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Globalisierung Referat

Inhaltsverzeichnis

Wunderbar als Referat zum Thema Globalisierung geeignet. Es werden auch die Vorteile und Nachteile, das Pro und Contra der Globalisierung behandelt. Ebenso wird die Geschichte der Globalisierung und dessen Folgen skizziert. Durch das pro und contra ebenso als Erörterung zur Globalisierung geeignet!

Gliederung der Facharbeit Globalisierung:

1. Zur Bedeutung der Globalisierung.

2. Kennzeichen und Ursachen der Globalisierung.

3. Die Standortdebatte in Deutschland.

4. Standortfaktoren.

5. Chance oder Gefahr der Globalisierung für den Standort Deutschland.

5.1 Produktionsfaktoren.

5.2 Unternehmenssteuern.

5.3 Genehmigungsverfahren und Umweltauflagen.

5.4 Innovationen - Management - Bildung und Forschung.

6. Fazit

1. Zur Bedeutung der Globalisierung

Es gibt kaum eine Rede deutscher Politiker, in der nicht Gefahren durch die "Globalisierung der Märkte" heraufbeschworen werden: Die Globalisierung führe zu einer Konkurrenz der Standortfaktoren, zu einer Absenkung ökologischer Standards, zu einem Abbau sozialstaatlicher Errungenschaften und damit ver-
bundener Gefährdung des sozialen Friedens, zur weltweiten Verelendung,....
Aber auch Manager, Lobbyisten und Gewerkschaftsvertreter führen das Schlagwort Globalisierung im Munde, wenn sie die Schuldfrage beantworten, nämlich die Schuld an der hohen Zahl von Konkursen, der hohen Arbeitslosigkeit, der Kürzung von Sozialleistungen und der geringen Lohnsteigerung.
Die aktuelle Wirtschaftsentwicklung ist in der Tat nicht rosig. Die Diskussion über den Wirtschaftsstandort Deutschland ist deswegen in vollem Gange und je nach Interessenlage des Betrachters fallen die Antworten sehr verschieden aus. Dabei kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Politiker und Manager vom eigenen Versagen beim Ausgestalten der Standortfaktoren ablenken.

2. Kennzeichen und Ursachen der Globalisierung

"Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD),..., definiert Globalisierung nüchtern als einen "Prozeß, durch den Märkte und Produktion in verschiedenen Ländern immer mehr voneinander abhängig werden dank der Dynamik des Handels mit Gütern und Dienstleistungen und durch die
Bewegungen von Kapital und Technologie".... Aber war das nicht schon immer so?"
Im Grunde ist Globalisierung als ökonomisches Phänomen altbekannt. Nur sprach man früher von internationaler Arbeitsteilung, Spezialisierung oder von der Liberalisierung des Handels und des Kapitalverkehrs. Weil die Zölle immer niedriger wurden, beschleunigte sich seit Mitte der siebziger Jahre die Integration der Weltwirtschaft. Die Staaten konnten ihre relativen Kostenvorteile besser nutzen, was zu einer Ausweitung der Weltproduktion führte.
Neben dem Abbau von Handelshemmnissen hat der technische Fortschritt (Reduzierung von Transportkosten, Revolution in der Informationstechnik) die rasche Integration der Wirtschaft herbeigeführt.

3. Die Standortdebatte in Deutschland

Die Standortdebatte in Deutschland konzentriert sich auf die Wettbewerbsfähigkeit der industrielastigen deutschen Wirtschaft. Unbestritten ist Deutschland eine führende Exportnation. Daten zu Umfang und Zusammensetzung des Exports sind entscheidende Wettbewerbsfaktoren. Betrachtet man die "Export-Palette", so wird deutlich, dass z.B. Deutschlands Autohersteller und Maschinenbauer in hohem Maße von Auslandsaufträgen abhängig sind; bei Büro- und Informationstechnik hingegen fallen Deutschlands
Exportchancen ab.
Neue Konkurrenten (Schwellenländer, ehemalige Ostblockstaaten) machen Deutschlands Exporteuren zunehmend zu schaffen. Das treibt den Fortschritt von Technik und Produktivität an, verschärft den Strukturwandel und rechtfertigt die Frage nach der Gefahr für den Standort Deutschland.
Typisch für die Globalisierung sind auch die Direktinvestitionen, die die Integration der Wirtschaft vorantreiben. Die passive Direktinvestitionsbilanz Deutschlands hängt aber offensichtlich mit der Verlagerung von Produktionen ins Ausland zusammen. "Besorgniserregend ist dagegen, dass der Strom zunehmender Auslandsinvestitionen anderer Länder weitgehend an der Bundesrepublik vorbeifließt." Ist dies auch eine Gefahr für den Standort Deutschland?

4. Standortfaktoren

"Immer, wenn über "den" (Wirtschafts-) Standort Deutschland gestritten wird, werden verschiedene Bereiche aufgeführt, in denen dieser im internationalen Vergleich zu schwach sei oder schwach zu werden drohe: meist wird kritisiert, dass die Arbeitskosten zu hoch, die Arbeitszeiten zu kurz, das Management zu schlecht, die Steuerbelastung zu hoch, der Aufwand für Forschung, Entwicklung, und Bildung zu gering oder die Genehmigungsverfahren zu langwierig und die Umweltauflagen zu kostspielig sind."

Diese Standortfaktoren sind näher zu betrachten, um die Frage, ob der Standort Deutschland in Gefahr ist, beantworten zu können. Dabei wird auf eine strenge Klassifizierung der Standortfaktoren verzichtet, weil in den Publikationen zum Thema Globalisierung oftmals immer nur einige wichtige Faktoren diskutiert werden. Andererseits formuliert Herbert Giersch sehr allgemein: "Entscheidend für die Wahl des Investitionsstandortes sind die Kosten und Erträge in ihrer Gesamtheit zuzüglich weicher Standortfaktoren wie Schulen, Kultur, Umwelt, soziale Atmosphäre, Kriminalität und Wirtschaftsmoral. Es zählen ebenso Steuern und Abgaben."
Vor diesem Hintergrund werden folgende Standortfaktoren untersucht:
-Produktionskosten
-Unternehmenssteuern
-Genehmigungsverfahren und Umweltauflagen
-Innovation - Management - Bildung und Forschung

5. Globalisierung:

Chance oder Gefahr der Globalisierung für den Standort Deutschland

Es folgt der Hauptteil dieses Globalisierungs Referat zur  Geschichte und Folgen für Deutschland. Auf gehts:

5.1 Produktionsfaktoren

Produktionskosten sind für Unternehmen direkte, kostenrelevante Einzelfaktoren.
Auf diesem Sektor ist Deutschland Konkurrenz entstanden, z.B. durch Schwel- lenländer (vor allem südostasiatische Länder) und durch neue Wettbewerber unter den Entwicklungsländern. Diese Staaten produzieren vor allem im Niedrigtechnologiebereich kostengünstiger als deutsche Unternehmen. Deren Arbeits-
kosten sind zu hoch: So mußten westdeutsche Unternehmen 1995 mit 45,52 DM je Industriearbeiterstunde die weltweit höchsten Arbeitskosten verkraften (Anllage 5).Gleichzeitig rangierten die Arbeitszeiten mit durchschnittlich 36,4 Wochenstunden und Maschinenlaufzeiten von im Schnitt 60 Wochenstunden am Ende der Rangskala. Die sich daraus ergebende Folge ist, dass die Lohnstückkosten der deutschen Industrie 1995 fast ein fünftel höher lagen als bei den übrigen Industrieländern.

Eine weitere Gefahr sehen viele Skeptiker der Globalisierung in einem dramatischen Abbau von Arbeitsplätzen. Ihre Prognose lautet, dass ca. 20% der erwerbsfähigen Männer und Frauen ausreichen, um den Rest der Bevölkerung mit Produkten und Diensten zu versorgen. Dabei bleibt der Sozialstaat auf der Strecke, weil die Steuersätze auf ein Niveau sinken, mit dem sich selbst die wichtigsten öffentlichen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen lassen.
"Sind Löhne und Lohnnebenkosten in Westdeutschland also "zu hoch", so dass ein Standortproblem entsteht? Nein, weder gibt es Anhaltspunkte dafür, dass Löhne und Lohnnebenkosten in der Vergangenheit - gemessen an der Produktivitätsentwicklung und den Preissteigerungsraten - zu stark gestiegen sind, noch dafür, dass sie zu stark im Vergleich zur Lohn- und Produktivitätsentwicklung im Ausland gestiegen wären. Sogar das Gegenteil ist richtig..."In puncto Arbeitszeiten sollten die sich beklagenden Arbeitgeber bedenken, dass sie im Rahmen der Tarifautonomie diesen Kostenfaktor ja mit ausgehandelt und beschlossen haben.
"Die Behauptung, dass Deutschland durch die kurzen Nutzungszeiten von Ma- schinen und Anlagen im internationalen Vergleich einen Standortnachteil hat, trifft aus zwei Gründen so nicht zu. Erstens fehlt es schlicht und einfach an gesichertem statistischen Material, um diese in den vergangenen Jahren von Arbeitgeberseite geäußerte Klage zu erklären. Zweitens ist für die Wettbewerbsfähigkeit weniger die Dauer der Maschinennutzung als vielmehr die Flexibilität von Arbeits- und Betriebszeiten entscheidend."

Die Experten vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) verweisen in diesem Zusammenhang auf
die noch stärker zu nutzenden tarifvertraglichen Flexibilitätsspielräume auf betrieblicher Ebene.
Gegen die gängigen Befürchtungen hinsichtlich des Arbeitsplatzabbaus spricht zum Beispiel, dass die Beschäftigung in der ganzen Welt zunimmt. Seit 1970 ist die Zahl der Erwerbstätigen in den OECD-Ländern um ein Drittel gestiegen. Auch von einer Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung kann man nicht sprechen. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Um ein Beschäftigungs-Plus von 1% zu erreichen, mußten die Industrieländer in den siebziger Jahren um 2,1% wachsen. Zwischen 1980 und 1995 reichte dafür eine Wachstumsrate von 2,0%.
Diese letzten Angaben beziehen sich nicht auf Deutschland allein, sie können also für den heimischen Standort nur Trendaussagen sein. Die hierin liegende Chance kann wohl nur sein, dass alte Arbeitsplätze schneller wegfallen als früher und neue schneller entstehen müssen.

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5.2 Unternehmenssteuern

In Deutschland müssen Kapitalgesellschaften international die mit Abstand höchste Gesamtsteuerlast (Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbe- und Vermögenssteuer) verkraften. Aus diesem Grund flüchten immer mehr Unternehmen vor den hohen Abgaben und verlagern ihre Gewinne in Steuerparadise. Global operierende Unternehmen wählen Produktionsstandorte danach aus, wo die günstigsten Steuersätze zu entrichten sind.
"Die Folgen für den Standort Deutschland sind fatal. Neben Arbeitsplätzen gehen der Staatskasse Milliarden verloren. Wirtschaftswachstum und Steuereinnahmen entwickeln sich auseinander." Zu diesen Gefahren gesellen sich weitere Probleme, wenn Deutschland im Wettbewerb mit anderen Staaten immer mehr die Steuern senken würde: Der hohe soziale Standard in Deutschland müßte reduziert werden, weil das soziale Netz nicht mehr im alten Umfange finanzierbar wäre. Der Staat könnte für seine Bürger keine elementare Daseinsvorsorge leisten. Aus einer solchen Sozialkrise könnte eine Krise der Demokratie werden, weil die Bürger ohne materielle
Zukunft sich nicht mit der Demokratie identifizieren würden. Der Standortfaktor Unternehmenssteuern ist für Deutschland kein Pluspunkt. Die Chance, mit niedrigen Steuern für ein verstärktes Engagement auch ausländischer Unternehmen in Deutschland zu sorgen, um so z.B. die Soziallasten ohne Ein- schränkungen weiter zu finanzieren, scheint illusorisch.

5.3 Genehmigungsverfahren und Umweltauflagen

Die exportabhängige deutsche Wirtschaft kann ihre Arbeitsplätze nur dann langfristig sichern, wenn sie im globalen Wettbewerb die zeitraubenden und umfangreichen Zulassungs-, Mitteilungs-, und Genehmigungsverfahren dem internationalen Standard anpaßt. So ist für viele potentielle Kunden der durch die erforderlichen Prüfungen notwendige Zeitverlust abschreckend, sie suchen sich lieber im Ausland ihre Geschäftspartner, weil dort die Rahmenbedingungen ein rascheres Agieren erlauben.
Bei der Diskussion um Vor- und Nachteile dieser o.g. Hemmnisse geht es aber auch um die Frage, unter welchen Bedingungen Industrie in einem dichtbesiedelten und erheblich vorbelasteten Land weiter betrieben werden kann:  Sicherheit geht vor.

Eine neuere Fraunhofer-Studie für die Bio- und Gentechnologie zeigt die Vorzüge der deutschen Praxis auf: Die Unternehmen arbeiten in einem sicheren Umfeld und sind nicht Schadensersatzansprüchen ausgeliefert. Obige Standortnachteile sind mittlerweile auch vom deutschen Gesetzgeber erkannt worden. So ist vor kurzem z.B. das "Genehmigungsverfahrensbeschleunigungsgesetz" beschlossen worden. Ferner ist das seit 1974 bestehende Bundesimmissionsschutzgesetz immer wieder ergänzt und erweitert worden. Auch das durch Verordnung der EU-Kommission bestimmte Öko-Audit führt zu einem Beschleunigungseffekt im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren. Umweltschutzregulierungen bedeuten in Deutschland Auflagen und Abgaben. Im
Fall von Neuinvestitionen kann dies dazu führen, dass die Investition unwirtschaftlich und damit nicht realisiert wird.
Einen positiven Effekt von Umweltauflagen kann man darin sehen, dass saubere Produktionstechnik nach Deutschland eingeführt und von Deutschland in die Welt ausgeführt wird. Diese Technologiediffusion fördert die Umweltentlastung und kann einen weltweiten Strukturwandel auslösen. Daß Umweltauflagen Beachtung finden, wird darin deutlich, dass inzwischen fast eine Million Beschäftigte im Umweltschutz, fast so viele wie in der Autoindustrie, arbeiten.

5.4 Innovationen - Management - Bildung und Forschung

High-tech-Industrien (Luft- und Raumfahrt, Computer, Elektronik, Pharmazeutik, Meß- und Regeltechnik und elektronische Maschinen) sind Industrien, in denen der Aufwand für Forschung und Entwicklung (FuE) besonders hoch ist. In diesem Bereich ist der deutsche Anteil an den Weltexporten rückläufig; er ist stark bei
Produkten mit mittleren und niedrigen FuE-Aufwand. Hieraus ableiten zu wollen, dass die deutsche Wirtschaft stagniert oder sterbende Industriezweige aufweist, ist unzulässig: Es gibt auch in Industrien mit mittlerem FuE-Aufwand Segmente mit qualitativ hochwertigen Produkten bzw. technologisch anspruchsvollen Produktionsprozessen.

Eine vermeintliche Dramatik im rückläufigen Trend beim Anteil der FuE-Auf- wendungen am BIP relativiert sich, wenn man die Begleiterscheinungen der Wiedervereinigung berücksichtigt, nämlich den Abbau der industrienahen Forschung im Beitrittsgebiet. Bedenklicher dagegen ist die Tatsache, dass der Anteil deutscher Anmelder an den weltweiten Patenten rückläufig ist. Die mangelhafte Innovation wird von Unternehmerseite häufig mit Technik- feindlichkeit in der Bevölkerung begründet. Und die wiederum versteht unter Technikskepsis meist Ablehnung von Industrieansiedlungen in der Nachbarschaft oder von bestimmten Technologien (z.B. Gentechnologie). 
Würde man vorbehaltlos über Vor- und Nachteile neuer, auch risikobehafteter Technologien aufklären, könnte die Akzeptanz hierfür in der Bevölkerung sicher erhöht werden. Das deutsche Management eine Standortschwäche? Zieht man zur Beurteilung z.B. die verschlechterten Weltmarktanteile der Wirtschaft im Bereich technologie- und wertschöpfungsintensiver Produkte, die stagnierenden bzw. rückläufigen Patentanteile und die Konzentration der FuE-Aufwendungen auf traditionelle Industriebereiche mit geringem Wachstumspotential heran, so wird die Frage bejaht. Auch eine für 1995 erstellte internationale Wettbewerbsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die Bundesrepublik bei einem Vergleich der Qualität der Führungskräfte und Führungsmethoden nur den zwanzigsten Platz erreicht.

Eine Reaktion auf diese Einstufung des Managements stellt bereits die Übernahme der "Lean Production"- Konzeption in einigen Bereichen der Wirtschaft dar und zwar mit positiven Effekten:
Die Hierarchien in den Betrieben sind flach  und die Arbeitsprozesse am Kunden und an der Qualität orientiert. Darüberhinaus wird das Potential der Mitarbeiter z.B. durch Gruppenarbeit verstärkt ausgenutzt. In einem Manifest gegen den Niedergang der Forschung haben 1997 deren namhafte Unterzeichner auf die Gefahren hingewiesen, die durch die Reduzierung von Ausgaben für Bildung und Forschung entstehen würden. Sie betonen z.B., dass Deutschland erstklassige Universitäten braucht, um im weltweiten Wettbewerb der Ideen und Innovationen zu bestehen, sie stellen z.B. heraus, dass die gegenwärtige Wirtschaftskrise nur durch mehr Investition in Intelligenz und Einfallsreichtum (die wichtigsten Ressourcen unseres Landes) bewältigt werden
kann und sie legen z.B. Wert auf die Feststellung, dass eine Politik, die Ausbildung und Forschung keine Priorität einräumt, die Jugend das Vertrauen in die Zukunft und den Mut zum vorausschauenden Handeln nimmt.Der Bundesminister für Forschung und Entwicklung steht mit seinen Erklärungen nicht im Widerspruch zu diesen Forderungen. Es bleibt daher nur zu hoffen, dass die Politik den Worten Taten folgen läßt.

6. Fazit des Globalisierungsreferats

Die vorliegende Arbeit hat sich bei der Beantwortung der Frage nach Chance oder Gefahr der Globalisierung auf diejenigen Standortfaktoren beschränkt, die bei der Standortdebatte gegenwärtig im Vordergrund stehen und in erster Linie den Arbeits- sowie den Waren- und Dienstleistungsmarkt betreffen. Bewußt ist die Globalisierung der Finanzmärkte ausgespart worden, weil z.B. in diesem Bereich die Shareholder Value-Diskussion, also die Diskussion um die Konzepte zur Erhöhung des Unternehmenswertes für Kapitalanleger, in unterschiedlichen Richtungen läuft.
Bei einer Gesamtbeurteilung der Standortdebatte muß man zu dem Ergebnis kommen, dass die Globalisierung die Welt anhaltend verändert und für jede Volkswirtschaft und Gesellschaft Herausforderungen bereithält. Insofern dominieren im Moment wohl die Gefahren. Ihnen zu begegnen, alle Strukturen über Bord zu werfen, "Verkrustungen" aufzubrechen, "Sozialklimbim" loszuwerden, und, wie Nikolaus Piper in "Die Zeit" vom 5.4.96 meint, im globalen Wettbe- werb mitzumachen, das ist die Chance!
Hinsichtlich des Standortfaktors Produktionskosten kann man sich der Analyse von Wilfried Herz in "Die Zeit" vom 1.11.96 anschließen: Er weist nach, dass Politiker und Manager mit dem Schlagwort von der Globalisierung vom eigenen Versagen ablenken. Tatsächlich, behauptet er, sichert die internationale Verflechtung der Weltwirtschaft in Deutschland mehr Arbeitsplätze, als sie vernichtet (aktuelles dazu aus dem Jahre 2013 und 2014 kann man aus der zeitung entnehmen und würde ich imemr einbauen)

Und: Je stärker die Handelspolitik, desto besser für die Bundesrepublik. Einzelne Belege verdeutlichen seinen Standpunkt: Statt den Staatshaushalt zu konsolidieren, werden Schulden aufgetürmt; die staatlich verordneten Lohnnebenkosten werden entgegen allen Versprechungen nicht gesenkt, sondern weiter erhöht, weil der Staat Ausgaben von zig Milliarden auf die Sozialversicherungen abwälzt. Von einem Subventionsabbau ist trotz aller Ankündigungen bis heute wenig erkennbar.
Auch die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände tragen Mitschuld an der Massenarbeitslosigkeit, weil z.B. die Tarifpolitik in Ostdeutschland durch die zu schnelle Angleichung an die Westlöhne manchen Arbeitsplatz ver-
nichtet hat. Nicht zuletzt haben zu viele Unternehmen auf Schrumpfen statt Wachstum gesetzt: Konzentration auf Kostensenkung und zuwenig Hinwendung auf Schaffung neuer Marktchancen mit innovativen Produkten.
Die Sorge um die Sozialstandards ist nicht unbegründet. Wir erleben zur Zeit, dass die hohen Sozialkosten das hohe Lohn- sowie Personalzusatzkostenniveau be- stimmt und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe sinkt.
Erfreulich scheint die Entwicklung des Standortfaktors Bildung und Forschung zu sein: Man ist sich in der Beurteilung der Herausforderungen einig. Hoffentlich werden die logischen Konsequenzen durch entsprechende Mittelbereitstellung auch vollzogen.
Alles in allem:  Ein "globales" Fazit könnte lauten:  Konkurrenz - Strukturwandel - Mitmachen!

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4.2 / 5 Sternen (5 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Politik
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2008
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 04.09.16

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