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Tibet Referat - Probleme und Konflikte

Inhaltsverzeichnis

Folgend ein Tibet Referat über dortige Probleme und Konflikte mit China - mehr über China gibt es hier auf SChulzeux zu erfahren.

Tibet und seine Probleme

Die Probleme in Tibet sind sehr vielschichtig. Wenn man in der Geschichte zurückblickt, fällt einem sofort auf, dass sie mit der Eroberung durch die Chinesen begannen. Durch den Egoismus, die Rücksichtslosigkeit und die Brutalität der Chinesen geht es den Tibetern heutzutage sehr schlecht. Die Probleme mit denen die Bevölkerung Tibets zu kämpfen hat, reichen von Überbevölkerung über Armut bis zu Menschenrechtsverletzungen. Und die Schäden die durch die Chinesen in der Umwelt entstanden sind, sind enorm.

Probleme der Bevölkerung

Die Bevölkerung Tibets hat noch nie akzeptieren wollen, zu China gehören zu müssen. So wurden für die Unabhängigkeit Tibets viele Demonstrationen und Protestaktionen durchgeführt. Deswegen beschloss die chinesische Regierung im Jahre 1987, dass alle Aufständischen gnadenlos unterdrückt werden sollten. Diese Politik wurde gestärkt und war und ist hauptsächlich gegen Tibeter gerichtet, welche die Unabhängigkeit ihres Landes fordern.

Einkindpolitik

Die Tibeter leiden sehr unter der chinesischen Einkindpolitik, die auch ihnen auferzwungen wurde. Frauen werden oft zu Abtreibungen und Sterilisationen gezwungen. Für die Tibeter ist es sehr schlimm, unter einer Politik leiden zu müssen, die nicht einmal ihre eigene Regierung aufgestellt hat.

Verhaftung und Haft

Die Gründe für eine Verhaftung sind sehr einfach formuliert. Wegen Verbreitung "konterrevolutionären" Materials oder "konterrevolutionären" Gedankengutes, kann jeder Tibeter sofort auf der Strasse gefangen genommen werden. Als "konterrevolutionäres" Verhalten wird alles betrachtet, was die Einheit Chinas bedroht. Dies könnten zum Beispiel folgende Handlungen sein:
- Das Drucken von Flugblättern
- Das bilden von subversiven Organisationen
- Das Spionieren oder das Weitergeben von Informationen an "den Feind"
- Das Kritisieren der Partei im Gespräch mit Ausländern
- Das Anstacheln zu reaktionären Liedern
- Das Hissen der tibetischen Fahne, usw.

China hat sich als Ziel gesetzt, die tibetische Religion mit allen Mitteln zu unterdrücken. Deshalb sind die Hauptbeteiligten an Protesten Mönche und Nonnen, da diese eine andere Weltanschauung vertreten als die Chinesen. Von ihnen wird erwartet, dass sie ihr tibetisches Denken in chinesisches umwandeln. Eine Weigerung, sich anzupassen, führt zu Klosterausschluss.
Ein Protest hat als sofortige Folge die Festnahme. Und was in der Haft mit den Tibetern geschieht, ist wirklich menschenrechtsverletztend.
Schon bei der Verhaftung wird brutal mit Gewalt vorgegangen. Frauen müssen sich nackt ausziehen, nachdem sie vorher noch gründlich durchsucht worden sind. Anschliessend werden sie brutal verhört. Das Verhör erfolgt mit Hilfe von angreifenden Hunden, mit Stöcken oder sogar Viehtreiberstöcken. Die Folter dauert so lange, bis man die Teilnahme an einer Demonstration zugibt oder die Namen anderer Demonstranten verrät. Man wird dazu gezwungen, die tibetische Unabhängigkeit zu leugnen und patriotische Gefühle für China zu erklären. Und das Schlimmste was von den Tibetern erwartet wird, ist, dass sie den Dalai Lama, ihr geistiger Führer und Oberhaupt, abschwören müssen.

Nach dem Verhör folgt der Gefängnisaufenthalt. In den Gefängnissen herrschen sehr schlechte Lebensbedingungen, welche für die Gesundheit ausserordentlich schädlich sind. In den schlimmsten Gefängnissen sind die Gefängniszellen kahle Räume mit einem kleinen Fenster und ohne elektrisches Licht. Die Zellen werden nicht geheizt, auch nicht im kalten Winter. Als Toilette dient ein Eimer, der nur einmal am Tag geleert werden darf. Dies ist die einzige Gelegenheit, bei der die Gefangenen ihre Zellen verlassen dürfen.
Ngawang Jhampa (Nonne, wurde wegen Teilnahme an einer Protestaktion verhaftet) berichtet über ihren Gefängnisaufenthalt:
"Ich wurde mit Stühlen, Stöcken und elektrischen Viehstöcken geschlagen. Letztere wurden mir in den Mund gesteckt und herumgedreht. Währenddessen wurde mir viel Blut entnommen, so dass der Körper sehr schnell geschwächt wurde. Die Wärter schlugen mir mit diesen Stöcken auch auf den Kopf und traten mir in den Bauch. (...) Neun Tage liess man mich ohne Essen in meiner Zelle liegen. Als Folge der Schläge wurde ich sehr schwer krank. (...) Ich vermute, dass die chinesischen Behörden vermeiden wollten, dass ich im Gefängnis stürbe, so haben sie mich entlassen. Ich zitterte ständig vor Erschöpfung und Nervenzerrüttung und konnte in den ersten beiden Monaten im Krankenhaus nicht laufen."
Von einer ebenso gewaltsamen und menschenrechtsverletzenden Behandlung berichtet die 23-jährige Nonne Gyaltsen Chodon:
"Sie traten mit ihren schweren Stiefeln, die mit Eisenspitzen versehen sind, auf unsere Hände, schlugen uns ins Gesicht und in den Bauch. Sie stülpten Eimer mit Urin und Kot über unsere Köpfe, die Wärter schlugen mit Stöcken auf die Eimer und brüllten vor Lachen, als die Exkremente an unseren Gesichtern und Körpern herunterliefen. (...) Sie nahmen das Momo (=Teigtasche), das unser Mittagessen sein sollte, tauchten es in den Kot und zwangen uns, es zu essen."
Doch trotz den gewaltsamen und auch geschlechtsspezifischen Misshandlungen der gefangenen TibeterInnen, geben sich die Tibeter nicht geschlagen und kämpfen weiter.
Und auch von aussen erhalten sie Hilfe. Es gibt viele Gruppen und Organisationen, die für angemessene Behandlungen der Tibeter kämpfen und Tibet unterstützen.

Probleme der Umwelt

Die ursprünglichen Anbaumethoden, wie sie bis in die 50er Jahre hinein betrieben wurden, waren sehr gut an die empfindliche Berglandschaft angepasst. Eine zahlenmässig kleine Bevölkerung lebte von der Yakzucht und vom Gerstenanbau. Um die Erosion zu verhindern, wurden Felder brach liegen gelassen. Seit der chinesischen Besetzung aber hat sich dies grundlegend verändert. Ca. 80 Prozent des bebaubaren Landes wurde für den Anbau des von den Chinesen bevorzugten Weizens umgepflügt. Dies hatte hohe Missernten zur Folge und deswegen litt die Bevölkerung Tibets in den 60er Jahren unter grossen Hungersnöten. Einen wesentlichen Anteil an den Hungersnöten trug auch der zu hohe Getreideexport nach China, der zu wenig Nahrung für das eigene Land übrigliess.

Überbevölkerung

Auch die massive Umsiedlung von Chinesen nach Tibet sorgte für erhebliche Schwierigkeiten. Die Tibeter wurden in westliche, unfruchtbare Gebiete verdrängt, wo es sehr schwer ist, Landwirtschaft zu betreiben. Tibets Bevölkerung wuchs und die kultivierte Fläche pro Kopf nahm dementsprechend ab. Auch herrscht grosse Unzufriedenheit im Volk, da es den Tibetern nicht gefällt, im eigenen Land schon beinahe die Minderheit darzustellen.

Waldrodungen

Ein weiteres Interesse der Chinesen waren die tibetischen Wälder. In den 50er Jahren erfolgten riesige Waldrodungen, welche einen starken Rückgang der bewaldeten Fläche in Tibet verursachten, der im Durchschnitt rund 4, in gewissen Gegenden aber sogar ca. 40 Prozent beträgt. Um die für erfolgreiche Rodungen benötigte Erreichbarkeit der Wälder zu sichern, wurden in der sonst recht unberührten Natur viele Strassen angelegt, was sich auch nicht positiv auf die Umwelt auswirkt. Aber die Chinesen haben nicht vor, der Ausbeutung der tibetischen Wälder ein Ende zu setzen, nein, im Gegenteil! 1990 hat die chinesische Regierung beschlossen, den Holzimport um 40 Prozent zu reduzieren, was eine noch grössere Belastung der verbliebenen tibetischen Wälder bedeutete. Zwar verspricht China, die Wälder in Stand zu halten und sie wieder aufzuforsten, aber ob dies realisiert werden kann ist fraglich. Denn in Tibet ist das Waldaufforsten durch die extremen Temperaturen, den starken, unregelmässigen Regenfällen und den steilen Berghängen sehr schwer.

Tiere

Da seit der Umsiedlung vieler Chinesen nach Tibet vermehrt gejagt wird, ist die Zahl beinahe aller Tierarten in Tibet drastisch gesunken. Auch die Zahl der Yaks ist längst nicht mehr so gross wie sie früher war. Das liegt daran, dass der Yakbestand zuerst extrem zugenommen hat, was eine Überweidung der Weideflächen als Folge hatte. Nun gibt es zu wenig Nahrung für sie und sie verenden in grossen Mengen kümmerlich, wodurch viele Nomaden ihre Einkommensquellen verlieren.

Bergbau

Tibet besitzt eine grosse Vielfalt von natürlichen Ressourcen, worunter auch viele Bodenschätze. Es wird angenommen, dass sich in Tibet das grösste Uranvorkommen der Welt befindet. Aber auch andere Mineralien sind in beträchtlichen Mengen vorhanden. Seit den 80er Jahren wird massiv Abbau von Mineralien betrieben. Dies sorgt für starke Umweltverschmutzung und auch Überbevölkerung in der Nähe der Uranminen. Der masslose Abbau von Uran sorgt aber für verschiedene Probleme, wovon das schlimmste die Trinkwasserverseuchung ist, an welcher schon wiederholt Menschen gestorben sind. Ein anderes Problem ist aber, dass infolge der vielen Waldrodungen und Kultivierungen steiler Berghänge eine verstärkte Bodenerosion entsteht, die ein Ansteigend der Wasserstände der Flüsse verursachen, was zu Überschwemmungen führt. Tatsächlich hat sich z.B. in Yunnan die Zahl der Überschwemmungen in den letzten 40 Jahren verdreifacht! Es wird auch vermutet, dass das Auslaugen der Böden ein starkes Versalzen der Flüsse verursacht. Durch die Aufstellung gigantischer Wasserenergiezentralen, drohen auch Seen auszutrocknen, wie z.B. der Yamdrok-Tso-See, einer von Tibets heiligen Seen.

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Die nukleare Verseuchung

Was für Tibets Umwelt drastische Folgen haben wird, ist die nukleare Verseuchung. Gegen gute Bezahlung hat sich China schon wiederholt bereit erklärt, für andere Länder atomare Abfälle (in Tibet) zu deponieren. Auch Atomtests sind schon verschiedene in Tibet durchgeführt worden. Man nimmt an, dass dies internationale Folgen haben wird. Diese und andere Arten der Verseuchung wirken sich nicht nur in Tibet, sondern auch in den angrenzenden Ländern aus, da einige der wichtigsten Ströme Asiens in Tibet entspringen.

Die Umweltschäden, die in Tibet durch China entstanden sind, sind beängstigend. Heute weiss man, dass sie sich international auswirken werden.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Politik
  • Stufe: 10. Klasse
  • Erstellt: 2013
  • Note: 2-
  • Aktualisiert: 22.07.16

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