

WB 9.

18.09.

5.

Biologie

7.12

 

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5 / 5 Sternen (1 Bewertung)
  • Autor: M.P.
  • Fach: Pädagogik
  • Stufe: 2. Semester (Uni)
  • Erstellt: 2009
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 12.08.16

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