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Erörterung: Rechtsextremismus in Deutschland

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Wie man in den letzten Monaten eindeutig feststellen konnte, nimmt die Gewaltbereitschaft gegen Ausländer und Juden durch rechtsextremistische Gruppen massiv zu. In Berlin wurde eine Synagoge mit Pflastersteinen beworfen und in Düsseldorf gab es sogar einen Brandanschlag auf eine jüdische Kirche. Der Bundeskanzler Gerhard Schröder forderte einen „Aufstand der Anständigen“. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob das alleine genügt, um weitere rechte Gruppen von ähnlichen Taten abzuhalten. Kann die Bevölkerung einer solchen Forderung nachkommen, oder muss die Regierung die Initiative gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit ergreifen? Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Berlin erwartet von den Politikern Taten, der Staat müsse Kraftanstrengungen wie in den 70er Jahren im Kampf gegen die Baader-Meinhof-Gruppe erbringen.

Im Folgenden werden diese beiden Ansätze zur Lösung des Problems des Rechtsextremismus bzw. Rechtsradikalismus und Neonazis in Deutschland erörtert.

Zur Einschränkung von rechtsextremistischen Taten ist es wesentlich, den Ursachen für derartige Anschläge nachzuforschen, denn nur so kann man die Probleme bekämpfen. Oft herrscht in Cliquen ein solcher Gruppenzwang, dass Jugendliche aus Angst vor Verlust ihres Images bei ausländerfeindlichen Aktionen mitmachen, ohne über die Folgen nachzudenken. In diesem Fall muss Jugendlichen eine Alternative geboten werden, durch die sie keine Aggressionen gegen Juden oder Ausländer entwickeln können. Anderweitig kann die Ursache auch in der Erziehung liegen, wenn zum Beispiel die Eltern ihre Abneigung gegen Juden und Ausländer an ihre Kinder weitergeben. Wie schon gesagt, eine Vererbung von Generation zu Genertation.
In diesem Fall ist es wichtig Kinder und Jugendliche möglichst bald aufzuklären, was bei der richtigen Einstellung der Eltern schon in der Erziehung beginnen. Hier wird das Kind geprägt und kann mit den Eltern als Vorbild eine friedfertige Einstellung gegenüber Ausländern entwickeln.

Auch in der Schule muss man die Jugendlichen mehr aufklären. Ein Kind mit einer anderen Religion oder aus einem anderen Land sollte nicht von der Klasse ausgestoßen werden, sondern genauso wie alle anderen Kinder behandelt werden. Hier müssen die Erwachsenen auch im Alltag Beispiele dafür geben, wie junge Leute ihre Fremdheitsgefühle gegenüber gesellschaftlichen Minderheiten ablegen können. Dies kann durch offene Gespräche oder andere Aktionen, bei denen Kinder zum Beispiel eine Synagoge besichtigen können, erreicht werden.
Am wichtigsten erscheint mir allerdings, dass jeder einzelne die Initiative ergreift. „Wegschauen ist nicht mehr erlaubt“, die Worte des Bundeskanzlers treffen genau das, was jahrelang von vielen Menschen getan wurde. Rechtsextremismus geht jeden einzelnen etwas an und nur durch die Hilfe der einzelnen Bürger kann etwas erreicht werden. Dies kann schon dabei beginnen, dass man bei ausländerfeindlichen Witzen widerspricht oder Ausländern und Juden offen und ohne Vorurteile gegenübertritt. Auch Demonstrationen oder Aufstände gegen rechtsextremistische Anschläge sind zumindest ein Lösungsansatz im Kampf gegen Intoleranz und Rassismus.

Die Initiativenergreifung der Bevölkerung alleine reicht allerdings nicht, um antisemitistische und rassistische Handlungen zu rationieren. Hier ist auch die Maßnahmenergreifung der Regierung gefragt, die allerdings nicht übertrieben werden darf, dass sich bei vielen Aktionen nur um Nachfolgetaten handelt. Durch Überreaktionen könnten weitere Nachahmungstäter ermutigt werden, die durch ihre Anschläge die Aufmerksamkeit der Bevölkerung und des Staates auf sich ziehen zu versuchen. Trotz dieser Warnung, kann die Regierung nicht tatenlos zusehen, welche weiteren Unruhen sich in Deutschland ereignen.

Zunächst sind schärfere Sicherheitsmaßnahmen notwendig, um Synagogen vor weiteren Angriffen zu schützen. Leider ist das Sicherheitssystem nicht ideal und auch für Synagogen gibt es keine total Sicherheit, aber alleine der Versuch schreckt vielleicht einige Täter vor neuen Anschlägen ab.
In diesem Zusammenhang ist auch anzuführen, dass eine Zuspitzung der Gesetzte als Abschreckung vor Attentaten auf Synagogen oder gegen Ausländer dienen kann. So sollten rechtsextremistische Parteien verboten werden und unter anderem auch der Waffenbesitz verschärft werden. Mit dem Verbot von rechtsextremistischen Parteien wäre zumindest die antisemitistische Vertretung in der Politik ausgeschalten und so könnte die Regierung ohne Behinderung gegen den Fremdenhass vorgehen. Die meisten rechtsextremistischen Parteien bestehen aus Leuten, die an einer solchen Gruppe Halt suchen und sich durch Gewalttaten an schwächeren oder anders lebenden Menschen selbst ihre Stärke beweisen wollen.

Alles in allem müssen neue Konzepte gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit entwickelt werden. Dies kann nur erreicht werden, wenn Bürger und Staat zusammenarbeiten und gemeinsam die Initiative gegen Rechtsextremismus und Rassismus ergreifen. Jeder einzelne, ob einfacher Bürger oder Politiker, ist betroffen und muss versuchen, das Möglichste zu tun, sei das nun, bei Demonstrationen mitzumachen, seinen Kindern ein Vorbild zu sein oder sich für die Verschärfung einzusetzen.

Was die Zukunft betrifft, wird der Fremdenhass wohl nie vollständig beseitigt werden können, wenn jedoch der Staat und die Bevölkerung zusammenarbeiten, ist es möglich, dass man den Rechtsextremismus ein wenig einschränken kann und den Juden und Ausländern wieder das Gefühl geben kann, dass sie eigentlich in unserer Gesellschaft willkommen sind.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Politik
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2014
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 23.07.16

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