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Klassengesellschaft Referat

Inhaltsverzeichnis

Leitfrage des Referats ist: Die entwickelte Industriegesellschaft - eine Klassengesellschaft? (Referat)

(Der Artikel ist überwiegend promarxistisch gehalten und dient so der konträren Diskussion!)

1.) Einleitung zum Referat Klassengesellschaft

Mit  Bild Marx einsteigen und einer These: stimmt ihr zu? Wollt Veränderungen?

Dann Begriffsklärung:

Das Proletariat (vom lat. proletarius „der untersten Volksklasse angehörend“) bezeichnete die gesellschaftliche Schicht der Landlosen (Besitzlosen an Prod.mitteln), welche aber nicht versklavt waren. Der Begriff wird auch so verstanden, dass die Proletarier diejenigen sind, die als Besitz nur ihre Nachkommen (lat. proles) haben.

Proletariat oder Arbeiterklasse ist im Marxismus diejenige Klasse, die als die Klasse der Lohnarbeiter ihre Arbeitskraft verkauft. Der erfolgreiche Verkauf dieser Ware Arbeitskraft ist für sie nötig, um zu überleben. Der Marxismus setzt große Hoffnungen in sie und geht davon aus, daß die Selbstbefreiung des Proletariats - über die Diktatur des Proletariats - zur Befreiung der gesamten Gesellschaft führe.

Nach Karl Marx ist die als kapitalistisches Großbürgertum definierte Bourgeoisie die im Kapitalismus herrschende der beiden Grundklassen Bourgeoisie (Großbürgertum) und Proletariat (= abhängig beschäftigte Arbeiterschaft), besitzt alle Prod.mittel.

Historisch hat sie sich aus dem 3. Stand der Feudalgesellschaft heraus entwickelt (Handwerker, Händler, freie und landbesitzende Großbauern). Ein Teil der Handwerker wurde zu Fabrikbesitzern. Nach der Ablösung des Feudalismus durch den Kapitalismus beuten die mit Bourgeoisie gemeinten Kapitalisten die Arbeiterklasse (das Proletariat) aus.

Ein Monopol (griechisch monos = „allein“ und polein = „verkaufen“) nennt man eine Marktsituation (Marktform), in der für ein ökonomisches Gut nur ein Anbieter oder nur ein Nachfrager existiert.

Dies führt häufig dazu, dass dieser (der Monopolist) bei seiner Preisgestaltung nur auf die Nachfrage bzw. das Angebot Rücksicht nehmen muss, nicht auf den Wettbewerb.

Kapital:

Bei Karl Marx ist Kapital ein Betrag von Geld G, der investiert wird, um mehr Geld G’ zurückzubekommen. Im Gegensatz zur Volkswirtschaftslehre ist also Kapital bei Marx kein Produktionsfaktor, dies entspräche den Produktionsmitteln, sondern ein bestimmter Wert, der mit dem Ziel, Mehrwert zu erhalten, investiert wird.

Durch die menschliche Arbeit wird dabei der Wert der Waren W erhalten und ein zusätzlicher Wert hinzugefügt. Ein neuer Wert kommt hinzu, da die menschliche Arbeit mehr Wert schafft, als der Eigentümer der Arbeitskraft, der Lohnarbeiter, für seine Arbeitskraft als Lohn ausbezahlt bekommt. Damit ist der Wert der Waren W' höher als der Wert von W und die Waren W’ werden für das Äquivalent in Geld G’ verkauft.

Kapital ist ein gemeinschaftliches Produkt und wird privat angeeignet im Kapitalismus. Die Lohnarbeit ist die Grundlage von Kapital. Die Lohnarbeit schafft Mehrwert, dieser...

Verelendung:

•          -Kinderarbeit

•          unmenschliche Arbeitszeiten von oftmals 12 bis sogar 14 Stunden

•          willkürliche Behandlung

•          Hungerlöhne bzw. Ausbeutung

•          Schutzlosigkeit bei Arbeitsunfällen

•          Armut von Alten, Kranken und Schwachen

Kriege = absolute Verelendung

Klassenkampf: ist die Auseinandersetzung der Herrschenden mit den Beherrschten, heute in Form von Streiks, Tarifverhandlungen, aber auch Aufstände etc. ....

Mehrprodukt / Mehrwert: ist alles Produzierte, das über den eigenen Bedarf hinaus geht (zB.: ein Bauer braucht 10 Kilo Korn pro Woche zum überleben, erntet aber15 pro Woche: 5 Kilo Korn hat er mehr, das ist das Mehrprodukt)....

2.) Was ist eine Industriegesellschaft?

Definition aus Wikipedia:

(die lese ich dann einfach vor)

- zu Beginn des 19. Jh. geprägt

- keine angeborene Schichtenzugehörigkeit

- auch „Leistungsgesellschaft“, „mobile Gesellschaft“ genannt

- bietet großen materiellen Wohlstand

- zerstört familiäre Beziehungen

Merkmale:

Kapitalismus: (ergänzen!)

3.) Was ist eine Klassengesellschaft?

- Anfangs war klassenlose Gesellschaft --> jeder wichtig zum Überleben der Gemeinschaft

- Dann Überlebenskampf durch Entdeckung der Landwirtschaft vorbei --> da Mehrprodukt vorhanden

- Durch Aneignung des Mehrprodukts: Entstehung sozialer Differenzierungen und Klassen

- Klasse ist def. durch ihr Verhältnis zu den Prod.mitteln --> Besitzer und Nichtbesitzer

- Frauenunterdrückung begann mit Wegnahme des Mutterrechts (=IHR Besitz wird an Kinder vererbt)      und mit Enteignung ihrer selbstgeschaffenen Prod.mittel (Ackerbau) --> Monogamie (Frau darf nur 1    Mann haben) entstand

- auch Sklavengesellschaft entstand mit Mehrprodukt: Kriegsgefangene nun effektiv für   „Mehrproduktion“ eingesetzt--> Klassenkampf entsteht, vollzieht sich bis heute

4.) Analyse heutige Gesellschaft

- Gesellschaft: ein sich ständig verändernder Organismus
- Wirtschaftliche Lage bestimmt Gesellschaftsform (s. 3.)

4.1.) Entstehung  d. heutigen Gesellschaft

- Weg über die Gesellschaftsformen, nach Marx

Urgesellschaft:

- Urkommunismus -> zugeteilte Aufgaben, jeder produziert das was er braucht

- keine Klassen

-Mehrprodukt

 

Sklavenhaltergesellschaft

- man erwirtschaftet Profit, indem man Sklaven ausbeutet

- Zeit des Römischen Reiches

 

Feudalismus

- Leibeigenschaft (Gewinnmaximierung durch Ausbeutung der Bauern)

- Mittelalter

 

{

Asiatische Produktionsweise

- führt nicht zum Kapitalismus

- Ansätze zur Industrialisierung werden zerschlagen

- Japan weit entwickelt
}

 

Kapitalismus

- schon erwähnt

 

- geschichtliche Ansätze zur Entwicklung der Industrialisierung (Folie -> Gründe)

4.2.) Klassen der heutigen Gesellschaft 

Gemäß diesen Merkmalen kann eine moderne kapitalistischen Gesellschaft in die grundlegende Klassen aufgegliedert werden.

Die erste Klasse ist die herrschende Klasse oder Bourgeoisie, die in zwei Fraktionen gespalten ist: denjenigen Fraktionen der Klasse, deren Reproduktion von ökonomischem, meist ererbtem Kapital abhängt, stehen die an ökonomischem Kapital relativ schwächsten Fraktionen gegenüber, deren Reproduktion in der Hauptsache über kulturelles Kapital verläuft. So wächst beispielsweise von den Künstlern bis hin zu den Industrie- und Handelsunternehmern der Umfang des ökonomischen Kapitals ständig, während der des kulturellen Kapitals abnimmt. Die herrschende Klasse zeigt in ihrem Aufbau also eine chiastische Struktur, wobei die Fraktion, deren Reproduktion vor allem über das ökonomische Kapital verläuft, hier die dominierende ist. Bourdieu bezeichnet sie als die "herrschenden Herrschenden" oder den "dominierenden Teil der herrschenden Klasse".

Dagegen bezeichnet er die Fraktion, die über mehr kulturelles als ökonomisches Kapital verfügt, also beispielsweise Künstler und Intellektuelle, als "beherrschte Herrschende" oder den "dominierten Teil der herrschenden Klasse". Diese Rangfolge ist aber auch dauernd der Gegenstand von Klassenkämpfen. Der herrschenden Klasse entspricht der Habitus des legitimen Lebensstils.

Die zweite große Klasse ist die Mittelklasse oder das Kleinbürgertum, dessen Kapitalvolumen deutlich geringer ist, als das der Bourgeoisie. Diese Klasse ist wie die Bourgeoisie in zwei Fraktionen gespalten. Auch hier besteht ein Gegensatz zwischen den „alten“ Mittelklassen, also den kleinen Kaufleuten und Handwerkern, deren Reproduktion primär von ihrem ökonomischen Kapital abhängt, und den „neuen“ Mittelklassen, also z.B. den Angehörigen der neuen Dienstleistungsberufe, deren Reproduktion über das kulturelle Kapital verläuft. Im Vergleich zu anderen Klassen ist hier das Kriterium der Laufbahn besonders wichtig, denn in der Mittelklasse sind die Mobilitätsprozesse am größten. So nimmt das Kapitalvolumen und der numerische Umfang der alten Mittelklasse (Kleinhändler, Handwerker) tendenziell ab, während die Bedeutung der neuen Mittelklassen zunimmt. Der mittleren Klasse entspricht der Habitus des Strebens.

Die dritte Klasse ist die Arbeiterklasse oder beherrschte Klasse, deren Kapitalvolumen sehr gering ist. Eine chiastische Struktur dieser Klasse kann Bourdieu mangels Daten nicht nachweisen. Er nimmt aber an, dass sie in abgeschwächter Form auch hier existiert. Der beherrschten Klasse entspricht der Habitus der Notwendigkeit.

Definition:

Kleinbürger stehen, ökonomisch und vom Marxismus her gesehen, zwischen dem Lohnarbeiter und dem Kapitalisten. Mit dem Lohnarbeiter haben sie gemeinsam, dass sie von eigener Arbeit leben müssen, mit dem Kapitalisten haben sie gemeinsam, dass sie ihre eigene Produktionsmittel benutzen und ihr Arbeitsprodukt als ihnen gehörende Ware verkaufen. In ihrer Mehrheit sind es Einzelarbeiter. Dadurch entstehen allerdings Abgrenzungsprobleme zum Bauern, namentlich - in leninistischer Terminologie - zum "Mittelbauern".

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Ob sie aber als eigene Klasse zählen, ist umstritten – der klassische Marxismus verneint, da ja nur 2 Klassen existieren. Das Verhältnis zu den Produktionsmitteln ist entscheidend!

4.3.) Auswirkungen, Missstände und Repressionen

- geringe Entlohnung

- schlechte Arbeitsverhältnisse

-> führen zu Streiks und Protesten

- Arbeiter schließen sich in Gewerkschaften zusammen

- z.B. Marburger Bund (Ärztegewerkschaft)

- DGB (Deutscher Gewerkschafter Bund) ist eine Vereinigung aus vielen Gewerkschaften

- unter anderem ver.di

5.) Alternative(n)

- Reformismus: Versuch durch Reformen Ges. nach vorne zu bringen; zB. Linkspartei --> schlägt fehl da Parlament falscher Weg (schützt ja [nach Marx] die Kapitalisten)

- Anarchismus:

-          Gesellschaftsform, bei der es keine Exekutive, Legislative, Judikative und Kirche gibt

-          es gibt keinen Machthaber

-          Gegenbewegung zum Marxismus, Monarchie

-          Idealbild, was nur ansatzweise erreicht werden kann

-          Idee besteht schon lange

-          oft von Punks verwendet

- Sozialismus: einzig funktionierende Alternative (da klassenlose Ges.) --> Übergang zum Kommunismus

6.) 5 kritische Fragen – 5 richtige Antworten zur Möglichkeit des Sozialismus

- Mensch zu gierig? --> Mensch kann alleine nicht überleben, Denken ist abhängig vom gesellsch. Umfeld
--> Kapitalisten verursachen Interessenkonflikte, Ungleichheit & Konkurrenzdenken in der Gesellschaft -->  ein Mangel (da eigene Bedürfnisbefriedigung gefährdet) & damit auch Gier, Hass etc. entsteht --> durch vollkommene Bed.befriedigung entsteht im Sozialismus kein Mangel an etwas
- Mensch zu gewalttätig? --> Krieg geht immer von herrsch. Klasse aus-->Arbeiterklasse führt sie (aufgrund von Manipulation oder Mangel) aus --> im Soz. keine Kriege, da keine dirigierende Klasse herrscht & kein Mangel
- Neuer Ostblock? --> bisher noch nie Sozialismus irgendwo gewesen --> in Sov.union & DDR gab es eine dirigierende Klasse (die Bürokraten) --> also Scheitern durch Ungleichheit & Klassengesell. (außerdem kann Soz. nur global funktionieren!!)
- Frauenunterdrückung & Rassismus? --> Rassismus & „eingeprägte Rolle“ der Frau durch Kapitalismus & Klassen bedingt --> Frauen & Immigranten in freier Entfaltung eingeschränkt --> Bewusstseinsarbeit notwendig
- Fehlende Individualität? --> in heutiger Ges. hängt Indiv. viel vom Geld ab --> Mensch kann sich im Kapitalismus nicht frei entfalten, vergisst „zu sein“--> im Soz. wird auf Vielfältigkeit (also Individ.) aufgebaut

7.) Diskussion 


-> Ist die entw. Industrieg. nun eine Klassenges.?
->  These: „Heute sind die wilden Streiks die einzigen wirklichen Klassenkämpfe der Arbeiter gegen den Kapitalismus“
->  Wie sollten folg. Begriffe nach Marx def. werden? Und warum? „Arbeitgeber“ &  „Arbeitnehmer“
->  Auf welchem Weg kann man den Soz. bzw. eine klassenlose Gesellschaft erreichen? Was kann der Einzelne tun? *
->  Wodurch kann (und wird?) eine sozialistische Entw. scheitern? 

-> Maßnahmen zur Aufhebung der 2-Klassengesellschaft (Handlung):

Der Kommunismus bildet die einzigste Lösung des Problems

a. Aufhebung des Privateigentums (Verstaatlichung)

b. Abschaffung des Erbrechts

c. Staatliche Produktionsstätten

d. Arbeitszwang für alle

e. Verbot der Kinderarbeit

f. Öffentliche und unentgeltliche Erziehung (Bildung)

g. Jeder wird nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten beurteilt

    Am Ende steht die klassenlose Gesellschaft, in der es weder Unterdrücker noch Unterdrückte gibt.

    ->  Frage: Kann man heute noch von 2 Klassen (im marx. Sinn) sprechen?
    - Antwort: Ja nach Marx schon, bloß dann aber Einteilung schwer (Übergang bei einigen Arbeitern fließend)

     

    - Deswegen eigene Überlegung 3 Klassen:
    1. Bourgeosie -> besitzt Großteil der Prod.mittel
    2. Klein Bürgertum / Mittelklasse -> geringfügiger Anteil an Prod.mitteln
    3. Proletariat -> nur eigene Arbeitskraft, keine Prod.mittel

    -> Unbestritten ist, dass Kl.kampf zu Missständen & Repressionen führt (nächster Punkt)

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    5 / 5 Sternen (1 Bewertung)
    • Autor: Tom Zeddies
    • Fach: Politik
    • Stufe: 13. Klasse
    • Erstellt: 2007
    • Note: 1
    • Aktualisiert: 18.07.16

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